Ca 260 Krankenanstalten in Österreich sind im Corona-Modus. Insgesamt befinden sich in diesen Krankenhäusern 67.000 „systemisierte Betten“, d.h. behördlich zugelassene Betten. Tatsächlich aufgestellt sind ca 64.000.

Der Kurier berichtet heute: „Von den 4.474 positiv getesteten Österreichern sind "nur" 150 im Spital. Das sind 3,4 Prozent. In vielen Prognosen war von einer weit höheren Hospitalisierungsquote (bis zu 15 Prozent) die Rede. Noch viel geringer ist die Zahl jener, die sogar in Intensivstationen mussten. Bislang handelt es sich um 16 Patienten oder 0,4 Prozent. Auch hier war man im Worst-case-Szenario von bis zu 5 Prozent ausgegangen. Anders gesagt: Bisher hatten 96,2% aller in Österreich positiv getesteten Personen einen milden Krankheitsverlauf.“

Eingeleitet wird diese nüchterne Darstellung der Fakten mit der unverzichtbaren Pandemie-Litanei: „Auch wenn der Anstieg der Erkrankungszahlen zuletzt wieder besorgniserregend gestiegen ist (über 20 Prozent pro Tag), so ergibt zumindest die Statistik über die Schwere der Erkrankungen einen Hoffnungsschimmer.“

Was mir mehr Sorgen bereitet ist die Frage: was ist mit all den Patienten (ca 60.000), die derzeit aufgrund der Corona-Maßnahmen keine adäquate Behandlung erhalten? Wie viele Todesfälle gibt es unter diesen 60.000 Fällen bereits? Wie sind die Corona-Maßnahmen den 60.000 „Normalpatienten“ gegenüber zu verantworten? Wo sind die Statistiken dazu??

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Ich vermute, dass die Maßnahmen der Regierung dem Artikel 7 der österreichischen Verfassung widersprechen. Mehr dazu siehe „Baustelle Parlament. Warum die österreichische Verfassung für das 21. Jahrhundert nicht geeignet ist“. ISBN-13: 9783750441576

Ergänzung 12.4.2020 (Ostersonntag). „Patienten, gerade ältere, trauen sich nicht mehr in Arztpraxen, sie gehen nicht mehr zur Physiotherapie, nicht in die Krankenhäuser – teils aus Angst vor Ansteckung, teils aber auch aus Scham und Höflichkeit, die es in dieser Generation noch gibt: Man will nicht stören. Wie viele Opfer diese Haltung am Ende fordern wird, kann erst nach der Krise ausgezählt werden, wenn überhaupt“, schreibt die WELT-Journalistin Susanne Gaschke vorsichtshalber in einem Gastkommentar der NZZ.

Ergänzung 15.4.2020 Heute, nach 4 Wochen, ist es bis in die österreichischen Massenmedien gesickert: Der Salzburger Internist Jochen Schuler sprach laut "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe) von "nicht quantifizierbare medizinischen Kollateralschäden des Shutdown".

Ergänzung 15.4.2020 Heute, nach drei Wochen, ist es bis in die österreichischen Massenmedien gesickert: Der Salzburger Internist Jochen Schuler sprach laut "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe) von "nicht quantifizierbare medizinischen Kollateralschäden des Shutdown".

Ergänzung 11.5.2020 ORF.at berichtet: Die Vereinten Nationen befürchten, dass in Afrika durch die Coronavirus-Krise bis 2021 rund 500.000 Menschen zusätzlich an Aids oder damit zusammenhängenden Krankheiten sterben könnten. ...

Aktuell seien viele Einrichtungen für HIV-Patientinnnen und -Patienten angesichts des Kampfes gegen das Coronavirus geschlossen, oder die Versorgungskette mit den notwendigen Medikamenten sei unterbrochen

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Don Quijote

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