In Sankt Petersburg versammeln sich gerade die Feinde Europas, um beim dortigen Wirtschaftsforum das Hohelied auf den Diktator zu singen. Mitten im Getümmel: deutsche Vaterlandsverräter, die für ein paar freundliche Blicke aus dem Kreml jede parlamentarische Würde ablegen.
Die totale Kontrolle: AfD-Politiker kuscheln im Schatten rauchender Trümmer
Mit dabei sind die AfD-Politiker Petr Bystron, gegen den passenderweise wegen Bestechlichkeit ermittelt wird, Jörg Urban und Marcus Frohnmaier. Letzterer dürfte sich im Kreml besonders heimisch fühlen, wurde er doch in russischen Strategiepapieren einst als ein unter „totaler Kontrolle“ stehender Polit-Bot skizziert. Flankiert werden die Volksvertreter von weiteren geldgierigen Vertretern der deutschen Industrie sowie von Holger Friedrich, dieser lächerlichen, Ferrari fahrenden Karl-Marx-Reinkarnation, die den Kapitalismus wohl erst nach dem nächsten Scheck aus Moskau überwinden möchte. Die Ukraine sandte derweil ganz eigene, unmissverständliche Grüße an die illustre Runde. Pünktlich zur Eröffnung stiegen tiefschwarze, weithin sichtbare Rauchwolken über den Ölraffinerien und Terminals von Sankt Petersburg auf – das Resultat punktgenauer ukrainischer Drohnenschläge.
Drohnengrüße zur Eröffnung: Warum Putin besser um Erlaubnis gefragt hätte
Man muss fast ironisch konstatieren: Wladimir Putin hat bei Wolodymyr Selenskyj wohl schlichtweg vergessen, eine Genehmigung für seine pompöse Party anzufragen. Dabei hätte er es besser wissen müssen. Spätestens seit den bescheidenen, einsamen Paraden auf dem Roten Platz ist doch hinlänglich bekannt, dass Kiew solche Genehmigungen für den Luftraum grundsätzlich erteilt – allerdings im ganz eigenen, explosiven Format. Kiew kommentierte die rauchenden Trümmer trocken als „gutes Resultat“. Angesichts der hochkarätigen Gästeliste im Messezentrum stellt sich eigentlich nur eine logistische Frage: Die ukrainischen Drohnen sollten dringend umprogrammiert werden, um bei der nächsten Ehrenrunde die Koordinaten der deutschen Delegation direkt mit einzuspeisen.