Das knisternde Geräusch der Synagoge

In Krefeld sind momentan öffentliche Muezzin-Rufe wegen Corona-Moscheenschließungen zugelassen. Die Krefelder FDP macht den Muezzin-Ruf zu ihrem lokalpolitischen Thema. Die Liberalen fragen an, warum die melodiösen muslimischen Gebetsrufe nur so lange genehmigt werden, wie Moscheen, Kirchen und Synagoge geschlossen sind.

Derzeit erfolgt der Muezzinruf erstmals seit dem Fall Konstantinopels öffentlich in Krefeld. Und zwar so lange, wie die Gotteshäuser aller (!) Religionen wegen Corona geschlossen sind. Christen und Juden sind damit einverstanden.

Fragen:

Was bedeutet „Christen und Juden sind damit einverstanden“? Welche Christen und Juden? Selbsternannte +/- Wichtigtuer, die ein Gebetbuch richtig herum halten können? Sind auch Religionslose damit einverstanden, von einem lauten Schrei frühstmorgens aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden? Dürfen auch gläubige nicht-muslimische Religionsvertreter nachts randalieren? Was haben öffentliche Muezzin-Rufe damit zu tun, dass die Moscheen leer sind? Wird der Muezzin „Bella Ciao“ singen, um seiner demokratischen Pflicht nachzukommen?

Die geschlossenen Kirchen lassen die Glocken bimmeln. Die geschlossenen Moscheen lassen den Muezzin schreien. Die geschlossenen Synagogen sind stumm. Die Juden werden benachteiligt! Doch halt! Während die Kirchen bimmeln und die Moscheen schreien werden die Synagogen altbekannte Laute von sich geben: das Knistern des brennenden Feuers.

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invalidenturm

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Spinnchen

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Anastasia

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