Wir wissen es, aber wir haben aufgegeben zu kämpfen. Die Angst vor dem Versagen macht uns schwach. Und die Gesellschaft wertet es zu oft als Kavaliersdelikt. Wer will sich schon als Spießer outen weil er sich darüber aufregt, dass in Gegenwart von Kindern geraucht wird? Raucher zeigen sich ja sowieso meist narzisstisch wenn man sie bittet, an einem anderen Ort zu Rauchen.

Vielleicht liegt diese Intoleranz daran, dass wir uns gerne selbst belügen. Würden Raucher einmal hinsehen, sich ein einziges Mal der Realität stellen dann müssten sie sich eingestehen, dass sie die größten Lügner dieser Welt sind, dass sie zu schwach sind, sich vor dem Gift zu schützen, dass sie lieber 100 Ausreden benutzen, anstatt einfach keine mehr zu tschicken.

Rauchen ist eine Sucht sagen sie. Ich sage, Rauchen ist der größte Betrug an sich selbst, die schlechteste Ausrede für eine Pause und in keinem Fall ein Genuss. Der eben an Lungenkrebs verstorbene Kurt Kuch hat seinen größten Fehler öffentlich gemacht und damit gezeigt, dass die Folgen des Rauchens ab einem gewissen Punkt nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Lasst es nicht auch soweit kommen, hört vorher auf zu rauchen. Es gibt so viele Möglichkeiten aufzuhören. Am einfachsten ist es mit Selbstdisziplin. Wenn dich dein Körper auch tausendmal anbettelt doch noch eine aller, aller letzte Zigarette zu Rauchen sage nein, lenke dich ab, mach Sport. Bleibe eine Woche stark und du hast es in den meisten Fällen geschafft. So war es zumindest bei mir. Ich habe mich nach einer Woche des Nichtrauchens das erste Mal wieder als ein freier, selbstbestimmter Mensch gefühlt.

Ich bin eine von denen die aufgehört hat, weil mich Kurt Kuchs öffentlicher Kampf tief in meinem Inneren berührt hat. Dann kam mir der Artikel "Das zornige Geständnis eines Ex-Rauchers" von Michael Hufnagl (http://derstandard.at/2000006268231/Gestaendnis-eines-Ex-Rauchers) unter und ich war zu Tränen gerührt, weil auch dieser Beitrag die Machtlosigkeit widerspiegelte, die einem Vater widerfährt, der seinem Kind ein schlechtes Vorbild war.

Wenn ich für 2015 einen Wunsch frei habe, wünsche ich mir, dass Raucher erkennen, die Augen öffnen und sich von dem qualmendem Dunst los sagen. Für sich selbst und für unsere Kinder, um ihnen das Vorbild zu sein, das sie brauchen, um nicht den selben fatalen Fehler zu begehen.

Jetzt bleibt mir nur noch darum zu bitten die Initiative https://www.dontsmoke.at/initiative/ zu unterstützen.

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WasMichBewegt

WasMichBewegt bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:57

fischundfleisch

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