Wien-Wahl 2015 - Bürgermeister und SPÖ Spitzenkandidat Michael Häupl beantwortet 3 Fragen zum Thema Hund

Am 11. Oktober 2015 wählt Wien. AbsolutHund.at hat nachgefragt, was die Spitzenkandidaten der Wien-Wahl für ein besseres Miteinander von Mensch und Hund in der Stadt unternehmen würden und wie sie beispielsweise zu einer Abschaffung der Hundeabgabe stehen. Heute wird Bürgermeister Michael Häupl, SPÖ Spitzenkandidat, sich den 3 Fragen von AbsolutHund.at stellen.

1. Hunde bzw. deren Halter sind ein nicht unbedeutender Wirtschaftsfaktor. Allein in Wien leben offiziell über 60.000 Hunde. Nach inoffiziellen Schätzungen sollen es insgesamt mehr als 100.000 sein. Mit einem guten Angebot kann man durchaus Menschen für sich gewinnen. Welches ist Ihres an die Wiener Hundehalter?

Wien ist eine sehr hundefreundliche Stadt und es gibt ein breites Angebot für Hund, Herrchen und Frauchen - mit rund 170 Hundezonen mit einer Fläche von über 1,2 Mio m2. Das Angebot wird laufend ausgebaut, aktuell wird nächste Woche eine schöne neue Hundezone im 14. Bezirk eröffnet. Die Stadt fördert das Miteinander von Mensch und Hund auf allen Ebenen und fängt schon bei den Kleinen an, etwa mit der Unterstützung von Schulstunden der besonderen Art, wo ein „vierbeiniger Lehrer“ den Kindern die Sprache der Hunde näher bringt und vieles mehr. Im von der Stadt Wien errichteten und heuer neu eröffneten TierQuarTier in der Donaustadt werden herrenlose und entlaufene Tiere bestens betreut und rasch wieder an Tierliebhaber weitervermittelt – unser Angebot: schauen Sie vorbei und holen Sie sich ihren neuen Liebling ab, es warten auch viele Hunde auf ein neues Zu Hause. Alle Infos auf www.tierquartier.at . Die Stadt kämpft seit langem auch gegen den illegalen Welpenhandel und hat hier schon viel erreicht – um das dahintersteckende Tierleid endlich abzustellen.

2. Thema Hundesteuer: Neben Deutschland, Namibia und der Schweiz ist Österreich das einzige Land weltweit, das eine Hundesteuer einhebt. Allein in Wien wurde die jährliche Hundeabgabe 2012 von 43,60 Euro auf 72 Euro angehoben. Beim zweiten Hund steigt die Abgabe, die viele Hundebesitzer als Strafsteuer sehen, auf 105 Euro jährlich. Wie stehen Sie zu einer gänzlichen Abschaffung der Hundesteuer in Wien?

Die Hundeabgabe wurde seit 1989 nicht angepasst, sie ist auch heute nicht kostendeckend. Faktum ist, dass die Stadt ein Top-Service für die Hundehalter bietet. Sie finanziert Hundezonen, sie finanziert jährlich 20 Mio Gratis-Sackerl fürs Gackerl in über 3000 Automaten in der Stadt und natürlich kostet auch die Reinigung Geld, wenngleich sich immer mehr Hundehalter an die Regeln halten und die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge wegräumen. Übrigens spart man sich die Hundeabgabe im ersten Jahr, wenn man den freiwilligen Hundeführschein absolviert. Auch das ist ein tolles Angebot: Hund und Herrchen/Frauchen lernen sich besser kennen, lernen Alltagssituationen gemeinsam zu meistern. Weiteres Angebot, das von der Stadt finanziert wird, ist ein toporganisiertes Fundwesen für entlaufene Hunde und eine moderne Tierschutz-Helpline, wo es fundierte Informationen rund um die Vierbeiner und alle anderen Tiere gibt.

3. Wien gilt als hundefreundliche Stadt. Dennoch sind Hundehalter im täglichen Leben oft mit Einschränkungen bzw. Benachteiligungen konfrontiert. Hunde sind nicht überall willkommen: Sei es bei der Wohnungssuche mit Hund oder aber auch der Freizeitgestaltung. Die Politik kann hier selbstverständlich nur indirekt, beispielsweise mit Informationskampagnen einwirken. Welche Maßnahmen würden Sie setzen, um mit Vorurteilen aufzuräumen und die Akzeptanz von Hunden in Wien bzw. auch in der Gesellschaft zu erhöhen?

Wir sind laufend dran, das Miteinander von Mensch und Hund in unserer Stadt weiter zu fördern – ein Angebot ist etwa der freiwillige Hundeführschein, bei dessen Absolvierung man sich - wie ausgeführt - die Hundeabgabe im ersten Jahr spart. Dazu und zu allen anderen Angeboten gibt es natürlich laufend Information auf allen Kommunikationskanälen. Wien ist hundefreundlich, klar ist, dass sich alle an die Spielregeln halten müssen. Diese werden auch kontrolliert, sei es die Chip-Pflicht, der verpflichtende Hundeführschein oder das Wegräumen der Hinterlassenschaften. Das Miteinander funktioniert sehr gut und wir werden natürlich auch künftig auf breite Information in allen Bereichen setzen. Die Stadt nimmt für modernen Tierschutz Geld in die Hand, auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten, wie etwa die Errichtung des TierQuarTiers beweist.

Ich bedanke mich bei Bürgermeister Michael Häupl, dass er trotz engem Terminkalender die Zeit gefunden hat, den Wiener Hundehaltern Antworten auf die 3 Fragen zum Thema Hund in der Stadt zu geben.

Foto: SPÖ Wien

AbsolutHund.at

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