Für welche Werte soll ich denn jetzt frieren oder sogar einen Krieg befürworten?

Für einen Regierungswechsel in Russland? Hat sich Biden da verplappert? Hat er wie ein kleines Kind die Wahrheit verraten? Denn genau das kann ich mir gut vorstellen, dass das hinter dem ganzen bösen Spiel steckt. In Wirklichkeit haben die USA noch längst nicht aufgegeben alle Länder der Erde von ihren, dem Westen unliebsamen, Regenten zu befreien. Die Ukraine ist da nur ein Spielball. Das hat schon weit vor den Aggressionen Russlands gegen die Ukraine angefangen.

Ich befürworte keinerlei Kriege und finde deshalb auch das, was Russland jetzt gerade macht, falsch. Aber auch die USA geht über "Leichen", um ihre "Ziele" zu verwirklichen. Und nach Russland, wenn es denn gelingen sollte dort einen Regierungswechsel herbeizuführen, was kommt dann als Nächstes? China? Und wer profitiert wirklich von den Regierungswechseln im Sinne der USA? Der kleine Bürger oder die Elite? Darüber sollte man sich mal Gedanken machen.

Wir sollten uns nicht einfach von den Medien manipulieren lassen. Die wollen auch nur, dass wir das glauben, was sie uns einreden. Auch bei uns sind die Medien manipulativ. Man kann im Moment weder der einen noch der anderen Seite wirklich glauben. Man sollte sich lieber mal fragen, was soll denn erreicht werden mit dem was wir zu sehen und hören bekommen?

Und wir, die kleinen Bürger, fallen immer wieder darauf herein, dass wir eigentlich nur eine Elite bedienen. Die werden immer reicher und dekadenter, und wir sollen den Kopf für sie und deren Werte hinhalten. Wir sollen halbe Portionen essen, einen dicken Pulli anziehen, am Besten das Auto stehen lassen und noch für einen Eintritt in den 3. Weltkrieg Krieg stimmen, sodass die Eliten sich moralisch gut fühlen können. Derweil sie natürlich nur all das Geld abschöpfen, was so eine Krise mitsichbringt, aber für sich selbst keine Einbußen möchten. Die sind nur fürs doofe "Pack" vorgesehen.

Ich will keinen Krieg und auch keine Einbußen für die Werte dieser dekadenten Gesellschaft und deren Wohlergehen. Deren Werte stimmen schon länger nicht mehr in allen Bereichen mit meinen Werten überein. Um nur einen Wert zu nennen, der so ganz und gar nicht mit meinen Werten übereinstimmt, ist, dass man jetzt die echte Gleichberechtigung durch die Bevorzugung einiger Gruppen ausgetauscht hat. Bevorzugung ist nie Gleichberechtigung, egal, in welcher Richtung man das auch macht. Noch so ein Wert, der sich so langsam von meinen Werten entfernt, ist dass man Meinungsfreiheit durch politische Korrektheit ersetzt hat.

Wir werden „Meinungs-unfreien“ Ländern immer ähnlicher, Beispiel: In Russland bekommt man rechtliche Konsequenzen, wenn man den Krieg in der Ukraine als solchen bezeichnet. Bei uns bekommt man jetzt rechtliche Konsequenzen, wenn man den Buchstaben Z öffentlich zur Schau stellt. Es werden immer mehr Dinge eingeschränkt, die dem Mainstream, und damit der Elite, die dahinter steckt, nicht gefallen. Wie dekadent das schon geworden ist, zeigt, dass ich auf eine Frage in Facebook „wie trinken sie ihren Kaffee“ geschrieben habe, „schwarz und ungesüsst“. Daraufhin bekam ich eine Mitteilung, dass ich Facebook-Regeln nicht eingehalten und sie deshalb mein Kommentar entfernt haben. In was für einem blöden Land leben wir denn? Wenn das Wort „schwarz“ allein schon als NoGo gilt, völlig unabhängig in welchem Zusammenhang man das schreibt. Da muss sich mittlerweile niemand mehr wundern, dass solche Werte nicht mehr mit den Werten der Allgemeinheit übereinstimmen.

Für welche Werte soll ich denn jetzt einen Krieg befürworten? Dafür, dass ich in den Augen der Elite „das Pack“ bin? Dafür, dass ich mich als eklige weiße Mehrheitsgesellschaft für alles schämen soll, was vor meiner Zeit stattfand? Krieg, Kolonialismus, Sklaverei, Helden der Vorzeit? Dafür, dass ich für alles, was in der Welt passiert, verantwortlich gemacht werde? Dafür, dass man schon als Nazi gilt, wenn alle 4 Großeltern deutscher Herkunft sind? Dass einem mit jedem Wort, das nicht der politischen Korrektheit entspricht, Rassismus unterstellt wird? Das alles sind nicht meine Werte!

Meine Werte wären übrigens echte Meinungsfreiheit, ohne diese politische Korrektheit, natürlich auch ohne Beleidigungen, aber die gehörten doch noch nie zur Meinungsfreiheit, die waren schon immer strafbar. Dafür sind Gesetze da und da braucht man eben nicht die politische Korrektheit.

Diplomatie und Lösungssuchen mit Kompromissen und absoluter Friedenswille. Dazu gehört auch, dass wir kleines Deutschland einsehen müssen, dass WIR eben nicht die Welt retten können, auch nicht das Klima und auch nicht weltweit die Menschenrechte verteidigen können. Das geht eben nicht ohne die großen Länder zu denen neben den USA auch China, Indien aber auch Russland gehört. Wenn die sich verweigern, dann können wir auch nichts erreichen, egal, wie emotional das auch unsere Elite an den Rand der Verzweiflung bringt.

Davon abgesehen, dürfen wir überhaupt der ganzen Welt, die Werte unserer Eliten aufzwingen? Das ist auch einer meiner Werte, die sich nicht mehr mit den Werten dieser dekadenten Gesellschaft decken. Denn ich empfinde es auch als schützenswert, dass man sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen darf. Das war übrigens auch einmal ein Wert unserer Wertegemeinschaft. Weg, verschwunden, geopfert auf dem Altar der politischen Korrektheit.

Einen Wert teile ich, es sollten keine Grenzen verschoben werden. Aber man muss dann eben auch den „Separatisten“ gerecht werden. Das braucht Zugeständnisse und eine bestimmte Selbstverwaltung. Beispiel, in Südtirol versuchten die Italiener , den Südtirolern das „Südtirolische“ auszutreiben. Mit mäßigem Erfolg. Erst als sie das "Südtirolische" zuließen, wurden die Südtiroler Italiener. Das wäre für mich auch eine Blaupause für den Donbass gewesen, der Donbass bleibt bei der Ukraine, verwaltet sich aber selbst. Das wäre es wert gewesen, das zumindest zu probieren.

Demokratie ist ein hoher Wert. Ich finde es immer erschreckend, wenn Leute gerne einen „starken Führer“ möchten. Wir brauchen keine starke Hand. Die Demokratie besteht nämlich aus vielen verschiedenen Händen und nicht aus einer starken Hand. Unser Föderalismus ist bestimmt nicht einfach und oft auch nicht zu verstehen, warum man jetzt in dem einen Bundesland das anders handhabt wie in einem anderen Bundesland. Es ist aber auch demokratisch, wenn unterschiedliche Bevölkerungsgruppen auch unterschiedliche Gesetze für ihre Bürger machen. Siehe Coronamaßnahmen. Warum sollten in Mecklenburg-Vorpommern die Kitas und Schulen schließen, weil in Bayern ein Corona Hotspot entstanden ist, während in Meck-Pomm die Inzidenzen weit unten waren?

Ansonsten sind doch auch Bayern (Süddeutsche) völlig andere Leute als Nord- oder Ostdeutsche. Also brauchen Süddeutsche auch eine etwas andere Politik als Nord- oder Ostdeutsche. Für mich gehört der Föderalismus zur funktionierenden Demokratie dazu. Übrigens der Föderalismus verhindert den Separatismus. Vielleicht wollten dann, wenn es keinen Föderalismus mit der Selbstverwaltung und Wahrung regionaler Sonderheiten gäbe, sich auch bei uns die ein oder andere Region separieren wollen? Föderalismus hält also auch zusammen.

Unsere Armee sollte eine reine Verteidigungsarmee bleiben. Bis zu den Zähnen bewaffnet, das ist für mich kein Wert. Aber eine bessere Ausrüstung unserer Soldaten befürworte ich schon. Wir sollten aber keine Welt-Polizei werden. Das ist nicht unsere Aufgabe. Das kann auch ein Land nicht allein bewältigen.

Wenn das gewünscht wird, dann sollte die UN eine solche Truppe, bestehend aus Soldaten der ganzen Erde, aufstellen, die da eingreift, wo die Weltgemeinschaft gemeinsam feststellt, dass man da eingreifen sollte und vor allem sollte man dann aber auch ALLE Staaten den gleichen Kriterien unterwerfen. Also nicht, das sind die guten Staaten die dürfen das und das sind die Bösen Staaten, die dürfen das nicht.

Das Leben wäre eigentlich so einfach, wenn man wieder zu dem Motto: „Leben und leben lassen“ zurückfinden könnte. Und nicht nach dem Motto: „Wir und nur wir haben Recht und alle haben sich daran zu halten“ den anderen unsere politische Korrektheit aufzwingen wollte. Einfach mal die Welt aus den Augen des Gegenüber betrachten, über den berühmten Tellerrand schauen, und einfach mal denken, dass andere auch Recht haben könnten. Und Gleichbehandlung sollte immer eine echte Gleichbehandlung sein. Man sollte keine Vorverurteilung machen. Und man sollte Menschen auch nicht als eine homogene Masse ansehen, die man jetzt gemeinsam verurteilt, weil einer etwas Schreckliches macht.

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