Bauchen wir so eine EU?

Es ist ja nicht besonders opportun heutzutage etwas Negatives über die EU zu schreiben, auch wenn sich anhand von Daten und Fakten ganz klar belegen lässt, dass die Mitgliedschaft Österreichs bzw. die politische Umsetzung dieser (ursprünglich geplant) als Handelsvereinigung in etlichen Punkten durchaus (in)diskutabel ist. Österreichs Haftungen

Jegliche auch noch so geringe kritische Haltung wird mit der allseits bekannten Keule der "Toleranten" niedergeschlagen.

Ist es aber genug (und so sehr ich sie liebe) Beethovens/Schillers Ode an die Freude, stereotyp, auf jeder Veranstaltung abzuspielen und dabei tatsächliche Probleme (bewusst) zu verschweigen.

"Alle Menschen werden Brüder..." aber bitteschön! Nur dann müssen auch "alle Brüder" das gleiche dafür tun. Abgesehen von krummen Gurken Staubsaugern Topflappen Energiesparlampen, Abschaffung der gängigen Thermen und ähnlichem Schwachsinn, abgesehen von Zentralismus, Bürokratie und Globalisierung, Abschaffung von BargeldSchildbürgerstreiche) usw. usw. usw. fallen einem auch noch die diversen finanziellen Verpflichtungen Österreichs (siehe Griechenland Debakel) für den Euro Stabilitätspakt - und noch vieles anderes mehr ein.

Während Frankreich mittlerweile die Neuverschuldung wieder einmal deutlich überschreitet und aktuell bei etwa 4,5 % liegt (Frankreich von wegen 3%), entzieht sich Ungarn der Flüchtlingsaufnahme und Unterbringung. (Ungarn und die Flüchtlingspolitik)

Die Briten kochen ohnehin ihr eigenes Süppchen und die Queen macht in Deutschland Werbung für ein hinkünftig wieder autonomeres Inselvölkchen..... (dies nur als Auszug einiger willkürlich angeführter Beispiele). Das Königreich und die EU

Ich bin Europäer, sagen viele aus dem Brustton der Überzeugung und gleich so, dass jeder der etwa bloß, oder mehr, ein überzeugter Österreicher ist weis, dass seine Haltung etwas zutiefst Verwerfliches ist. Sonnige Gemüter rücken kritisch hinterfragende Europäer überhaupt gleich in die Nähe fragwürdiger Rechtsparteien, aber diese Haltung der selbsternannten Denkelite ist ja heute ohnehin schon weithin bekannt.

Leider begreifen diese "klugen Köpfe" nicht, dass gerade ihr "Nicht Zulassen von anderen Meinungen" einfache Menschen, welche sich nicht besonders gut artikulieren können und manche Zusammenhänge evtl. etwas schwerer verstehen, geradewegs in die Hände von Rechtspopulisten treibt.

Eines verstehen sie nämlich mit Sicherheit, nämlich, dass es ihnen heute nicht so gut geht, wie ihnen das von verschiedenen Wortverdrehern (der Politik) eingeredet werden soll (Letztere definieren sich zumeist über ein entsprechendes Einkommen und sozialen Status und "wissen natürlich genau", wie es den Menschen der unteren sozialen Schichten geht. Daraus folgen dann "kluge" Schuldzuweisungen und RatSCHLÄGE bzw. aus Allmachtsfantasien getätigte vermeintlich einzig gültige Lösungsansätze).

Doch weiter zum Thema:

Zwischen Theorie und Praxis ist ein Unterschied und die Umsetzung Europas, in der gegenständlichen Form, zeigt das nur allzu deutlich auf.

Man hat Volkswirtschaften miteinander verschmolzen, bei welchen allen Experten von Anfang an klar war, dass daraus später nur Probleme resultieren würden.

Warum sollte auch ein Land, dass 50 Jahre lang alles getan hat um wirtschaftlich und sozial gut da zu stehen, nun ein anderes Land mitfinanzieren, in welchem eine ganze andere Einstellung zu sozialem Denken Erfolgsstreben Kultur usw. herrscht.

Was hatte Österreich denn so großartiges nach dem 2. Weltkrieg? Nichts, nur Menschen die "Ziegel klopfen" gingen und bereit waren ihr Land neu zu gestalten!

(Das und den Marshallplan welcher eine unschätzbare Hilfe war, aber auch mit entsprechendem politischem Kalkül verbunden).

Es war in jedem Fall eine Aufbruchstimmung und die Bereitschaft ein Land aufzubauen und politisch wirtschaftlich kulturell sozial und demokratisch (später auch ethisch) entsprechend klar und wertvoll zu positionieren! (Eine Einstellung, die manche sogenannte Europäer, angebliche Weltbürger und vor allem Politiker heute schmerzlich vermissen lassen).

Für ein Land zu stehen (und.. das wäre es gewesen, für eine EU, welche die Menschen in den Vordergrund rückt und nicht Macht und Kontrolle) ist eine Frage des Idealismus und nicht des reinen Machtdenkens!

Wie viele gut funktionierende Volkswirtschaften gibt es denn heute in der EU?

Und wie viele Pleitestaaten oder solche die auf dem direkten Weg dorthin sind?

Wie lange können die starken Länder das noch finanziell ausgleichen?

Alleine die Rettung Griechenlands hat Österreich ein Vermögen Milliardenhöhe gekostet! Und wofür? Damit die Griechen das Geld sofort an irgendwelche Banken zurück überweisen? Wem ist damit gedient? Dem einfachen Volk in Griechenland ganz sicher nicht, denn die nagen am Hungertuch.

Länder wie Griechenland gehören nicht in eine Eurozone und das sage ich nicht etwa, weil ich es ihnen nicht gönne, sondern weil sie mittel - oder auch längerfristig niemals die Kriterien für die Eurozone erfüllen werden. Die Uneinsichtigkeit der notwendigen Reformen bei Steuern und Pensionen usw. ist nur ein Beispiel für einige Länder. Es ist eben NICHT so, dass alle Länder die gleiche Bereitschaft haben und alles dafür tun Stabilitätspakte oder ähnliche Vorgaben zu erfüllen. Dabei spielen natürlich auch innenpolitische Interessen eine nicht unwesentliche Rolle.

Was kommt also als nächstes? Retten wir dann Portugal, oder wie wäre es mit Frankreich, Spanien, Italien? Das dürfte dann nicht ganz "so billig" werden.

Während eine Regierung von sozialen und christlichen Demokraten beispielsweise die Bedarfsstunden für das Pflegegeld erhöht, was viele verzweifelte Pflegebedürftige hart trifft, überweist man munter Gelder des österreichischen Steuerzahler weiter nach Brüssel Athen und sonst wohin.

Alles sollte billiger und besser für uns werden mit dem EU Beitritt. Was aber ist besser geworden? Dass wir anstatt der 190 000 Arbeitslosen 1994 nun weit über 400 000 haben? (10 Jahre EU)

Dass nun unsere Mistkübeln (Mühleimer) alle silbern, anstatt davor orange, sind? Dass zwar alles das Doppelte kostet, aber keiner doppelt so viel verdient? (Autos kosten in Deutschland im Schnitt wesentlich weniger und beim viel zitierten Waren Korb waren es im Vorjahr bei manchen Produkten bis zu 46% - Schnitt über 20%). Dass wir in jedem kleinen beschissenem Dorf Kreisverkehre haben, von denen etliche dann wieder zurück gebaut werden mussten, weil verkehrstechnisch nicht zumutbar?

Wo ist der uns damals versprochene Brigitte Ederer Tausender?

Hat eigentlich einer von diesen "ach so begeisterten Europäern" sich einmal die Mühe gemacht und in den PDF Dateien nachgelesen, was Österreich die Ode an die Freude kostet? Kann man übrigens "googeln"(Und es ist weder verwerflich noch strafbar - Budget - ESM usw. alles als PDF Datei von entsprechenden offiziellen Stellen abrufbar).

Handelsabkommen gab es lange vor der EU und sie waren erfolgreich.

Frieden und keine Grenzen sind wunderbare Dinge für die es sich lohnt einzutreten. Was ich persönlich aber nicht möchte ist, dass irgendein abgehalfterter Landes Politiker, der sich nach Brüssel geflüchtet hat, über unser Land entscheidet.

Ich halte nämlich aus der Erfahrung der letzten 20 Jahre, diese Leute einfach für "zu klug" dafür!

Für mich ist die Umsetzung, einer an und für sich guten Idee, kläglich gescheitert!

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fischundfleisch

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Silvia Jelincic

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Bernhard Juranek

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