Corona: Zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung ...???

"In § 20 Abs. 6 S. 1 IfSG ist die gesetzliche Möglichkeit einer Impfpflicht schon vorgesehen: "... anzuordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben, wenn eine übertragbare Krankheit mit klinisch schweren Verlaufsformen auftritt und mit ihrer epidemischen Verbreitung zu rechnen ist"

"bedrohte Teile der Bevölkerung" ist nach meiner Wahrnehmung in der Diskussion um den Umgang mit Corona, und auch im Bewußtsein vieler Menschen, irgendwie untergegangen.

Daß dies teilweise auch auf Impfskeptiker und sogar Querdenker zutrifft, liegt mMn an der anderthalbjährigen Panikmache, welche mal als Strategie des Innenministeriums startete, mit der eine breite Akzeptanz der verordneten Infektionsschutz-Einschränkungen erreicht werden sollte.

Im Laufe der Zeit hat sich diese Strategie verselbstständigt, und in breiten Teilen der Bevölkerung zu echter Panik/Angst geführt.

Dazu kommt, daß diverse Interessengruppen das Bewegungspotenzial dieser Panik für eigene Zwecke entdeckt haben, und die Aufrechterhaltung dieser Gefühlslage für sie von Vorteil sein könnte.

Vor einem Jahr war die Losung: Schutz der Gesundheitssysteme vor Überlastung.

Dazu sollten "bedrohte Teile der Bevölkerung" mithilfe von Abstand und Maske vor Kontakt mit Sars-Cov-2 geschützt werden.

Die Maske schützt dabei einen selber vor Einatmen virenhaltiger Aerosole, wobei der Eigenschutz abhängig ist von Dichtigkeit der Maske und Virus-Aerosol-Konzentration im Raum.

Draußen im Freien ist die Aerosol-Konzentration niedriger, als im Aufzug, Bus, Pkw, etc., und daher ist im Freien in den meisten Fällen keine Maske nötig, während im vollbesetzten Bus eine FFP2-Maske Sinn macht, weil sie ringsum dichter abschließt, als ein normaler MNS.

Sicherer und effektiver ist jedoch die Wirkung der Maske im Fremschutz-System, weil sie verhindert, daß sich eigene virale Aerosole beim Ausatmen weit ausbreiten, und dabei "bedrohte Teile der Bevölkerung" erreichen.

Ich schiebe das nur deshalb hier ein, weil auch nach anderthalb Jahren immer wieder der Einwurf kommt, die Maske würde gar nicht vor Viren schützen.

Die Aerosole haben dieselbe Größe, ob sie nun die größeren Bakterien oder die kleineren Viren transportieren.

Viele politische Maskenregelungen sind übertrieben, weil sie fahrlässigen Einsatz oder Weglassen der Maske verhindern sollen, aber man kann schlecht logisch dagegen argumentieren, wenn gleichzeitig ihre allgemeine Wirkung stur geleugnet wird.

Diese Methoden zum Schutz für "bedrohte Teile der Bevölkerung" hat mehr oder weniger gut geklappt, und unser Gesundheitssystem wurde nicht überlastet.

Zum Ende letzten Jahres gab es dann die ersten Impfstoffe, und seit damals wird mehr oder weniger schnell geimpft.

Durch die Priorisierung bei der Impfung wurde sichergestellt, daß "bedrohte Teile der Bevölkerung" in der Priorisierungsgruppe 1 als erste vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt sind.

Nach einem halben Jahr, und ca. 30Mio doppelt Geimpften in D sollten "bedrohte Teile der Bevölkerung" nicht mehr "bedroht" sein, und somit wäre die IfSG-Vorgabe eigentlich erfüllt.

Daher müßten jetzt auch alle "Infektionsschutz-Einschränkungen" wegfallen.

Warum geschieht das nicht?

Die Antwort:

Weil "bedrohte Teile der Bevölkerung" inzwischen auf die gesamte Bevölkerung, oder gar die gesamte Menschheit ausgedehnt wurde, und zwar nicht, weil das Virus gefährlicher, oder tödlicher geworden wäre, sondern wegen der versehentlichen, oder absichtlichen, Panikausbreitung.

Deswegen wird offiziell auf eine ominöse "Herdenimmunität" gedrängt, und auch weiter auf eine Verhinderung jeglicher Ausbreitung des Virus bestanden, egal um welchen Preis.

Die Aussgage "das Virus geht nicht weg, und man muss lernen, mit dem Virus zu leben", wird von denjenigen ignoriert, welche darauf bestehen, das Virus durch fortdauernde Überwachungs-/Isolations-Maßnahmen zu elliminieren.

Und der Rest sieht darin die Begründung dafür, die restriktiven "Infektionsschutz-Einschränkungen"zur gesellschaftlichen Normalität zu erheben.

Meine Deutung:

"bedrohte Teile der Bevölkerung" sind jetzt weitgehend geschützt, aber bei Ausbreitung des Virus wird es weiterhin Corona-Tote geben, was aber ein gesellschaftlich akzeptables Lebensrisiko ist.

Das wird vermutlich als zynisch und menschenverachtend hingestellt, aber diejenigen, welche das tun, sollten sich bewußt machen, was ihre Forderungen letztenendes bedeuten:

Totaler Überwachungsstaat mit dem unmöglichen Ziel der Elliminierung des Virus, oder eine Menschheit, in der man sein Gegenüber grundsätzlich als potentiellen Infektionsherd betrachtet und behandelt.

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