Willkommen zur nächsten Vorstellung im großen politischen Zirkus, dort wo Zynismus Pflichtprogramm ist und Realität nur ein lästiges Bühnenbild. Die EU-Elite sitzt geschniegelt in der Loge, knabbert nervös an den eigenen Fingernägeln und hofft, dass der Vorhang möglichst lange unten bleibt. Denn draußen, so raunt man, werden Präsidenten inzwischen nicht mehr kritisiert – sie werden in der Nacht einfach abgeholt.
Man erinnere sich an den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Entführt? Natürlich nicht offiziell. Nein, das Wording ist feiner: Schutzmaßnahme, Sicherheitsintervention, humanitäre Notwendigkeit, Drogen ... usw. Die Gründe sind stets geschniegelt wie ein EU-Kommissionspapier – vorgeschoben, austauschbar, möglichst wasserdicht formuliert. Inhalt egal, Hauptsache das Etikett klebt. Wahrheit ist schließlich nur eine Frage der Pressekonferenz.
Und genau hier beginnt die Panik. Denn was gestern noch als exotisches Schicksal eines lateinamerikanischen Staatschefs galt, wirkt heute plötzlich erschreckend nah. In Brüssel fragt man sich hinter vorgehaltener Hand: "Wenn sie ihn holen konnten – warum nicht uns?"
Die Sitzungssäle riechen nach Angstschweiß und Doppelmoral. Jeder EU-Politiker prüft unauffällig, ob sein Reisepass noch gültig ist und ob man „abweichende Meinung“ vielleicht doch besser als „Missverständnis“ umetikettiert.
Ausgerechnet Donald Trump spielt dabei den unerwünschten Chorführer und ruft aus der Ferne: Europa, ihr habt ein Problem mit Meinungsfreiheit! Entrüstung brandet auf – nicht, weil es falsch wäre, sondern weil es jemand Falsches sagt. Der Inhalt wird ignoriert, der Absender verteufelt. Bewährte Strategie: Spiegel zerbrechen, dann sieht man sich selbst nicht mehr. Eine Strategie die sie alle vom grossen Meister Trump, (oder sollte man sagen "vom grossen Führer"?) abgeschaut haben.
Währenddessen klammert sich das Europäische Union-Kasperltheater an seine Narrative wie ein Ertrinkender an Styropor. Werte hier, Demokratie dort – aber bitte nur innerhalb der genehmigten Lautstärke. Wer lauter denkt, gefährdet den Konsens. Wer fragt, gilt als Störer. Und wer stört, nun ja … siehe Maduro. Oder besser: das, was offiziell nie passiert ist.
Als Bonusnummer geistert noch Grönland durch die Manege. Sollte er es sich „einverleiben“, würde man in Europa vermutlich Beifall klatschen – nicht aus Überzeugung, sondern aus purer Erleichterung, diesmal nicht selbst auf der Abholliste zu stehen. Solidarität ist flexibel, Prinzipien dehnbar, Angst hingegen sehr konkret.
Die Stunde hat also tatsächlich geschlagen. Nicht für Mut, nicht für Wahrheit – sondern für Panik hinter Panzerglas. Die EU-Politiker wissen nun: Das Drehbuch, das man anderen schrieb, könnte schneller Realität werden als jede Pressemitteilung.
Und plötzlich ist Meinungsfreiheit kein abstrakter Wert mehr, sondern eine Sicherheitsfrage. Mal sehen wer der nächste ist? Merz?
in diesem Sinne ...