Kalter Krieg im russischen Spitzensport!

Nun haben sie es also geschafft: Russland wurde für vier Jahre gesperrt, darf an keinen Spielen teilnehmen.

https://www.derstandard.at/story/2000112043624/wada-sperrt-russland-fuer-olympische-spielen

Wer "sie" sind, kann man sich vorstellen, sie, die anderen, die ewig mit Russland im Clinch liegen.

Ich kannte einmal eine Russin, die Sport gemacht hat. Sie war unglaublich diszipliniert und hart zu sich selbst. Nein, gedopt hat sie nicht.

Was an den Doping-Geschichten stimmt und was nicht, kann ich nicht beurteilen. Doch nach kurzem Einlesen in die gegenständliche Sache bekam diese augenblicklich eine schiefe Optik. Es geht um eine Person, einen Mann, nämlich Grigorij Rodtschenkow. Er ist jener Whistleblower, Schwätzer oder Lügner, der im Mai 2016 zugegeben haben soll, dass er 2014 als Leiter des Moskauer Antidoping-Labors in Sotschi positive Dopingproben russischer Athleten auf Anordnung des Staats vertuscht habe. Fünfzehn russische Medaillengewinner der Spiele in Sotschi sollen gedopt gewesen sein. Die US-Justiz, das IOK und die Wada nahmen daraufhin Ermittlungen auf.

So weit - so gut. Die New York Times hing sich sofort dran.

Wer ist dieser Rodtschenkow? Wiki beschreibt ihn:

Rodtschenkow wurde 2006 Leiter eines Moskauer Laboratoriums, dem Anti-Doping-Zentrum. Gegen ihn und seine Schwester, die Läuferin Marina Rodtschenkow, wurde im Jahr 2011 wegen illegalen Verkaufs von Drogen ermittelt. Laut Behauptung des staatlichen Propagandasenders 360tv wurde Grigori Rodtschenkow im März 2011 nach einem Selbstmordversuch ins Krankenhaus eingeliefert; vor Gericht wurde eine schizotypische Persönlichkeitsstörung geltend gemacht, die durch Stress verschärft werde. Vorwürfe gegen ihn wurden schließlich fallen gelassen, aber seine Schwester wurde verurteilt und zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt.

Die Fachwelt sagt dieses: Menschen mit einer schizotypischen Persönlichkeitsstörung haben ein tiefgreifendes Defizit bei den zwischenmenschlichen Beziehungen und ihren sozialen Fähigkeiten. Außerdem zeigen sie Eigentümlichkeiten in ihrem Verhalten, im Denken und bei der Wahrnehmung.

Von einem mehr oder weniger psychisch kranken Menschen hängt also der Erfolg des russischen Spitzensports ab?

Rodtschenkow bekam Angst um sein Leben und flüchtete in die USA. Wohin denn sonst? Man kann ihm nur raten, auch in den USA zu bleiben!

Der Fall Rodtschenkow wurde mittlerweile verfilmt und ist auf NETFLIX zu bestaunen.

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Don Quijote

Don Quijote bewertete diesen Eintrag 09.12.2019 21:59:31

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