In den letzten Jahren erlebt man mehr und mehr, dass etliche Menschen der Realität entfliehen wollen.

Immer mehr Menschen trinken regelmäßig, um herunter zu kommen. Mehr und mehr Menschen nehmen Drogen, Psychopharmaka und psychoaktive Substanzen, um sich mal 6-72 Stunden von den Sorgen zu befreien. Liegt es tatsächlich daran, dass die Gesellschaft verweichlicht oder können immer mehr Menschen die Realität, die Normen, die Werte, das Miteinander und die schnelllebige Welt nur deshalb im Rausch ertragen, weil wir uns wirklich von dem Mensch sein entfernen und die Realität, der Druck und Egoismus schlichtweg scheiße ist und die Menschen es nur noch durch eine Glitzerwelt schaffen, ihr Leben mal ganz schön zu finden.

In den letzten Jahren hat die Verfügbarkeit von neuen psychoaktiven Substanzen rasant zugenommen. Vorwiegend werden diese meist synthetisch hergestellten Substanzen als Research Chemicals oder Legal Highs bezeichnet. Diese werden über das Internet vermarktet, da sie bislang noch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Aber auch „alte Drogen im neuen Design“ wie Methamphetamin oder Crystal verbreiten sich in einigen Regionen sehr schnell und ziehen neue und veränderte Konsummuster nach sich. Rein statistisch wird Crystal zwar überwiegend in den Bundesländern in der Nähe der tschechischen Grenze konsumiert, allerdings liegen mittlerweile erste Erkenntnisse vorm dass auch in Norddeutschland (z.B. Kiel) Cystal verstärkt konsumiert wird. Mag die Brisanz der Thematik in Schleswig-Holstein noch nicht so dringlich erscheinen, machen aktuelle Studienergebnisse deutlich, dass die unterschiedlichen Konsummotive und -muster für den Missbrauch dieser Droge eine große Herausforderung für die Suchthilfe und -prävention darstellen. Ein neuer Sex-Trend schwappt nach Europa: Der sogenannte "Chem-Sex". Vollgepumpt mit chemischen Drogen feiern immer mehr Menschen tagelange Sex-Orgien – mit schrecklichen Folgen und immer mehr Drogen-Opfer müssen sich in eine Klinik einweisen lassen. Unter dem Einfluss von Crystal Meth feierten sie wilde Sex-Partys.

Aber nicht nur der Konsum in der Freizeit hat zugenommen, sondern ebenso liegt es mehr und mehr im Trend, auch während der Arbeitszeit, Drogen zu konsumieren, um eine Leistungssteigerung zu erzielen.

Der Stress im Büro ist für viele kaum noch auszuhalten. Aber durch einen neuen Trend, gehen viele nicht mehr in die Luft, sondern man greift eben zur Droge. 800.000 Beschäftigte in Deutschland tun dies regelmäßig. Diese Meldung und Auswertung einer Studie stellt doch einen Zusammenhang zwischen Überforderung, Wertewandel und Burnout dar. Lieber wird eine Pille zur Leistungssteigerung eingeworfen, als den Irrsinn zu wagen, grundsätzlich alles in Frage zu stellen, was gegenwärtig in unserer Wirtschaft und Gesellschaft passiert. Wir sehen immer mehr die High Potentials, die sich zielstrebig die unlauteren Methoden des Karrierebastelns aneignen oder mit den Ellenbogen den Chefsessel erklimmen und als ADD on gilt die schweigende Mehrheit, die destruktiv dem Wochenende entgegenfiebert und das ab Montag beginnend.

Die Leistung oder Laune mit Medikamenten auf Trab zu bringen, liegt absolut im Trend. Sechs von zehn Beschäftigten würden hin und wieder Mittel zu sich nehmen, die ihnen eine Leistungssteigerung versprechen. Was von Apothekern mangels Rezept nicht organisiert werden darf, beschafft man sich in einem Mausklick im Internet. Knapp eine Million Menschen werfen regelmäßig chemische Muntermacher ein.

Mit chemischen Keulen gegen den Stress

Die Geschmäcker sind verschieden und während Männer ihren Akku aufladen und wieder voll einsatzfähig werden, restaurieren Frauen dank der Pillen ihre Stimmung und das Selbstvertrauen auf.

Faselnd wird hier und da von Arbeitsverdichtung gesprochen, nicht aber von den Muntermachern wie Alkohol, Koffein oder Koks Psychopharmaka, die eigentlich gegen fortschreitende Demenz verabreicht werden, werden häufig griffbereit in die Schublade gepackt. Die Studienerkenntnisse sind so bedenklich, dass es eigentlich dringend an der Zeit ist, dem sinnlosen Pillenverzehr ein Ende zu setzen. Aber und da haben wir gegenwärtig das Problem im Kern, es gibt immer wieder Menschen, die Pausen und Offline Zeiten als mutwillige Arbeitsverweigerung verstehen. Die Pharmaindustrie, sowie die Pillen jeglicher Art schaden dem Körper und der Psyche erheblich, ebenso wie Alkohol. aber und da liegt der Hund ja begraben, die Pharmaindustrie möchte ja weiter so gut verdienen.

Molly ist ein anderer Ausdruck für MDMA und auch bekannt als Ecstasy. Laut Experten ist diese Substanz beim Verkauf jedoch nicht mehr so rein. Diese Droge wird normalerweise in Clubs oder bei Konzerten verkauft und eingenommen. Die Hersteller mussten keine klinischen Versuche machen und der Zwischenhändler weiß ebenfalls nicht, was die Droge bei jemandem bewirkt und derjenige, der sie einnimmt, weiß erst recht nicht, was er sich mit der Droge antut. Das fatale ist dass Drogen oft „eigentlich andere Substanzen enthalten, die dem Menschen erheblich schaden. Darunter kann sich Ephedrin, eine Stimulanz, Dextromethorphan, Ketamine, Koffein, Kokain, Methamphetamin, oder, wie seit kurzem, synthetisches Cathinon befinden auch bekannt als Badesalz.

Diese Substanzen allein sind bereits hochgiftig und können vermischt mit MDMA richtig gefährlich sein. Diejenigen, die wissentlich oder unwissentlich solche Mixturen mischen und zusammen mit Marihuana oder Alkohol einnehmen, setzen sich unter Umständen noch höheren gesundheitlichen Risiken aus

In Reinform wird MDMA gewöhnlich in Kapseln verkauft und hält 3 bis 6 Stunden an.

Kräutermischungen, Badesalz und Crystal Meth bereiten Drogenfahndern und Jugendschützern schon seit längerem Kopfzerbrechen. Sorgen verursacht nach wie vor Crystal Meth, das extrem schnell süchtig macht. Nervenzellen im Gehirn werden schädigt und der Körper zerfällt. Auch sogenannte neue psychoaktive Substanzen sind im Trend. Die Zahl der damit verbundenen Todesfälle stieg stark an.

Diese Substanzen werden verharmlosend als Badesalz oder Kräutermischungen verkauft, meist übers Internet. Verkäufer preisen sie gerne als legale Mittel zur Lebensbereicherung und Stressbewältigung an. Experten warnen jedoch, diese "Legal Highs" könnten zu Psychosen, Kreislaufversagen und gar zum Tod führen.

Im Jahr 2015 stieg die Gesamtzahl erstmals registrierter Konsumenten harter Drogen um fast vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei griffen die Personen vor allem auf Betäubungsmittel wie Amphetamin zurück, aber auch Heroin und Kokain wurden vermehrt eingenommen.

Seit 2010 steigt die Zahl der erstmals registrierten Konsumenten synthetischer Drogen kontinuierlich an. Allein die Fälle von polizeilich erfassten Crystal-Erstkonsumenten gingen das erste Mal seit der Erfassung zurück. Einen Hinweis auf ein wachsendes Problem im Zusammenhang mit synthetischen Drogen sieht die Drogenbeauftragte außerdem in der Kriminalstatistik. Danach stieg die Zahl der Delikte, die unter Einfluss von Amphetamin begangen wurden, um elf Prozent – ein neuer Höchstwert.

Besorgniserregend sind die Zahlen zu Drogentoten: Im Jahr 2015 wurden 1226 drogenbedingte Todesfälle polizeilich registriert. Das ist ein Anstieg von fast 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr, vor allem in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland stieg die Zahl der Fälle. Gemessen an den Todesfällen pro 100.000 Einwohner waren wie im Vorjahr Berlin, Hamburg und Bremen am stärksten betroffen.

Die Tendenz ist erkennbar, weg von der Realität hin zum Rausch.

Wenn mit unserer Gesellschaft alles stimmen würde, würden diese Trends bei der Arbeit, sowie in der Freizeit nicht so erheblich zunehmen. Der Fokus liegt auf der Bekämpfung von Auswirkungen, statt die Ursachen zu betrachten. Jeder hat Angst zu versagen und haut sich deshalb eher eine Pille rein, bevor er dem Druck und den Konformitäts- und Leistungserwartungen nicht standhält.

Immer mehr Menschen sind psychisch krank oder leiden unter Suchterscheinungen. Kurswechsel des Egoismus und Ellenbogendenkens wäre erforderlich, ebenso wie eine Grenze an Leistungserwartungen, denn ansonsten wird die Zahl der Erkrankten in den nächsten 20 Jahren noch drastisch zunehmen und die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen in dieser Welt und mit ihrer Gesundheit ja eigentlich noch 50 Jahre Höchstleistung erbringen. Mit Pillen und Fairytale Wonderland wird das aber eher kurzfristig helfen. Nach und nach kann man eine Leistungsreduktion, Konzentrationsschwierigkeit und vieles mehr erkennen und damit bringen wir die Gesellschaft und Wirtschaft bestimmt nicht nach vorne! Wir müssen aussteigen aus diesem Hamsterrad der Arbeitsverdichtung und das besser heute als morgen. Bedient euch eures eigenen Verstandes und lasst euch nicht von Erwartungen, die unmenschlich sind, zerstört. Übernehmt Eigenverantwortung für Euer Wohl, Euer Chef und die Gesellschaft wird es nicht tangieren, wenn ihr weg brecht, also schützt euch selbst vor der "Unersättlichkeit" der Erwartungen unserer Gesellschaft und definiert Euren eigenen Werte.

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Maria Lodjn

Maria Lodjn bewertete diesen Eintrag 23.08.2016 08:45:28

G. Szekatsch

G. Szekatsch bewertete diesen Eintrag 22.08.2016 17:27:44

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