Ich bin gegen Krieg, weil ich gegen jegliche Art von Krieg bin. Traurig, es extra betonten zu müssen. Alle sollten so empfinden. Ich mag es nicht, Menschen zu quälen, zu erdolchen, zu köpfen, zu bombardieren, aufzuschlitzen, Köpfe einzuschlagen oder zu erschießen. Das geht gegen mein Gefühl, ich bin da Anti-soldatisch, Anti-mörderisch, anti-kriegerisch, Anti, Anti …

Jeder Mensch trägt ein ganzes Universum in sich, sieht Sonne, Sterne fühlt Liebe und leider auch Hass. Eine Million oder mehr solcher Welten mit einem Schlag zu vernichten, ist eine unvorstellbare Grausamkeit.

Der Mensch ist eine Bestie, ist das einzige Tier, was bereit ist, aus Langeweile oder Übermut, sich selbst zu vernichten. Kein Mensch, keine Regierung sollte so viel Macht besitzen, über die Auslöschung einer Bevölkerung oder sogar über das Leben auf diesem Planeten zu verfügen.

Krieg ist das Niederträchtigste, was der Mensch begehen kann. Krieg beinhaltet sämtliche Verbrechen, sämtliche Gemeinheiten, die man sich vorstellen kann. Selbst Vergewaltiger oder Serienmörder wirken harmlos dagegen, was der Krieg mit den Menschen und der Umwelt anrichtet.

Deswegen bin ich:

– gegen Putin, der einen souveränen Staat, wie Ukraine überfällt, der junge Menschen in den Tod schickt, um andere Menschen töten zu lassen. Er ist der Hauptverursacher dieses Blutvergießens. Und weil Krieg das Widerlichste ist, ist auch er ein Widerling.

– Ich bin gegen die Verlogenheit der westlichen Staaten. Seit den Neunziger Jahren schwillt der Konflikt um die ehemalige Sowjetrepublik Ukraine. Die NATO beabsichtigt seit Längerem sich gen Osten, hin an die Grenzen Russlands auszuweiten. Die NATO Staaten haben diesen Krieg mit provoziert. Es wäre, wenn die NATO es gewollt hätte, nicht zu diesem Krieg gekommen. Und weil sie einen widerlichen Krieg mit provoziert haben, sind sie, wie auch Putin Widerlinge.

– Ich bin gegen Selenskyj. Statt seinen Arsch an den Verhandlungstisch zu begeben, macht er lieber Selfies als Kriegsheld und treuer Ehemann. Sein Volk darf hingegen verrecken. Es sollte seine Aufgabe sein, unter allen Umständen Friedensverhandlungen herbeizuführen, um damit Leben zu schützen. Und weil er und die ukrainische Führung nicht gewillt sind, die ukrainische Bevölkerung zu schützen, sondern den Krieg weiterzuführen, sind auch sie widerlich.

– Ich bin gegen Waffenlieferung in Kriegsgebiete, weil Waffen keinen Frieden, sondern noch mehr Elend schaffen. Die Rakete, die auf dem Boden Polens zerschellte, ist Beweis genug dafür. Fast hätte es einen Weltkrieg ausgelöst.

– Ich bin gegen die Verlogenheit der US Regierung, die so tut, als seien sie die Engel auf Erden. Dabei werden in ihrem Land Kriegsverbrecher, wie der frühere Präsident George Bush, der ohne Grund den Irak überfielen ließ, als anständiger Politiker und liebender Vater hofiert. Und weil die US Regierungen in der Vergangenheit Kriege führten, weil sie die Ersten waren, die Atombomben über Wohngebiete abwarfen, Leid und Elend verursachten, weil sie über so viel Vernichtungspotenzial verfügen, die Erde in die Luft zu sprengen – gehören sie genauso in die Gruppe von Widerlingen.

– ich bin gegen die Doppelzüngigkeit jener Rechten und Putinfreunde, die Flüchtlinge gerne im Mittelmeer ertrinken lassen und sich jetzt als Kriegsgegner positionieren. Soll man ihnen Glauben schenken, sie seien gegen das Töten? Nein, auch sie sind widerlich.

– Ich bin nicht gegen Krieg, weil sich dadurch die Gaspreise erhöhen. Ich bin gegen Krieg, weil ich gegen das Töten bin. Ganz einfach. Ich bin parteiisch, meine Partei heiß Leben.

Mein inneres Zentralkomitee wünscht sich, und zwar einstimmig, dass die ehemaligen lockeren Rebellen ihren Arsch hochkriegen, auf die Straße gehen und aus voller Kehle schreien:

„DAS MACHE ICH NICHT MEHR MIT! HAB IHR ALLE DEN VERSTAND VERLOREN?“

Auf was wartet ihr noch? Gestern wäre es fast so weit gewesen. Der Supergau wäre eingetreten. Du wärest aufgestanden, Mutti, Opa und all die Kinder hätten leblos auf dem Boden gelegen. Verschlafen hättest „Huch!“ gesagt, wolltest aus dem Fenster blicken, aber draußen hätte es weder Sonne noch Leben gegeben. Kein Sex, keine Schokolade, keine lachenden Möwen, keine bellenden Hunde mehr. Das alles ist wirklich nicht mehr schön.

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Ich mag doch keine Fische vergeben
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Claudia56

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