Vor kurzem bin ich auf ein interessantes Interview mit einem Tierrechtler gestoßen. Ein Interview, das mich sprachlos zurückließ. Experten zufolge gibt es allein in Deutschland zwischen 10.000 und 15.000 Menschen, die sich in "dieser Szene" bewegen. Gemeint ist die Sodomie-Szene. Die Dunkelziffer ist deutlich höher, in kaum einem anderen Bereich ist sie so hoch. Es gibt also Menschen, die sich im Internet ansehen, wie Tiere vergewaltigt und geschändet werden. Und es gibt noch viel mehr Menschen, die mit ihrem Haustier – auf welche Art auch immer, ich erspare euch die Details – Verkehr haben, sexuellen Verkehr. Für mich abscheulich und nicht nachvollziehbar. Sehr schlimm, wenn Tierhalter dann auch noch meinen, der Hund habe ja "Spaß" daran und würde sich nicht widersetzen. Widersetzen sich denn Kinder?! Diesen Menschen kann ich nur sagen: Wenn Sexualität nicht auf Augenhöhe stattfindet, nicht auf der selben Ebene, nicht ebenbürtig, dann handelt es sich ganz klar um Missbrauch. Darüber sollte man nicht erst diskutieren müssen.

In vielen Fällen machen sich Menschen keine Gedanken, ob und wie sie dem Tier schaden. Tiere werden Zuhause, auf illegalen Treffen, in Ställen oder in Tiersex-Bordellen geschändet. Ich habe hier einige Berichte, die zeigen, wie schlimm die Situation tatsächlich ist: Bauern, die ihre Schafe oder Ziegen schänden, Katzen, die vergewaltigt werden etc – alles offenbar kein Problem. Denn die Strafen sind bei diesen Vergehen so lächerlich gering (oft keine 50 oder 100 Euro), dass sich keiner Sorgen machen muss, ein Tier zu quälen.

Was ich mich, solche Beiträge lesend, frage: War der Mensch schon immer so degeneriert? Nur, dass man früher nicht darüber sprach?

Sodomie hat offenbar Tradition. In Indonesien zum Beispiel werden Orang-Utan-Mütter getötet, um ihren Nachwuchs an Tierbordelle zu verkaufen. In der WELT-Zeitung heißt es: Sie werden als Gogo-Girls eingesetzt, als Sexsklaven gehalten und auf Märkten gehandelt: Orang-Utans in Südostasien.

In anderen asiatischen Ländern werden auch Hühner, Fische, Mäuse und kleine Schlangen missbraucht, von denen einige teilweise noch beim Sexualakt getötet werden, um die orgastische Stimulation durch die Todeszuckungen zu intensivieren. Ist das nicht krank?

Wir Europäer sind leider nicht besser. Noch bis vor kurzem gab es legale Tierbordelle in Dänemark. Sex mit Tieren war lediglich verboten, wenn das Tier „nachweislich gelitten hat”. In der Praxis wohl kaum nachweisbar, da die geschändeten Tiere schlecht vor Gericht aussagen können. Und in Deutschland wurde Zoophilie erst 2013 als Ordnungswidrigkeit in das deutsche Tierschutzgesetz aufgenommen – nach massivem Druck vieler Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen. Trotzdem müssen Tiere weiter Missbrauche erdulden, rund 85 Prozent der zoophilen Kontakte entfallen auf Pferde und Hunde.

Was tun?

Nachdem die Strafen in diesem Bereich wie oben erwähnt lächerlich gering ausfallen, finde ich es gut und sinnvoll, dass TäterInnen nach erwiesener Schuld öffentlich bloßgestellt werden. In den USA gab es immer wieder Internetseiten, die verurteilte TäterInnen beim Namen nennen. In diesem Bereich würde ich es genauso handhaben. Warum sollen Tiere keine Rechte haben? Ich sehe das nicht ein!

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