A wunderbares österreichisches Wort für Leut, bei denen ka G’schicht lang dort bleibt, wo’s hingehört.
Und was ma net weiß, wird ergänzt.
Die gewöhnliche Tratschgurn is dabei eh noch relativ harmlos. Die weiß halt gern, wer mit wem, warum, seit wann und überhaupt. Und wenn’s nix weiß, dann hat’s zumindest a Vermutung.
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Danke!
Interessanter wird’s bei jener Unterart, die mit’m Tratschen allein nimmer auskommt.
Die muss nachstierln.
Da wird g’stichelt, g’bohrt und nachgetreten. Da wird a Satzl herausgeklaubt, a Wort umdraht und so lang dran herumgezupft, bis sich endlich wieder was findet, worüber ma sich echauffieren kann.
Ob’s Neid is, Missgunst oder einfach der Drang, andere kleiner zu machen, damit ma selber a bissl größer ausschaut – wer weiß.
Und wehe, die Tratschgurn fühlt sich ogrührt.
Dann wird aus der Tratschgurn nämlich ganz schnell a Wadlbeißerin.
Dann beißt’s si fest.
Und lasst nimmer aus.
Des is a Verhaltensmuster.
Ganz allgemein.
Und irgendwo fangt plötzlich wer zum Bellen an.
Dann weiß ma:
Ogrührt hat’s wen.