Ulrich SSiegmund hat sich mit einer Aussage selbst entlarvt, die in Deutschland eigentlich undenkbar sein sollte: Er fordert militärische Ausrüstung, um Abschiebungen durchzusetzen. Damit stellt er nicht nur die Menschenwürde infrage, sondern auch die Grundfesten unserer Demokratie. Der Einsatz von Militär im Inneren und die Aufrüstung der Polizei mit militärischem Gerät sind Bilder, die wir nach 1945 nie wieder sehen wollten. Sie erinnern an Zeiten, in denen Gewalt und Unterdrückung staatliche Praxis waren – eine dunkle Vergangenheit, die wir überwunden glaubten.
Doch die AfD zeigt mit solchen Forderungen, wohin sie will: in eine militärisch geprägte, autoritäre Gesellschaft. Eine Partei, die Abschiebungen mit Waffengewalt durchsetzen will, betreibt eine Politik der Einschüchterung und Spaltung. Das ist kein Zufall, sondern Programm. Die AfD setzt auf Härte, Ausgrenzung und die systematische Aushöhlung demokratischer Werte. Wer jetzt noch behauptet, er habe nicht gewusst, was auf dem Spiel steht, verschließt die Augen vor der Realität.
Die militaristische Rhetorik der AfD ist kein Randphänomen, sondern ein zentraler Bestandteil ihrer Ideologie. Sie will einen Staat, in dem Gewalt als Mittel der Politik akzeptiert wird – ein Albtraum, den wir uns nicht noch einmal leisten dürfen.