“Kritik am Islam ist nur Voreingenommenheit”

Ich würde gern wissen, welcher Hanswurst diese ungehörigen Worte in den Mund genommen hat. Als Verächter des Christentums fallen mir etliche Eigenschaften und Dogmen des Christentums ein, welche ich schädlich und verachtenswert finde. Folglich ist es richtig, diese Eigenschaften zu kritisieren. Wenn ich diese Eigenschaften die ich am Christentum kritisiere bei dem Islam wiederfinde und folgerichtig diese Eigenschaften auch am Islam kritisiere, ist dies plötzlich “Voreingenommenheit”? Wenn man diesen Gedanken weiterdenkt, dann wird man feststellen, dass die man auch keine andere Religion kritisieren kann ohne, dass man den Islam mit verächtlich macht, da er einige Eigenschaften dieser Religion eventuell gemeinsam hat, und somit eine “islamophobe Voreingenommenheit” praktiziert. Wenn ich zum Beispiel die christliche anthropozentrik kritisiere, so kritisiere ich auch die Islamische, da das christliche und das islamische Postulat, welches dazu dient das Unrecht gegen Nichtmenschen zu rechtfertigen, identisch ist.

“Der Islam ist eine Religion des Friedens, der Toleranz und der Barmherzigkeit”

Zunächst einmal eine Frage vorweg: Kann es sein, dass dieser Satz nicht bedeutet, dass von Muslimen Frieden, Toleranz und Barmherzigkeit praktizieren, sondern dass den Muslimen Frieden, Toleranz und Barmherzigkeit ohne Gegenleistung entgegenzubringen ist? In dieser hin ist die Phrase “Der Islam ist eine Religion des Friedens der Toleranz und der Barmherzigkeit” so zu deuten, dass jeder Nichtmuslim den Muslimen Frieden, Toleranz und Barmherzigkeit entgegen zu bringen hat. Doch mit dieser Frage lasse ich sie allein, und wende mich lieber den ach-so-guten Eigenschaften zu, die dem Islam nachgesagt werden.

Was ist Frieden? Frieden - das ist ein leeres Wort, und alle tun so, als ob Frieden ein garant für Moral sei. Aber dem ist nicht so. Frieden bedeutet nur, dass es keinen Krieg gibt, keinen Kampf - aber er bedeutet eben nicht, dass die Welt in dem Maße in Ordnung ist, dass das Verhalten der Menschen (insbesondere das alltägliche Verhalten) mit der Moral in Einklang steht, wobei wiederum zu fragen ist, ob, und welche Moral über den Menschen aufgehängt ist. So bedeutet Frieden nicht, dass es keine Sklaverei gibt. So bedeutet Frieden nicht, dass der Mann die Frau nicht unterdrückt. So bedeutet Frieden nicht, dass der Mensch damit aufhört grausame und unmenschliche Strafen (teilweise selbst für Bagatelldelikte) zu verhängen. So bedeutet Frieden nicht, dass der Mensch damit aufhört millionen von Wildtieren mit waffengewalt zu massakrieren. So bedeutet Frieden nicht, dass der Mensch aufhört Tiere grausam in Arenen ab zu schlachten. So bedeutet Frieden nicht, dass der Mensch aufhört Tiere für grausame wissenschaftliche versucher heran zu ziehen. - Das alles ist Frieden!

Der Islam soll ja eine eine Religion des Friedens und der Toleranz sein, aber was ist Toleranz? Ich würde mal behaupten, dass es kein hässlicheres Wort gibt als das Wort “Toleranz”. Wo kommen wir hin, wenn man alles toleriert. Wo kommen wir hin, wenn wir Verbrechen und Unrecht tolerieren? Stellt euch vor, Russland annektiert die Krim, und alle tolerieren es. Stellt euch vor, Kakao- und Kaffee-Barone halten Sklaven, und alle tolerieren es. Man sieht: Toleranz bedeutet, nicht zu bekämpfen, was man als Unrecht erachtet. Man tut ja so, als wäre Toleranz ein Garant für Moral, aber dem ist nicht so. Die Yankees waren alles andere als friedlich und tolerant, aber sie waren Moralisch: sie waren gegen die Sklaverei. Die Sklaverei war ihnen ein Unrecht, und sie haben denjenigen, die sie praktizierten eine gesunde Intoleranz gezeigt, und in einem gewalttätigen Krieg gegen das sklavenhaltende - ergo unmoralische - Südländerpack das Unrecht “Sklaverei” beendeten. Wären sie tolerant gewesen, gäbe es die Sklaverei noch heute. Es wäre überdies ein blanker Hohn gewesen, wenn die Yankees aus Toleranz sich an der Sklaverei auch noch beteiligt hätten, also jene Mentalität an den Tag gelegt hätten, welche unsere heutigen “Linken” an den Tag legen.

“Der Islam ist eine Religion des Friedens und der Toleranz” - Und allein deshalb ist der Islam schon abzulehnen! Aber es gibt noch eine weitere Eigenschaft, die ihm bekanntlich angedichtet wird: Die Barmherzigkeit. Diese Botschaften der “Barmherzigkeit” wie auch der “Nächstenliebe” sind ein großes Unglück - sie verführen. Diese Begriffe sind Moral-Placebos. Sie sind leere Worthülsen. Nicht Barmherzigkeit oder Nächstenliebe, sondern Rechte braucht der Mensch: Das Recht auf Leben und Unversehrtheit, das ihm zugesichert wird. Dieses Recht kann er National oder International einklagen. Solche Begriffsgespenster wie Barmherzigkeit oder Nächstenliebe bedeuten lediglich, dass der Einzelne gegenüber einen beliebigen Anderen (bzw. jedem Anderen) Barmherzigkeit und/oder Nächstenliebe entgegenbringen soll; eine objektive Wertung fehlt allerdings, wie z.B. das Postulat von Rechten, die jeder Andere hat, die man nicht verletzten darf, bzw. dass die Verletzung der Rechte des Anderen per se als “böse”/”schlecht” zu werten ist. Sofern die unantastbaren Rechte der Menschen das Primat haben so ist an der Barmherzigkeit und/oder der Nächstenliebe zunächst einmal nichts auszusetzen (unter Vorbehalt versteht sich). Liegt das Primat aber bei der Barmherzigkeit und/oder der Nächstenliebe, und nicht bei den unantastbaren Rechten der Menschen, so kann ein Mensch jederzeit um seine Unversehrtheit oder sein Leben gebracht werden, ohne dass dies als “böse”, “schlecht” oder gar verboten (bzw. illegal) gehandhabt wird; lediglich wichtig ist hier, dass der Einzelne dem Gebot der Barmherzigkeit und/oder der Nächstenliebe nachzukommen hat. Habe ich noch zu sagen, dass die Nächstenliebe eben nur eine Nächstenliebe unter Bedingungen ist: Wie man von christlichen Theologen weiß, sind Nichtmenschen explizit von der Nächstenliebe ausgeschlossen - die Nächstenliebe ist nur auf eine klar umrissene Gruppe anzuwenden. Die Barmherzigkeit im Islam - ein theologisch ähnlicher Begriff in einer theologisch ähnlichen Religion wird, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit, eine ebenfalls klar umrissene Zielgruppe haben. Ob Nächstenliebe oder Barmherzigkeit, ob Christentum oder Islam, in beiden Fällen ist dieses Moralgespenst auf eine eingeschränkte Gruppe anzuwenden, oder anders gesprochen: von dieser Moral sind einige ausgeschlossen: Tiere. Man könnte diese Ausschlussklausel beliebig ausweiten, z.B. auf Frauen, die im Christentum bis ins 16. Jahrhundert als theologisch gesehen als Tiere galten und im Islam noch heute gelten; oder auf Sklaven, die in einer Moral, die Sklaverei rechtfertigt, als eine Art Menschen zweiter Klasse gehandhabt werden oder gar - gleich den Tieren - völlig rechtlos sind. Nicht zu unterschätzen ist auch der pittoreske Effekt der Begriffsmumien “Barmherzigkeit” und “Nächstenliebe”: emotional-wirksam und damit öffentlich wirksam kann man mit diesen Moralhülsen gegen jede Grausamkeit wettern (was oft von Theologen und theologischen Zusammenschlüssen gemacht wird, um sich zu Profilieren), aber in der Anwendung sind diese Moralhülsen wirkungslos - insbesondere, wenn diejenigen, die sich selbst zur Barmherzigkeit und/oder zur Nächstenliebe bekennen, Grausamkeiten durchführen (indem sie Scheiterhaufen anzünden, Hände abhacken, Steinigen; oder indem sie einfach zum Spaß Tiere abschlachten). Die Theologen sind pittoresk: die Öffentlichkeit sieht Gebärden lieber, als dass sie Gründe hört. Um hier nicht den Faden zu verliegen -- ich sprach davon, was es bedeutet, wenn das Primat aber bei der Barmherzigkeit und/oder der Nächstenliebe liegt, und nicht bei den unantastbaren Rechten der Menschen. Nun ist es aber so, dass das Primat der Barmherzigkeit und/oder der Nächstenliebe postuliert wird, wo immer man nur eben diese Begriffe in den Vordergrund rückt. -- In Formel: Der Islam ist eine Religion der Barmherzigkeit, -- folglich ist der Islam gegen das Primat der Menschenrechte.

“Der Islam lehrt und lebt die Religionsfreiheit”

Hier ist wieder die Frage zu stellen, wie diese Phrase gemeint ist: Räumt der Islam anderen Religionen oder dem Atheismus die Religionsfreiheit ein? Oder nimmt er sie nur in Anspruch? Die Religionen verkünden die Religionsfreiheit immer dann, wenn sie in der Minderheit sind, und zwar deswegen und nur deswegen, weil sie diese Religionsfreiheit in Anspruch zu nehmen gedenken. Auch hier lasse ich sie wieder mit dieser Frage allein und wende mich dem den Wort Religionsfreiheit zu. Was ist Religionsfreiheit? Das Recht, Irrlehren zu glauben und zu verbreiten. Das klingt zunächst in dem Kontext gut, dass die Kirche einst ihre Lügen und ihre unverschämte Hybris als unumstößliche Wahrheit geltend gemacht hat, und ihrerseits abweichungen von ihren ach-so-wahren Lügen als “Irrlehren” verfolgte. Richtig wäre, dass man die wahren Irrlehren, die christlichen, mit derselben Schärfe verfolgt, mit der Kirche zu ihrer Zeit die Heiden und Ketzer verfolgte. Damals war ein großer Wunsch der Menschen, sich entscheiden zu dürfen, ob sie der Kirche ihre “Wahrheiten” abkaufen, oder auch nicht. So gab es im Rahmen der Aufklärung, neben der Loslösung von Gott auch die Einführung der Religionsfreiheit, welche es den Menschen nun - zumindest auf dem Papier - ermöglichte, zu wählen, ob sie gläubig sein wollen oder nicht. Nachdem ein wüster Kampf zwischen den Kirche und ihren ekelhaften Lehren und “Wahrheiten” und den knallharten Atheisten, welche diese Kirchenlehren angriffen, gewütet hat, und vielleicht auch, nachdem das Christentum nun weitestgehend geschlagen war, die Kirchenlehren zu Irrlehren deklariert waren blieb dem Christentum nichts anderes übrig, als sich die einst so verhasste Religionsfreiheit zu greifen, um sie als Schutzschild zu gebrauchen. Was den Islam angeht, so nimmt er die Religionsfreiheit auf jeden fall in anspruch, um sich zu etablieren; ob der Islam anderen Religionen die Religionsfreiheit gewähren würde wage ich zu bezweifeln -- aber was auf jeden Fall feststeht ist der Alleinanspruch des Islam, der auch im Christentum zu finden ist. Wie der Ägyptologe Jan Assman bereits festgestellt hat, sind Monotheistische Religionen dafür prädestiniert “Gegenreligionen” zu sein, die mit der “Wahrheit” die sie verkünden immer auch ein Gegenüber haben, welches sie verteufeln und denunzieren und verneinen. Solche Religionen bestreben es auf bigotte weise, ihre Lehren gegen andere durchzusetzen - friedlich oder militant.

“Der Islam gehört zu Deutschland”

Der Islam gehört zu Deutschland? Allerdings, der Islam gehört zu Deutschland: Deutsche schlachten pro Jahr 750 Millionen “Nutztiere”, massakrieren mit Waffengewalt pro Jahr 6 Millionen Wildtiere (was ja bekanntlich “Frieden” ist), setzen 2 Millionen Tiere pro jahr in Tierversuchen ein und töten weitere 700 Tausend im Rahmen von Tierversuchsprojekten zu wissenschaftlichen Zwecken. Oder, um auf den Punkt zu kommen: Die Behauptung, Tiere existierten dazu, um vom Menschen genutzt zu werden, da sie von einem Schöpfergott zu genau diesem Zwecke geschaffen worden seien, wie sie in Islam und Christentum verankert ist, findet hier ihre praktische Anwendung. Nun lässt sich mit Recht die Frage stellt, ob diese Behauptung nun islamischer oder doch bloß christlicher Herkunft ist. Es ist durchaus so, dass dieses Unrecht gegen Nichtmenschen auch dann bestehen würde, wenn der Islam nicht zu Deutschland gehören würde, da das Christentum schon zu Deutschland gehört. Gleichzeitig ist es aber so, dass dieses Unrecht auch bestehen würde, wenn der Islam zu Deutschland gehört, auch wenn das Christentum nicht zu Deutschland gehören täte. Es steht außer Frage, dass der Islam die Tierrechte genauso abschaffen würde, wie das Christentum die Tierrechte schon abgeschafft hat. Fraglich hingegen ist, ob sich der Islam damit begnügt die schon abgeschafften Tierrechte nochmals abzuschaffen oder etwas Anderes abschafft, was die Kirche noch nicht abgeschafft hat, bzw. etwas einführt, was das Christentum noch nicht eingeführt hat. Es deutet alles darauf hin, dass der Islam sich nicht damit begnügen wird, lediglich das, vom Christentum eingeführte Unrecht gegen Tiere zu bejahen, sondern ein neues Unrecht einzuführen. Dies könnte die Steinigung sein, die Straf-Amputation von Hand und Fuß, Todesstrafe für Homosexualität und Ehebruch, etc. sein. Der Islam ist gekommen um Schaden anzurichten, genauso, wie das Christentum Schaden angerichtet hat. Und tatsächlich, der Islam hat schon gewütet: Das Fällen von Justizurteilen in der Orientierung an der Scharia ist in Deutschland angekommen. Wann hängen also die ersten Homosexuellen an den Galgen, wann kommen die ersten Steinigungen, wann kommen die ersten Straf-Amputationen von Hand und Fuß… Richtete sich unsere christliche Unrechts-Kultur (oder besser Kulturschande) bisher nur gegen Tiere, so wird sie nun mit Unrecht gegen Menschen bereichert werden. Man könnte es auch mit folgend Worten umschreiben: “Wenn man Scheiße mit Scheiße bereichert, so erhält man noch mehr Scheiße.” In jedem Fall wird eines sicher sein: sollten wir in einem Kulturkampf das Christentum nun endlich beseitigen, so wird der Islam dessen Aufgabe übernehmen, die Behauptung weiter aufrecht zu erhalten, dass dazu Tiere existierten, um vom Menschen genutzt zu werden; also diese unverschämte Hybris, die Milliarden von unseren Mitgeschöpfen Leid und Qual beschert. Wenn das Projekt Tierrechte in Deutschland scheitern wird, der Islam wird daran Schuld sein! Und er wird auch daran schuld sein, wenn in Deutschland Zustände wie im Iran herrschen werden - und sie werden herrschen.

“Der Islam hat die Kultur Europas mitgeprägt”

Einst trug doch die Kirche die Schuld an der Behauptung, Tiere existierten dazu, um vom Menschen genutzt zu werden, da sie von einem Schöpfergott zu genau diesem Zwecke geschaffen worden seien; eine Behauptung, welche vielen Nichtmenschen unsägliches und unsinniges Leid gebracht hat. Allerdings heißt es: “Der Islam hat die Kultur Europas mitgeprägt” Und damit hat der Islam, der ja bekanntlich dieselbe unverschämte Behauptung vertritt, eine Mitschuld daran, dass sich diese Behauptung zum Leidwesen der Tiere verbreiten konnte. Was für ein Glück für die Kirche, denn geteilte Schuld ist halbe Schuld.

“Der Islam ist (nach dem OIC-Plan) ´integraler Teil der europäischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft´”

Der Islam ist ein integraler Teil der europäischen Vergangenheit: siehe oben. Übrigens wissen wir nun auch endlich, wo diese teuflischen Stierkämpfe herkommen, in denen ansonsten sanftmütige Tiere grausam abgeschlachtet werden. Ich meine, wenn sich so eine ungesunde Mischung aus Steinigung, Auspeitschung, Hand-Abhacken sowie tierfeindlicher Hybris zusammenbraut, so kann nichts anderes dabei herauskommen.

“Der Islam ist gut, er wird nur falsch verstanden”

Die Steinigung ist gut, sie wird nur falsch verstanden. Das Auspeitschen ist gut, es wird nur falsch verstanden. Das Handabhacken ist gut, es wird nur falsch verstanden…

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