Ausschnitt: Wahlplakat der AfD, 2024
Die Wahl in Sachsen-Anhalt beziehungsweise deren nicht sonderlich überraschender Ausgang schlägt derzeit zweifellos hohe Wellen in Politik, Medien und weiten Teilen der Gesellschaft. Manche werten das Wahlergebnis als Signal für den Beginn eines lange überfälligen Politikwechsels in Deutschland. Andere wiederum sehen nun umso mehr die "unsere Demokratie" in höchster Gefahr. Beide Fraktionen stehen sich zunehmend feindseliger gegenüber ... und übersehen dabei wie stets geflissentlich das Wesentliche. Namentlich die Entwicklungen, die hinter den Kulissen des absurden Politiktheaters seelenruhig weiter vorangetrieben werden. Ob massive Aufrüstung, ein sich stetig ausweitender (digitaler) Überwachungs- und Kontrollapparat, zunehmend rigidere Maßnahmen gegen jedwede Opposition, "Digitale ID" oder die immer weiter fortschreitende Demontage des Grundgesetzes — alle Zeichen deuten auf einen global zunehmenden Totalitarismus hin, unter dessen Regime es dann keine Rolle mehr spielen wird, welche Partei man wählt, welcher Religion oder Ethnie man angehört oder welche Meinung man vertritt. Einer der wenigen, die darauf seit langem hinweisen, ist der amerikanische Autor und politische Satiriker C.J. Hopkins, dessen aktuellen Beitrag ich nachfolgend übersetzt habe.
Von C.J. Hopkins, 9. September 2026 — deutsche Übersetzung von DeepThought
Ein weiterer Punkt für die Ethnonationalisten!
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Das stimmt, wie Sie sicherlich inzwischen schon gehört haben: Die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) hat am vergangenen Sonntag in Sachsen-Anhalt, einem der sechzehn Bundesländer Deutschlands, eine Wahl gewonnen. Sie haben überzeugend und mit überwältigender Mehrheit gewonnen – trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Tatsache, dass die etablierten Parteien eine "Firewall" der völligen Nichtkooperation mit ihnen aufrechterhalten haben, dass der Verfassungsschutz [in Sachsen-Anhalt; -DT] sie als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft hat und dass die Mainstream-Medien sie als "Nazis" bezeichnen.
Was sie ja auch sind, gewissermaßen … oder, okay, nicht im wörtlichen Sinne. Es gibt heutzutage keine "echten" Nazis mehr. Stattdessen gibt es Ethnonationalisten oder Identitäre, eine bestimmte Art von Neonationalisten, die von kultureller Identität und Rasse besessen sind und die man gemeinhin als "Nazis" bezeichnet. Man bezeichnet sie als "Nazis" … nun ja, aus vielen Gründen. Zum einen sind viele von ihnen ehemalige Neonazis, nehmen an Versammlungen neonazistischer Gruppen teil oder pflegen anderweitig freundschaftliche Beziehungen zu echten Neonazis. Außerdem skandieren einige von ihnen bei ihren politischen Kundgebungen Nazi-Parolen oder integrieren Nazi-Symbole in ihre Wahlkampfgrafiken … was natürlich alles nur zum Spaß ist.
Und dann gab es da noch jene Veranstaltung, an der einige von ihnen 2023 in der Adlon-Villa in Potsdam teilnahmen, bei der Martin Sellner, ein österreichischer Führer der Identitären Bewegung, der früher ein echter Neonazi war, seine Pläne für die "Remigration" nicht-arischer Menschen aus westlichen Ländern darlegte (an dieser Veranstaltung nahmen auch Mitglieder der CDU, der etablierten deutschen konservativen Partei, teil).
Sellners Lösung für das "Migrantenproblem" wurde von ethnonationalistischen Fanatikern in Europa, Großbritannien, den USA und anderswo aufgegriffen – und, wie allgemein bekannt ist, auch von Elon Musk, dem mit dem militärisch-industriellen Komplex vertraglich verbundenen Milliardär, der die Meinungsfreiheit buchstäblich rettete, indem er ein Konsortium aus Investmentfirmen, global-kapitalistischen Giganten und Mitgliedern des saudischen Königshauses zusammenbrachte, um Twitter zu kaufen, es in "Free Speech X" umzubenennen und in ein neo-goebbelsianisches, ethnonationalistisches Propagandaorgan zu verwandeln.
Natürlich machen sich Elon und seine selbsternannten PR-Leute den historischen Sieg der AfD über die "woken" globalistischen Eliten zunutze, die dunkelhäutige, Gruppenvergewaltigungen begehende Ausländer in den Westen importiert haben, um attraktive arische Frauen zu vergewaltigen, Menschen niederzustechen und die weiße Rasse auf andere Weise zu "ersetzen". Wie Mike Shellenberger in einem kürzlich erschienenen Artikel hervorhob, nachdem er ein Interview mit einem „führenden deutschen "Politikreporter" von "NIUS" geführt hatte – einem ethnonationalistischen Medienunternehmen, das einem deutschen Tech-Milliardär gehört –, würde ohne Elon niemand überhaupt etwas von diesen Ausländern wissen, die Gruppenvergewaltigungen begehen!
Aber im Ernst: Man muss Elon Musk, MAGA, der AfD und dem Rest der ethnonationalistischen Bewegung Anerkennung zollen. Die Leichtigkeit, mit der sie die Energie der "populistischen" Gegenbewegung gegen die Globalisierung, die etwa 2015 begann, aufgegriffen und in sinnlosen Rassenhass umgelenkt haben, ist wirklich beeindruckend, wenngleich auch wenig überraschend.
Ja. Globalisierung. Die global-kapitalistische Globalisierung. Die seit dem Ende des Kalten Krieges den Planeten stetig umgestaltet, nationale Grenzen auflöst, nationale Kulturen abbaut, Identität zur Ware macht, alles zur Ware macht und die Welt in einen einzigen großen supranationalen Marktplatz verwandelt.
Es tut mir leid, wenn ich einige meiner konservativen Leser verärgere, aber es sind nicht diese dunkelhäutigen, Gruppenvergewaltigungen begehenden Ausländer, die eure Grenzen auflösen, eure Kulturen auslöschen und euch "Wokeness" aufzwingen. Es ist der globale Kapitalismus, der das tut. Das tut er schon seit dreißig Jahren.
Und er wird damit weitermachen … weil er nichts anderes zu tun hat.
Die Ethnonationalisten werden ihm dabei helfen. Sie werden ihm dabei helfen, indem sie genau zu dem offiziellen Feind werden, den er im Moment braucht … zu dem Feind, vor dem er die "Demokratie verteidigen" muss, zu dem, den er braucht, um seinen totalitären Kurs fortzusetzen.
Wenn ihr nicht wisst, wovon ich rede … ihr werdet es noch erfahren, aber es könnte eine Weile dauern.
Ich werde versuchen, über die Ereignisse zu berichten und die Lage etwas klarer darzustellen, sobald sich die nächste Phase dieser Entwicklung abzeichnet. Ich habe gerade ein Buch fertiggestellt und hoffe, dass ich bald wieder regelmäßiger meine Kolumnen veröffentlichen kann. Allerdings muss ich diese Kolumne an dieser Stelle beenden und mir einen dieser Hitler-Haarschnitte zulegen.
Ich lebe ja immer noch hier in Deutschland, also muss ich mich anpassen!
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