Betr.: Punkteprogramm in China;

Zunächst konnte dem Punkteprogramm der Chinesen etwas abgewonnen werden als bekannt gegeben wurde, dass wer seine Mutter nicht besucht Minuspunkte bekäme und wer ehrenamtliche Tätigkeiten übernimmt Pluspunkte bekäme.

Nun werden natürlich mehrere Umstände bewertet als nur die beiden Genannten.

Zahlt wer seine Schulden nicht zurück oder geht wer bei Rot über die Strasse, oder ist einer mit dem Gesetz in Konflikt geraten ect., wird er als Vertrauensbrecher geführt und so auch behandelt.

Beispielsweise wird ein sogenannter Vertrauensbrecher von jemanden angerufen, so läuft zuerst ein Tonband ab wo informiert wird, dass man in Begriff ist mit einem "Vertrauenssprecher" Kontakt aufzunehmen. "Ein Vertrauensbrecher" darf beispielsweise nicht mit dem Flugzeug fliegen, nicht mit dem 200 kmh schnellen IC fahren und hat mit anderen Nachteilen zu rechnen.

Warum könnte man dies als Fehlentwicklung ansehen?

Wohl niemand wird freiwillig zum sogenannten Vertrauensbrecher. Es liegen meistens oder oftmals Defizite in der Person oder eine sonstige Notsituation vor in die man geschlittert ist aus der heraus schnell ein Fehlverhalten entstehen kann.

Sanktionierung kann bedeuten jemanden Schwachen, unverdient in eine noch schlimmere Situation zu bringen.

Das Punkteprogramm schließt demnach nicht aus, dass jemand den das Schicksal nicht gerade bestens oder beispielsweise in schlimmer Weise entgegen gekommen ist, in menschenrechtswidriger Weise zu stigmatisieren, auszugrenzen, letztlich anzufeinden und seiner Bürgerrechte zu berauben.

Es wurde in Erfahrung gebracht, dass in der Region wo das Punkteprogramm testmäßig angelaufen ist, Angst und Panik umzugreifen im Begriffe ist.

Wie man weiß isst Angst aber die Seele auf.

Kann das als klug angesehen werden?

Dort wo die Freiheit besteht auch mal eine Dummheit zu begehen und man die Möglichkeit zur Umkehr ergreifen kann ist ein angstfreieres Leben möglich.

Das Ziel der Chinesen die Bevölkerung zu anständigen Menschen zu erziehen wird wohl fehlgehen, denn auch der Denunziation bzw. Racheverhalten wird Tür und Tor geöffnet (siehe die steigende Anzeigenflut aus niederen Beweggründen an die Gestapo im dritten Reich).

Es handelt sich wohl um Auswüchse die nur totalitäre Systeme verstärkt hervorbringen, denn auch andere Staatensyteme sind vor solchigem nicht gefeit, aber eben nur in geringerer Art und Weise.

Ohne psychologische Überlegungen und tiefsinnige Einflechtungen in diese Richtung wird sich wohl die Sache ins Gegenteil verkehren und die Menschen werden nicht anständiger sondern ruchloser in der Handhabung andere zu vernadern und sie als Gegner wahrzunehmen.

Das Gebot anderen eher zu helfen als sie an den Pranger zu stellten, ginge wohl gegen die Devise wie es im Stück Willhelm Tell ("und bin ich erst droben, so zieh´ ich die anderen nach) angesprochen wird.

Die anderen nachzuziehen als sie weiteren Schwierigkeiten zuzuführen scheint doch viel eher geboten zu sein als einem Volk, im Fehlglauben etwas Gutes zu tun, die Daumenschrauben anzusetzen.

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Iris123

Iris123 bewertete diesen Eintrag 03.10.2019 10:02:31

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