Wir tanzen auf einem Vulkan und lügen uns in die Tasche. Die physikalische Realität lässt sich nicht wegdiskutieren: Wir plündern einen endlichen Planeten für eine Idiotie namens Endloswachstum.

Dieser Wahnsinn lässt sich in einem einzigen, unerbittlichen Satz zusammenfassen:

> Kapitalismus verlangt ein unbegrenztes Wachstum auf einem endlichen Planeten. Mathematisch gesehen ist das kein Wirtschaftssystem, sondern das Prinzip einer Krebszelle.

>

Genau wie ein bösartiger Tumor wächst dieses System rücksichtslos weiter, bis es den eigenen Wirt zerstört. Wer dieses Prinzip nicht bricht, kapituliert vor dem Untergang. Es ist nicht fünf vor, sondern längst nach zwölf. Wenn wir diesem unkontrollierten Wahn keine brutale Grenze setzen, steuern wir sehenden Auges auf den totalen Systemkollaps zu.

Die Konsequenzen dieses Raubbaus sind längst blutige Realität und kein dystopisches Szenario mehr. Überall entladen sich bereits die ersten Verteilungskriege um die letzten Reste dieser Erde. Im Sudan morden sich Menschen um schrumpfende Weideflächen; im Nahen Osten herrscht ein mörderischer Kampf um jeden Tropfen Wasser; und die globale Wirtschaft führt einen schmutzigen Krieg um Öl, Energie und die Kontrolle über die letzten Rohstoffadern.

Und während die Welt brennt, sitzt der wohlfette Wohlstandsbürger in seinem klimatisierten Wohnzimmer, schiebt die Verantwortung von sich und klammert sich an seinen Konsummüll. Doch die fatale Frage lautet: Was ist der Wohlstandsburger bereit, endlich aufzugeben? Solange er bequem auf Kosten anderer lebt und jeden Verzicht verweigert, rasen wir in die Katastrophe.

Ohne eine radikale Kehrtwende des privilegierten Westens sind die Konsequenzen unausweichlich: Massenmigration im biblischen Ausmaß, die komplette Erschöpfung der natürlichen Lebensgrundlagen und das unweigerliche Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen. Es wird keine Rettung in letzter Sekunde geben.

Wann und wo wollen wir die Grenze setzen?

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