Weihnachten – oder: Die Zeit der toten Bäume.

weil ich heute die ersten Lebkuchen dieses Jahr gekauft habe, finde ich diesen Text auch jetzt schon passend...

Kennt ihr dieses Märchen von dem kleinen Weihnachtsbaum,

der es gar nicht abwarten kann, groß genug zu sein,

um mit Lampen und Leckereien geschmückt in einem Wohnraum zu stehen?

Ich kann mich daran noch ganz genau erinnern.

Und daran, wie leid er mir tat,

als dann klar wird, dass diese kurze Zeit des Strahlens und Geschmücktseins

seinen baldigen Tod bedeutet.

Wir hatten zuhause daher keinen Weihnachtsbaum mehr,

auch wenn der Weihnachtsbaummarkt in Breforst lange einen festen Programmpunkt der Adventszeit darstellte.

Ich wollte keinen Baum töten.

Wir kauften irgendwann einen im Topf.

Der wurde dann irgendwann so groß,

dass er an Heiligabend nicht mehr durch die Balkontür passte

und so wurde er eben draußen geschmückt.

Und Lothar, der blöde Orkan, fällte ihn dann 2001.

Jedenfalls kann ich mir bis heute keine Weihnachtsbäume angucken,

ohne ein bisschen was wie ein moralisches Problem mit ihnen zu haben.

Versteht das irgendwer??

(Text ist von 2014.)

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G. Szekatsch

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