Vögel beginnen bereits zu brüten, erste Wildtiere sind schon geschlüpft. Gerade jetzt brauchen sie, vor allem in der Stadt, unsere Unterstützung. Allerdings sollte man hier immer das Gespräch mit den Nachbarn suchen, denn niemand hat eine Freude, wenn vom darüber liegenden Balkon Vogelkot herunterfällt. Hier gilt, dass ausschließlich geeignetes Vogelfutter verwendet wird. Wichtig ist, dass das Futter genügend Fett enthält, denn gerade ganz kleine Jungtiere benötigen ausreichend Nährstoffe. Bei Mangelernährung kann es bei Vögeln zu Missbildungen kommen. Im Sommer kann man die Fütterung ganz einstellen, da wird dann das Bereitstellen von Wasser und Wasserbädern wichtig.

Wiener Tierschutzverein

Vor allem in den vergangenen Jahren wurde der Rückgang von Insekten immer mehr zum Thema. Der größte Feind eines jeden Insekts ist ein englischer Rasen, deshalb lässt man an manchen Stellen im öffentlichen Raum Naturwiesen wuchern. Das wird meiner Meinung nach viel zu selten gemacht. Blumenrasen sind ideal, es wird im Handel gemischtes Saatgut angeboten, mit dem sich eine richtige Blumenwiese anlegen lässt. Ein guter Tipp ist das Anpflanzen von Gewürzkräutern. Salbei und Lavendel zum Beispiel blühen, das ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch nützlich beim Kochen und sie sind für Insekten sinnvoll.

Insektenhotels sind im städtischen Gebiet durchaus sinnvoll, aber auch hier sollte man sich unbedingt mit Nachbarn abstimmen oder Plätze, wie z.B. nahe an Kinderspielplätzen, vermeiden.

Im Garten ist ein Komposthaufen auf jeden Fall zu empfehlen. Der stinkt nicht, wenn er gut angelegt ist. Besonders wichtig ist, dass man bei der Gartenpflege nicht die chemische Keule auspackt, denn es werden noch immer Produkte angeboten, die Glyphosat enthalten. Für Bodenlebewesen ist es gut, wenn man die Böden und Grasflächen gut durchlüftet, also vertikutiert.

Blumen am Balkon sind ebenfalls hilfreich, denn Tiere nützen kleinste Futterangebote. Allerdings muss man hier aufpassen, denn es gibt Vögel, die auch in Blumenkästen nisten. Wir haben in jedem Sommer Rettungsaktionen von Wildenten, die nicht nur auf Balkonen brüten sondern auch in vollkommen abgeschlossenen Flächen. Das können Innenhöfe sein, oder Dächer von Supermärkten, die für Menschen nur schwer zugänglich sind. Das wird zum Problem, wenn Jungvögel, die noch nicht fliegen können, oft ohne Nahrung und Wasser, eingesperrt sind.

Bei Haustieren sollte man rechtzeitig an die Bekämpfung von Parasiten denken. Das Fell muss im Frühjahr deshalb oft durchfrisiert und kontrolliert werden, ob ein Flohbefall vorliegt. Entwurmen ist bei Hunden und Katzen zwei Mal im Jahr anzuraten. Das ist besonders wichtig, da sich in Österreich der Herzwurm auszubreiten beginnt, der für Menschen ungefährlich ist, sich bei Hunden aber im Herz festsetzt, dort vermehrt und mittelfristig zum Tod führt. Und natürlich sollten fällige Impfungen aufgefischt werden.

So kommen Wild- und Haustiere gut durch das Frühjahr.

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Iris123

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Michel Skala

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