Wir als Spezies Mensch besitzen die Fähigkeit, uns auf das Unbekannte einzulassen. Das ist zwar manchmal herausfordernd und lässt uns nachts nicht schlafen. Bei manchen Menschen ist diese Fähigkeit stärker ausgeprägt, bei anderen wiederum weniger. Aber es liegt in unserer Natur - zu reisen...

Damit sind nicht nur die Orte und der Raum dieser Welt gemeint, die wir bereisen. Manchmal tun wir das auch nur mit unserem Kopf, unseren Gefühlen oder unserem Herzen...
Wir tragen den Samen der Reisenden in uns. Einst kam das Leben auf diesen Planeten, den wir Erde nennen, per Anhalter durch den Raum. Es waren Kometen oder Asteroiden, die das Leben – diesen Samen – von anderen Planeten mitbrachten. Woher diese Samen tatsächlich kamen und welchen Weg und welche Zeit sie zurückgelegt haben, entzieht sich heute noch unserer Erkenntnis.
Doch jeder Aufbruch ins Neue oder in neue Welten bestätigt diese innere Kraft, die uns zum Reisen befähigt. Forscher haben bereits vor 30 Jahren erkannt, dass sich der menschliche Körper innerhalb von drei Tagen an eine neue Lebenssituation im Weltraum, in einer Raumstation, anpassen kann. Nach genau 72 Stunden befähigt uns dieser „Samen” in uns, uns an die Situation anzupassen. Tiere und Pflanzen, die man mit in die Raumstation brachte, waren dazu nicht in der Lage. Das lässt uns den Schluss zu, dass wir, die Spezies Mensch, von den Sternen kommen und weit gereist sind. Und dass uns das Weltall trotz der Entwöhnung auf dem Planeten in unserem Inneren nicht fremd ist.
Wir sind Reisende, das dürfen wir niemals vergessen. Wir kamen von den Sternen, und eines Tages werden wir wieder dorthin zurückkehren – oder zu noch entfernteren Sternen weiterreisen.
Selbst unser Dasein auf diesem Planeten ist begrenzt, sodass wir eines Tages die letzte Reise aus dieser Wirklichkeit antreten werden. Wenn man den alten Sehern und ihren Aufzeichnungen Glauben schenkt, ist es nicht unsere letzte Reise, sondern eine von vielen, die einem Reifungsprozess unserer Seele geschuldet ist...