Alltagsgedanken einer Wechselblondine - Blondinendummheit

HEUTE wurde mir eine interessante Frage gestellt: Ob ich das Gefühl habe, dass Männer Blondinen für dumm halten. Gleich mal, in eigener Sache, dass wir es natürlich nicht sind, steht ohnehin nicht zur Debatte. Das Problem ist, dass es prinzipiell schwer zu sagen ist. was in einem männlichen Kopf so wirklich vorgeht, aber ich denke nicht, dass sie generell Dummheit mit Haarfarbe verbinden.

In einer Blondine – sofern sie weder eine Walküre noch Brigitte Nielsen ist - sehen die meisten Männer, das liebe kleine Mädchen, das gerettet werden will. Schließlich wollten sie alle in grauer Vorzeit Prinzen sein und die meisten Prinzessinnen sind nun mal – Schneewittchen ausgenommen – blond. Wenn dann das Haar noch lang ist (wenigstens das wurde Schneewittchen zugestanden), was eine gewisse Sanftheit signalisiert, befinden sich dann Männer – Schwupps – wieder in ihrer Kindheit und dürfen die Helden spielen. Denn schließlich war es die Hauptaufgabe der Prinzessin, einfach nur gerettet zu werden. Was entweder eine gewisse Naivität voraussetzt oder aber Weitblick und Geduld – wozu Hände schmutzig machen, wenn ohnehin einer kommt, der das erledigt.

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Mann bei Frauen, die seinen Beschützerinstinkt erwecken und bei denen er sich stark und groß fühlt auch ein bisschen das Gefühl dergeistigen Überlegenheit bekommt. Bei vielen ist es ja dann auch ganz schnell mit dem Beschützen vorbei, wenn sie erkennen, dass Frau zwar immer noch klein und lieb – vielleicht sogar auch noch blond, quasi das I Tüpfelchen, aber gar nicht so doof ist. Das ist dann der Moment wo Mann wahre Größe zeigen und wirklich zum Prinzen mutieren kann.

Nein, ich denke nicht dass es allein die Haarfarbe ist, ich glaube es ist das „gut zu retten“ Gesamtpaket.

Ich bin übrigens das typische Beispiel von „klein-lieb-blond“ und ich nütze es mitunter, seit meinem Schlüsselerlebnis bei der Führerscheinprüfung, die ich ohne diese Attribute nie geschafft hätte, schamlos aus.

Es ist bisweilen nämlich gar nicht so unvorteilhaft etwas unterschätzt zu werden. Während dein Gegner sich in Sicherheit wiegt und in dir keine Gefahr wittert hast du in aller Ruhe Zeit deine Strategien zu planen um dann völlig unvorhergesehen den Überraschungsangriff zu starten.

In diesem Sinne, mal sehen was MORGEN ist!

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Maria Lodjn

Maria Lodjn bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:17:13

fischundfleisch

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