Wenn ein Staat geteilt wird, dann entsteht eine neue Grenze, wo vorher keine gewesen ist. Vorher sind die Bewohner Bürger eines gemeinsamen Staates, nachher sind die Bewohner Bürger zweier verschiedener Staaten. Die Staaten trennen sich, werden voneinander unabhängig, weil sie zumindest zwei verschiedene Bevölkerungsgruppen aufweisen, die sich in Nationalität, Sprache oder Religion (meist) unterscheiden. Nach der Trennung in zwei unabhängigen Staaten werden die Bevölkerungsgruppen homogener in Nationalität, Sprache und Religion. Soweit der Plan.

Da es vor der Teilung keine Grenze gegeben hat, haben sich die nun getrennten Bevölkerungsgruppen vorher räumlich vermischt, und nicht nur dort, wo heute die neue Grenze steht. Das hat zur Folge, dass nach der Teilung die Homogenisierung der Bevölkerungsgruppe zwar hoch ist, jedoch nicht absolut. Eine Minderheit der jeweils anderen Bevölkerung lebt als Minderheit im „falschen“ Staat.

Diese Bevölkerungsvermischung wird durch Krieg in Kombination mit Vertreibung verhindert. Greifen wir zu dem am besten bekannten Beispiel, dem israelisch-arabischen Konflikt. Nach der zweiten Teilung Palästinas ähneln die Verhältnisse – wenn auch im winzigen Maßstab – dem indischen Subkontinent. Der Judenstaat in der Mitte, das von Transjordanien (spätere Jordanien) besetzte (später annektierte) Cisjordanien (Judäa und Samaria/Westbank) im Osten zwischen Israel und dem Fluss Jordan und den von Ägypten „verwalteten“ Gazastreifen im Westen zwischen Israel und dem Mittelmeer. Nach dem Unabhängigkeitskrieg sind beide Gebiete des arabischen Palästinas judenfrei (gewöhnlich durch Juden-Vertreibung, seltener durch Tod). Die nicht aus Israel geflohenen oder gerne nach Israel zurückgekehrten Araber werden israelische Staatsbürger, die vom Militärdienst befreit sind. Die Araber bilden heute über 20% der Bevölkerung Israels.

Die Ähnlichkeit mit Indien ist frappierend. Heute sind 15% der Inder Muslime, weniger als 2% der Pakistanis sind Hindus. In Bangladesch bekennen sich 9% der Bevölkerung zum Hinduismus. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass Muslime mehr Nicht-Muslime vertreiben oder töten als Nicht-Muslime die Muslime.

Betrachten wir Myanmar (Birma/Burma): Buddhismus 90%, Islam 4%. Die Minderheit der Muslime wird unterdrückt oder fühlt sich unterdrückt und bekämpft, unterstützt von radikalen arabischen Muslimen, Buddhisten mit Waffengewalt. Die buddhistischen Herrscher Myanmars erkennen die muslimischen Rohingya nicht als Staatsbürger an und versuchen, sie ins muslimische Nachbarland Bangladesch abzuschieben. Das gelingt nur unvollkommen, da die Behörden von Bangladesch ihre Rohingya-Glaubensbrüder in Lagern zusammenpferchen, die politisch korrekte Deutsche als KZ bezeichnen würden, wenn die Rohingya Nafris wären. Die Rohingya sind zwar viel dunkler als Burmesen, jedoch weit weniger schwarz als Nafris. Somit gleichen die bewachten Lager, in denen die Rohingya von ihren Glaubensbrüder in Bangladesch eingesperrt werden, in Deutschland politisch korrekt nicht einem nationalsozialistischen KZ.

Weil viele Rohingya nicht in das weit entfernte Deutschland fliehen können, begnügen sie sich mit dem näheren Australien. Doch auch die Australier wollen die Rohingya nicht aufnehmen und zahlen lieber Strafgelder. Der Grüne Politiker Volker Beck, der bald wegen parteiinternen Intrigen den Bundestag verlassen wird, ist der einzige Ernst zu nehmende deutsche Politiker, der öffentlich auffordert, Rohingya in Deutschland Asyl zu gewähren. Doch die Bundesregierung will davon nichts wissen, obwohl die Rohingya genauso Muslime sind wie Syrer, Iraker, Afghanen oder die meisten Nafris.

Für die buddhistischen Herrscher Myanmars ist die Anwesenheit der Rohingya ein historischer Fehler. Die buddhistischen Herrscher Myanmars wollen jetzt ihre Fehler reparieren. Doch dazu ist es zu spät. Sie hätten bei ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien die muslimischen Rohingya vertreiben sollen, so wie die Araber die Juden aus Judäa, Samaria und dem Gazastreifen.Hätten die Juden alle Araber aus Israel vertrieben, so wäre dies zwar moralisch absolut falsch und nach jüdischen Glauben verboten, dennoch politisch zweckmäßig. Sowohl Israel wie Myanmar hätten wie die heutige Türkei keine Minderheitenprobleme, was in der UNO gerne gesehen wird, ohne nach den lästigen Ursachen zu fragen. Niemand wirft heute den Jordaniern, Ägyptern und arabischen Palästinensern vor, während des Unabhängigkeitskriegs die Juden vertrieben oder ermordet zu haben. Im Gegenteil: Nur Israel wird beschuldigt, (nicht alle) Araber vertrieben zu haben! Denn wer seine Feinde nicht vertreibt, wird auf ewig leiden: Juden wie Buddhisten. Tschechen, Polen und Russen haben der Welt gezeigt, wie man es richtig macht.

Von Stalin und Luther lernen, heißt siegen lernen!

Nachtrag:

Israelis werden von weltweit agierenden judenkritischen Organisationen beschuldigt, Myanmar Waffen zu liefern. Russen, Chinesen, Ukraine und Inder liefern zwar auch Waffen nach Myanmar, doch ihnen wird nachgesehen, da sie keine Gottesmörder sind.

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Aron Sperber

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