Eine regelrechte "Wolfs-Hysterie" erreicht einen Höhepunkt...

Angefangen hat es mit einem Wolfsrudel, gesichtet am Truppenübungsplatz Allentsteig im Waldviertel und mittlerweile überschlagen sich förmlich die Ereignisse. Nachwuchs gibt es auch schon, es sollen jetzt auch schon mehrere Rudel sein.

"Meister Isegrimm" samt Anhang soll auch den Städten schon sehr nahe kommen, die Angst ist groß, eine "Hysterie" hat mittlerweile jeder "Vernunft" Platz gemacht. Wochenlang geistern schon die schlimmsten Schlagzeilen in den lokalen Zeitungen herum. "Wolf schlug wieder zu", Acht Schafe im Waldviertel getötet. Wolfsriss?", "Wölfe wurden bestätigt", usw., usw.

Der Wolf war ja ursprünglich in ganz Mitteleuropa verbreitet und wurde ab dem 15. Jahrhundert systematisch verfolgt, im 19. Jahrhundert war er dann - von Menschenhand - fast ausgerottet. Soviel zu den vielen Kommentaren, der Wolf sei bei uns nicht mehr heimisch, der Wolf war immer bei uns heimisch.....

Egal, jetzt ist er halt von irgendwoher wieder zugewandert oder wurde wieder zugewandert, er ist jedenfalls wieder da und verbreitet Angst und Schrecken. Ein Wahnsinn ist, wie viel "Hysterie" das bei manchen Menschen auslöst, speziell auch in den sozialen Medien. Da gibt es Postings, auch von lokalen Politiker/Innen und Kommentare dazu, da kann man nur mehr den Kopf schütteln und mittlerweile werden auch schon "Hundefotos" als "Wolfsfotos" "verkauft"!

Nur ein Beispiel dazu: "Bevor nicht ein Kind zerfetzt wird, seid ihr alle die guten Wolfsstreichler, wenn dann aber etwas passiert, dann wird wieder aufgeschrien, echt ein Wahnsinn"....usw. Viele Meinungen kursieren im Internet zum Thema Wolf und irgendwie hat Jede/r ein wenig recht. Ich verstehe auch, dass viele Eltern Angst um ihre Kinder haben, wenn diese alleine zum Schulbus gehen müssen, oder im Wald Schwammerl suchen.

Liebe Eltern, was soll man tun? Hinter jedem Busch könnte sich ja auch ein potentieller Kinderschänder verstecken, nicht nur der "böse Wolf". Die Kinder könnten auch von einem Auto angefahren werden, usw. Was machen wir dann? Alles was sich bewegt im Umkreis von 5 km vorsichtshalber erschiessen?

Es hat in letzter Zeit auch wieder vermehrt Zwischenfälle mit Hunden gegeben, die Kinder angefallen und schwer verletzt haben, da hat sich die Aufregung komischerweise sehr in Grenzen gehalten. Übrigens war auch nicht der Hund daran schuld...

Und plötzlich, 21. September 2018 - eine Meldung in Radio-NÖ - das NÖ-Jagdgesetz wurde geändert - siehe da die Politik hat auch endlich reagiert - der Abschuss eines Wolfes als letztes Mittel wurde freigegeben. Menschenschutz vor Artenschutz lautet die Begründung.

Und jetzt wird es noch ein wenig sarkastisch - was mich wundert, wir haben ja im NÖ-Landtag so einen ganz g'scheiten FPÖ-Landesrat, zuständig auch für den Tierschutz. Dieser Herr ist prinzipiell gegen fast alles "Ausländische", also Hunde mit Migrationshintergrund, ich nehme mal an, das gilt auch für zugewanderte Wölfe.

Also Herr Landesrat, warum sorgen Sie nicht dafür, dass Auffanglager für Wölfe in Afrika errichtet werden, man müßte sie halt einfangen und in diese Lager transportieren. Eine zeitlang müßten diese Wölfe dann von "Wolfspsycholgen" beobachtet werden und stellen diese dann fest, der eine oder andere Wolf wäre "integrationsfähig", ja dann könnte man diese ja wieder zurückholen, quasi "Asyl auf Zeit" gewähren, oder so....

Ganz wichtig wäre es aber auch die EU-Außengrenzen vor dem "bösen Wolf" viel besser zu schützen, schlüpft doch einer durch, ja dann setzen Sie sich mit ihrem Parteikollegen im Innenministerium in Verbindung, der würde Ihnen sicher mit der "berittenen Polizei" zu Hilfe eilen, damit wenigstens Österreichs Grenzen sicher sind.

Doch diese "Idee" ist jetzt auch schon überholt, als letztes Mittel, im Interesse der Gesundheit oder Sicherheit der Menschen und zur Abwendung erheblicher wirtschaftlicher Schäden, wurde ja der Abschuß von Wölfen genehmigt - in diesem Sinne -"Waidmanns Heil"!!

steffiheufelder/pixabay

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