Brunos Diätblog #2: Aller Anfang ist schwer.

Wer kennt es nicht.

Man steigt auf die Waage und die Zahl die man bekommt gefällt einem nicht. Man steigt herunter, wieder drauf, hofft die Zahl wird kleiner, aber sofern man eine gute Waage hat, bleibt die Zahl gleich.

"Ach das ist nur die Wäsche".

Man steht wieder oben, diesmal in Unterwäsche, die Zahl ist kleiner, aber nicht klein genug.

Man will diese Zahl senken, der eine nur um 2-3 Kilöchen, um ein bisschen die Figur zu bessern, beim anderen sind es schon ein, zwei Dutzend die weg müssen.

Man ist zu schwer, aber richtig schwer wird es erst jetzt, denn die Frage "Wie nimmt man ab?" steht im Raum.

Man hat keine genaue Ahnung darüber, wie man abnimmt. Man denkt an Diäten, Pillen/Pulver/Tees, Sport, ...

Gesucht wird eine kurzfristige Lösung für ein langfristiges Problem.

Man kann eine kurz&mittelfristige Reduktion des eigenen Körpergewichts durch kurzfristige Maßnahmen wie eine Diät erreichen. Aber man wird über kurz oder lang wieder zunehmen und zum Schluss kommen "Diäten funktioniern nicht".

Es bringt auch nichts ein halbes Jahr lang zu laufen, auf das gewünschte Gewicht zu kommen und dann wieder zum Status Quo zurückzukehren, man wird mit der Zeit wieder das alte Gewicht erreichen. Kleine Anekdote: Vor dem Bundesheer 107kg, nach dem Bundesheer 85kg, 6 Monate nach dem Bundesheer 97kg.

Meine Ernährungsgewohnheiten blieben die ganze Zeit über gleich, sowohl im Heer als auch danach mehr oder weniger gleich (viel) gegessen. Ich hatte das Vergnügen im Heer nicht nur eine (sehr harte) Grundausbildung zu bekommen, sondern auch an einer Waffe ausgebildet zu werden und nicht nur Versorgungssoldat zu sein. Ich hatte die ganzen 6 Monate über, viel zu tun und es war körperlich sehr anstrengend. Ich war zwar noch immer leicht dicklich am Ende des Dienstes, aber körperlich extrem fit. Mehrere Kilometer laufen ohne großartig erschöpft zu sein, war kein Problem.

Nach dem Bundesheer behielt ich die Ernährung gleich, aber mein Energieverbrauch war nun nicht annährend so groß wie vorher. Mit der Zeit kamen die Kilos wieder zurück.

Aller Anfang ist schwer, weil die erste Lektion die man lernen muss folgende ist:

Abnehmen ist langfristig, man muss seinen Lebensstil umstellen.

Eine Modediät a lá "Salat und Fruchtsmoothies" bei der man sich 2-3 Wochen lang runterhungert, weil man unterm Strich keine 1000 Kalorien am Tag konsumiert, wird zwar einen schnellen und extremen Gewichtsverlust herbeiführen, aber wenn man danach so weitermacht wie davor, wird das nichts nützen.

Denn was viele irgendwie vergessen oder verdrängen ist, wir haben nicht plötzlich schnell zugenommen, wir sind langfristig dicker geworden, 10 Jahre Aufwand in eine Richtung, kann man nicht mit einem Monat in die andere Richtung ändern.

Einfacher ist es für diejenigen, die nur 'ne handvoll Kilos für die Sommerfigur loswerden wollen und die danach wieder raufkriegen für den Winterspeck und die dann wieder im Frühling loswerden, aber um die geht es in dieser Blogreihe nicht (und diese Menschen sind selten übergewichtig).

Körpergewicht ist kein unabhängiger Zustand, den man einfach so ändern kann, dass Körpergewicht ist das Resultat eines Lebensstils und eine langfristige (und gesunde) Anpassung des Körpergewichts, egal ob nach oben oder nach unten, ist nur erreichbar, indem man den Lebensstil an das Ziel anpasst.

Nächstes Mal: Das ultimative "Geheimnis" für Gewichtsverlust.

Frühere Blogs:

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fischundfleisch

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Maria Lodjn

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