Die Entwicklung war sicherlich spektakulär: eben der Craftbeershop-Besitzer, der sich eine gerichtliche Auseinandersetzung mit Grünen-Klubobfrau - pardon - Grünen-Clubsprecherin Sigrid Maurer geliefert hatte, war verschiedenen Infos zufolge der Täter bei der Tötung seiner Lebenspartnerin.

Sofort natürlich versuchten ultra-feministische Journalistinnen und ultra-feministische Politikerinnen (auch Sigrid Maurer) selbst, den Fall parteipolitisch zu mißbrauchen, und die selbe vereinfachende und undifferenzierte Propagandalinie weiterzufahren, die schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten in Österreich läuft.

Ein Beispiel: anders als Journalistinnen und Politikerinnen behaupten, ist es gar nicht sicher, dass es sich um einen "Frauenmord" handelt. Berichte über starke Alkoholisierung des Bierwirts scheinen eher darauf hinzudeuten, dass es sich um eine Tötung ohne Mordabsicht handeln könnte, sodass die Behauptung, es handle sich um Mord, möglicherweise als illegale üble Nachrede begangen von zahlreichen Journalistinnen und Politikerinnen herausstellen könnte. Aber zahlreiche Politikerinnen geniessen parlamentarische Immunität und dürfen daher Lügen über Männer verbreiten, z.B. sie seien Mörder, obwohl sie vielleicht nur Totschläger sind. Ebenso wie zahlreiche Journalistinnen Schutz durch die Medienfreiheit bzw. Pressefreiheit geniessen und daher sexistische Vorurteile verbreiten dürfen.

Die verfälschende Berichterstattung im Falle der Totwürgedomina ähnelt auch der verfälschenden Berichterstattung im Falle der vierzigjährigen Sportlehrerin, die eine sexuelle Beziehung zu ihrem 13-Jährigen Schüler hatte. Überall anders würde das als "sexueller Mißbrauch von Minderjährigen" gewertet und entsprechend bestraft, nur eben in Österreich nicht, auch wegen des verfälschenden Frauenjournalismus, obwohl es eigentlich auch aufgrund der österreichischen Gesetze als solcher gewertet werden müsste. Und die Medienberichterstattung war ganz umgekehrt, als sie im umgekehrten Fall "40-jähriger Lehrer mißbraucht 13-jährige Schülerin" gewesen wäre.

Demselben Proagandaschema entspricht auch die verfälschende Berichterstattung, insbesondere von Corinna Milborn, die für ihre Verfälschungen zur "Journalistin des Jahres" gekürt wurde, zum Thema Kampusch-Priklopil: sie skizzierte in ihrem Buch "1065 Tage" Priklopil als Alleintäter und Monster und vertuschte dabei viele Aspekte: dass es unlogisch ist, dass ein Mann, der für sich persönlich Sex mit Unter-Vierzehnjährigen ablehnt, eine Zehnjährige für den Eigengebrauch entführt, dass Kampusch scheinbar zahlreiche Fluchtmöglichkeiten ungenutzt verstreichen liess, als sie noch minderjährig war, weil ihr Priklopil lieber war als Kinderheim oder Eltern, dass Priklopil vielleicht ermordet wurde, weil er gedroht hatte, über Hintermänner oder Hinterfrauen auszupacken, dass Kampusch in ihren ersten Interviews viel positiver über Priklopil sprach, als nach Lektüre des verfälschenden Milborn-Buches vorstellbar. Und eben dieses verfälschende Buch wurde von zahlreichen österreichsichen Journalistinnen gehypt, während die Kampusch-Stellungnahmen gleich nach der Flucht vertuscht wurden.

Generell wird das Thema der "Frauenmorde", bzw. genauer der Frauentötungen bzw. Femizide, von den österreichischen Medien und österreichischen Politikerinnen unsachlich, emotionalisierend und skandalisierend vorgebracht.

Man nehme zum Beispiel den zehnseitigen Artikel im Profil "Männer töten Frauen: Motiv Rache/ Warum bei uns so häufig ?" zu diesem Thema: dieser von Journalistinnen geschriebene Artikel strotzt von zahlreichen Fehlern, Verfälschungen und Ungenauigkeiten:

alleine schon in der Überschrift stecken mehrere Fehler: bei Tötung bleibt das Motiv offen. Wenn es sich hingegen um ein eindeutiges Rachemotiv handelt, dann ist es Mord, keine Tötung.

Auch die Frage, ob Frauenmorde bei uns in Österreich so häufig seien, wird vereinfachend und verfälschend abgehandelt:

erstens einmal hat Österreich weit geringere Mord- und Frauenmord-, bzw. Frauentötungszahlen als große Teile der Welt, aber den offiziellen Zahlen zufolge hat Österreich vergleichsweise hohe Tötungs-Zahlen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland.

Aber ! Das sind nur die offiziellen Zahlen, also, die Morde bzw. Tötungen, die nachgewiesen und amtsbekannt werden. Und hier kommt die Graufeldanalyse ins Spiel. Eine Methode, um das abzuschätzen, was unbekannt bleibt.

Und hier sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen: erstens einmal bevorzugen Männer bei Tötungen Schusswaffen, während Frauen Gift bevorzugen. Und die Frauenspezialität Gifttötungen bleibt häufiger unerkannt als die Männerspezialität Schusswaffentötungen. Auch wegen der sehr geringen Obduktionsrate. Sodass es durchaus möglich ist, dass in Österreich im Unterschied zu den offiziellen Zahlen und im Unterschied zu dem, was von Politik und Medien behauptet wird, immer mehr Männer getötet wurden als Frauen.

Zudem kommt ein kultureller Faktor ins Spiel: Österreich ist ein katholisch geprägtes Land, also ein Land, in dem das katholische Dogma von der "Unauflöslichkeit der Ehe" gilt, in dem das Heiratsgelübde mit der Formel "Bis dass der Tod Euch scheidet" endet.

Diese katholische Unauflöslichkeit führt vermutlich dazu, dass Frauenmörder bzw. Frauentöter sich in katholischen Ländern, wie z.B. Österreich, eher zu ihrer Tat bekennen, während in protestantischen Ländern, die eher die Freiheit beider Eheleute betonen, oder die Ehe sowieso zu einer religionsexternen Frage erklären, mutmaßlich bei Frauenmorden oder Frauentötungen eher gelogen wird als in katholischen Ländern, wodurch in potestantischen Ländern mutmasslich mehr derartige Morde unerkannt bleiben.

Mit anderen Worten: in Deutschland oder Schweden ist die Frauenmordrate vielleicht höher als in Österreich, nur wegen des Protestantismus ist die Deklarierungsbereitschaft, also die kulturbedingte Bereitschaft, einen Frauenmord oder eine Frauentötung einzugestehen, möglicherweise geringer, weshalb vermutlich ein höherer Anteil Frauenmorde bzw. Frauentötungen unerkannt bleiben, als in Österreich.

Und das, was österreichische Journalistinnen und Politikerinnen mit der Inbrunst der angeblich absoluten Sicherheit vortragen, nämlcih, dass Österreich eine höhere Frauenmordrate habe als der Rest Europas, ist in Wirklichkeit eine sehr fragwürdige und unsichere Sache. Aber die Wahrheit und die Komplexität interessiert in Wirklichkeit niemanden, man beschränkt sich eben darauf, Kampagnenjournalismus und irreführende politische Rhetorik zu machen.

Der Profil-Artikel ist aber nicht nur in der Hinsicht problematisch, dass zahlreiche Fehler drin sind, sondern er ist auch in der Hinsicht problematisch, dass zahlreiche Aspekte fehlen:

beispielsweise fehlt die Korrelation zwischen Männerüberschuss und Frauenmordrate, die vielleicht eine Kausalität ist: zahlreiche ausländische Studien, auch von weiblichen Politikwissenschafterinnen, zeigen, dass Männerüberschuss mit Kriminalität einhergeht.

Und mit der Flüchtlingswelle 2015 aus dem Syrienkrieg hat sich Österreich auch einen gravierenden Männerüberschuss eingehandelt, der genauso wie überall auf der Welt kulturunabhängig die Kriminalität erhöht. Und zwar auch die Mann-Mann-Gewalt, z.B. im Rahmen einer Rivalität oder vermuteten Rivalität um eine Frau.

Die im Profil behauptete Kausalverbindung mit patriarchalen Männerkulturen ist so gesehen falsch oder zumindest eine mangelhafter und monokausaler Erklärungsversuch, der alle anderen Faktoren vertuscht.

Viel eher scheint es möglicherweise biologische Faktoren zu geben: unverpartnerte Männer haben Studien zufolge oft einen extrem hohen Testosteron-Spiegel, der mit Aggression einhergeht, während dieser Testosteron-Spiegel durch die Verpartnerung sinkt (und zwar kulturunabhängig und global), und damit einhergehend auch die Aggressivität. Und gerade in Zeiten des Männerüberschusses tritt ein weiteres in Österreich völlig vertuschtes Phänomen auf: die Depressivität und Traurigkeit der "überflüssigen" Männer, also der Männer, die keine Frau bekommen können wegen des Frauenmangels. Bzw. das Schwanken zwischen Depressivität und Aggressivität, weil man sich in einer Welt befindet, die vor Anfeindungen nur so strotzt, und in dem sich normale Männlichkeit u.U. als Fremdkörper empfinden muss.

Und der Männerüberschuss spricht auch gegen das von der Lügenpresse behauptete "Motiv Rache".

Bei Frauenmorden in Zeiten des Frauenmangels, bzw. des Männerüberschusses spielt oft als Motiv eine Rolle die Schwierigkeit, eine neue Frau zu finden, was eine in die Zukunft gerichtete Sorge ist, und damit keine Rache für Dinge in der Vergangenheit. Wenn Journalistinnen und Politikerinnen ein "Motiv Rache" behaupten, aber vertuschen, WOFÜR die Rache denn angeblich geübt werde, dann liegt nahe es, anzunehmen, es gehe diesen Frauen darum, zu vertuschen, dass es nicht völlig unberechtigte Gründe sind, die diese "Rache" verursachten, die auch als mildernde Umstände gewertet werden können.

Und der Frauenmangel bzw. Männerüberschuss dreht auch die normalen Beziehungsschemata um: bei ausgeglichenem Geschlechterverhältnis neigen die Frauen eher zu monogamem Verhalten, also der Bindung an einen einzigen Mann, während die Männer eher zu polygamen Verhalten neigen, also "Fremdgehen" zum Beispiel.

Bei Frauenmangel dreht sich das um: Männer werden monogam(er), und binden sich an eine einzige Frau und bleiben ihr oft absolut treu, weil das vielfach die einzige Chance ist, bei Frauenmnagel überhaupt zu einer Frau zu kommen, während die Frauen wegen der großen Wahlmöglichkeiten, die sie durch den Männerüberschuss haben, untreuer, wortbrüchiger und polygamer, bzw. wechselbereiter werden.

Das hat natürlich auch einen wirtschaftlichen Hintergrund: allem Emanzipationsgerede zum Trotz sind es de facto immer noch eher die Männer, die speziell in der Unterschicht die Wohnung finanzieren, die Einrichtung, etc. Aber derartige Finanzierung sind für Unterschichtmänner oft sehr aufwändige Anschaffungen, die oft nur durch langfristige Schulden finanziert werden können oder durch Aufbrauchen dessen, was ein Mann über Jahrzehnte hinweg sich ersparte. Wenn nun eine Frau durch ein Eheversprechen oder ein Beziehungsversprechen einen Mann dazu bringt, diese hohen Anschaffungen einzugehen, dieses Versprechen aber dann nach kurzer Zeit bricht, weil z.B. corona-krisen-bedingt (Der Bierwirt war in der Corona-betroffenen Gastro-Branche tätig) das Einkommen wegbricht, dann kann das natürlich zornig machen. Das soll natürlich keine Rechtfertigung sein, sondern eher eine Erklärung oder ein etwaiger mildernder Umstand. Wenn Journalistinnen schon ein Rachemotiv behaupten, aber nicht präzisieren, wofür Rache geübt wird, z.B. dafür, dass Frauen Versprechen und Gelübde brechen, dann liegt die Vermutung nahe, dass es Journalistinnen und Politikerinnen darum geht, die weibliche Mitschuld zu vertuschen und die gesamte ungemilderte Schuld den angeblichen toxischen und psychopathischen Männern zuzuschieben.

Aber der Wortbruch durch die Frau bzw. der mögliche Wortbruch durch die Frau wird von Österreichs Journalistinnen und Politikerinnen regelmäßig vertuscht, und zwar praktisch aller Zeitungen und Magazine und Parteien.

Überall anders in Europa ist das anders. Da gibt es Journalistinnen und Politikwissenschafterinnen, die sich mit Männerüberschussfragen beschäftigen, und diese auf eine sachliche und objektive Art abhandeln. Ein weiterer Fehler des Profil-Artikels ist, dass er nur einzelfallbezogene, schwer-kriminellen-bezogene Psychologen und Psychologinnen befragt, die keinen gesamthaften Blick haben, welchen unterzubringen bei einem zehnseitigen Artikel leicht möglich gewesen wäre. Das Monster hat zweifelsohne einen gewissen auflagesteigernden Effekt, aber es stellt sich die Frage, ob die Fixierung der Medien auf eine extrem kleine Minderheit von extrem gealttätigen Männer nicht ein völlig falsches Bild der Männlichkeit liefert. Während der Männerüberschuss auch Auswirkungen auf Männer hat, die nie Mörder werden oder Totschläger, und die daher nie ins Blickfeld der medienbefragten Psychologen und Psychologinnen geraten, die in diesen Fällen von Gericht oder Gefängnis geauftragt werden. Ein interessanter Satz dennoch in diesem Artikel war der von Haller: "In Österreich .... dominieren Emotionen, in der Schweiz oder in Deutschland geht es vergleichsweise sachlicher zu". Das scheint auch einen Konnex zum Katholizismus zu haben. Der Katholizismus ist geprägt von gesinnungsethisch geprägten Moralpredigern, die Moralvorstellungen predigen, von deren Praxis sie zölibatsbedingt und wegen der Abgeschottetheit der Klerikerkaste keine Ahnung haben können, hingegen der in Deutschland oder Schweitz verbreitete Protestantismus ist eher laienorientiert und gegen eine entfremdete Klerikerkaste gerichtet. Und der Katholizismus ist auch patriarchal, nur Männer können Priester oder Bischof werden, im Protestantismus bzw. Teilen desselben gibt es auch Bischöfinnen. Das reicht weiter bis in die Politik hinein. Während Deutschland und alle skandinavischen Staaten zumindest eine Regierungschefin in ihrer Geschichte hatten, hatte Österreich das noch nicht, was auch männliche Dominanz und die damit zusammenhängenden Morde begünstigen kann. So gesehen ist der Katholizismus die islamkompatible (mit dem Islam vereinbare) "patriarchale Ehrkultur" (so Integrations- und Frauenministerin Raab), die möglicherweise den Radikalislam bzw. Frauenmorde begünstigt.

Die habsburgische Überlegung, Katholizismus und Islam zusammenzuführen durch Annexion des muslimisch dominierten Bosnien-Herzegowina 1878/1911, ging möglicherweise von dieser Kompatibilitätsüberlegung aus.

Aber zurück zu Sigrid Maurer: diese hatte sich früher in ihrem Twitter-Auftritt als "tendenziell erbarmungslos" beschrieben, diese (sehr zutreffende !) Beschreibung aber im Zuge des Rechtsstreits mit dem Bierwirt geändert, oder wegen der Regierungsbeteiligung.

Auch zahlreiche Medienrechtsanwältinnen hatten die scharfen und extremen Äußerungen, die Maurer in Richtung Bierwirt getätigt hatte, kritisiert, ohne dass Maurer die Schärfe zurückgenommen hätte.

Und sie tut das auch jetzt nicht: Maurer spricht auch jetzt in Tweets davon, der Bierwirt habe einen "Frauenmord" begangen, obwohl nach derzeitigem Berichtsstand keineswegs klar ist, ob eine Mordabsicht vorlag, oder ob es eine Tötung wegen schwerer Alkoholisierung war. Vielleicht war es ja eine Tötung, weil der Bierwirt in seiner Alkoholisierung seine Partnerin mit Sigrid Maurer verwechselt hatte, weil Maurer unter dem Schutz ihrer parlamentarischen Immunität Dinge über den Bierwirt gesagt hatte, die wohl als üble Nachrede einzustufen wären, wenn Maurer nicht parlamentarische Immunität hätte. Vom Bierwirt ist nichts bekannt, dass er vor dem Konflikt mit Maurer Frauen tötete, aber scheinbar hinterher schon, was zur Vermutung Anlass geben kann, dass er ohne den Konflikt mit Maurer seine Partnerin nicht getötet hätte, dass auch die Gehässigkeit und Radikalität, mit der Maurer gegen ihn polemisierte, ein Faktor sein könnte, der zur Tötung der Partnerin beitrug. Auch vernachlässigt wird die Möglichkeit, dass sich der Bierwirt möglicherweise versuchte anzupassen an ein Geschlechterbild, das von der FPÖ vorgegeben wurde, vielleicht deswegen, weil er sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage befand, und weil ihm das als einziger Auisweg daraus erschien.

Hier besteht ein umgekehrtes Geschlechterverhältnis: während der Feministinnendiskurs suggeriert, die Frauen seien nach dem Kachelmann-Schema vom "Opfer-Abo der Frau" her immer die Opfer, immer die schwächeren, etc., ist es im Fall Maurer genau umgekehrt: sie ist die mächtige Politikerin, die mit ihren Medienkontakten bestimmt, wie die Öffentlichkeit den Konflikt sieht, während der Bierwirt nicht einmal die Möglichkeit hatte, seine Sicht auszudrücken, was dem rechtsstaatlichen Prinzip "et audiatur et altera pars" ("Es soll auch die andere Seite gehört werden" ) widerspricht.

Laut Studien aus den USA ist in 40% der Fälle von häuslicher Gewalt zwischen Mann und Frau die Frau der Täter, und der Mann des Opfer. Haben Sie sowas in österreichischen Medien schon einmal gelesen ?

Aber dieser Fall ist symptomatisch für eine extrem frauenfreundliche und extrem männerfeindliche Journaille in Österreich: im Fall der Totwürgedomina, die Null Monate unbedingt und 15 Monate bedingt erhalten hatte dafür, einen Mann zu Tode gebracht zu haben, wurde die Täterin von österreichischen Journalistinnen zum armen, bedauernswerten Opfer erklärt, und das Tötungsopfer wurde vertuscht.

In einem ähnlichen Fall, dem deutschen "Lederriemenfall" bekamen die männlichen Täter 20 Jahre unbedingte Haft: obwohl es sich um etwas ganz ähnliches handelte, entweder grob fahrlässige Tötung, oder bedingten Mordvorsatz, also Inkaufnahme der Tötungsmöglichkeit.

Man kann annehmen, dass die österreichischen Schöffen beim Totwürgedominaprozess, der mit einem Fehlurteil endete, stark unter dem Einfluss von verfälschenden Journalistinnen und Politikerinnen standen, bzw. unter dem Einfluss eines Mediendiskurses, der es unmöglich macht, sich eine Frau als Täterin zu denken. Dazu trägt auch bei, dass das österreichische Strafgesetzbuch ungegendert ist, dass immer nur vom "Täter" die Rede ist, aber nie von der "Täterin", so als könnten Frauen keine Taten begehen. Hier hat noch nie eine grüne Genderungsfetischistin das Gendern gefordert.

Weiters ist die Behauptung vom angeblichen Patriarchat in vielerlei Hinsicht falsch: heute sind auch große Teile der weiblichen Bevölkerung berufstätig und unabhängig, in vielen Bereichen dominieren die Frauen sogar und beherrschen ihn: in der Richterschaft, in den sozialen Berufen,n Schule und Kindergarten, in den Rumpffamilien, die durch Scheidung entstehen und in denen der leibliche Vater oft eine sehr geringe oder gar keine Rolle mehr spielt.

Die Frauenherrschaft in vielen Bereichen, z.B. der Schule hat auch drastische Folgen: zum Beispiel existiert ein Bildungsrückstand bei männlichen Schülern, insbesondere bei männlichen migrantischen Schülern, der von Experten teilweise darauf zurückgeführt wird, dass Frauen sich nicht in die Denkweise von Buben hineindenken können, dass sie sie nicht motivieren können, dass sie sie nicht verstehen, bzw. nicht so gut wie Mädchen.

Der Geschlechterkrieg hat einen weiteren Aspekt: das feministische Gerede von der angeblich "toxischen Männlichkeit": dieser Begriff ist alleine schon deswegen problematisch, weil er mehrdeutig ist, im Sinne von "Jede Männlichkeit ist toxisch", oder "Manche, aber nicht jede Männlichkeit ist toxisch". In diesem Geschlechterkrieg "spielt" die FPÖ den vielfach auch mitbeteiligten "Radikalmaskulinistischen" Gegenpart und diese wahlkampfradikalisierte Aufspaltung in grüne Eher-Frauenpartei und blaue Eher-Männerpartei ist einem friedlichen Zusammenleben sicher nicht förderlich.

Auch wird damit die Frage verdrängt, ob es auch sowas wie "toxische Weiblichkeit" geben kann, und gerade der "Radikalfeminismus" scheint mir mit seiner "toxischen Weiblichkeit" geeignet, den Geschlechterkrieg zu intensivieren, und mehr Morde zu verursachen, statt wie behauptet, die Mordzahl zu senken. Womit ich natürlich nicht sagen will, dass jede grüne Frau eine Radikalfeministin sei.

Der frühere österreichische Bundespräsident Theodor Körner (SPÖ) würde mit seiner Militärorientierung und seiner ganz kurzen und punktuellen Bewunderung für die Nazis heute wahrscheinlich den "Kampfemanzen" auch als Beispiel für die angebliche "toxische Männlichkeit" gelten. So gesehen ist es vielleicht ein Glück, dass viele Feministinnen keine Ahnung von Geschichte haben und eben deswegen keine derartige Cancel Culture praktizieren.

Bisher hat zwar noch keine Radikalemanze im Zuge einer "Cancel Culture" gefordert, die Theodor-Körner-Denkmale in Wien oder die Strassenbenamung nach ihm (z.B. auch in Graz) zu schleiffen und beispielsweise durch Denkmale an Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner und Bertha-Von-Suttner-Strasse zu ersetzen, aber diese Zerstörung der letzten Anzeichen der angeblichen "toxischen" Männlichkeit ist wohl nur eine Frage der Zeit. Und auch die Verdeckung, Verstellung des Körner-Denkmals am Rathausplatz hat eine gewisse Nähe zu Cancel Culture, zur Löschkultur, alle Aspekte der Vergangenheit zu tilgen.

Generell ist auch der Radikalpazifismus in Österreich ein Anzeichen des Matriarchats: dass in Wien sogar das Heeresgeschichtliche Museum mit pazifistischen Slogans werben muss wie "Krieg gehört ins Museum", obwohl es in Wien unzählige Friedensmuseen, Friedensinstitute, etc. gibt, aber keines, das sich einigermaßen differenziert mit Krieg auseinandersetzt, passt ins Bild.

Aus neomalthusianistischer Sicht könnte man dem Krieg, bzw. den Tötungen u.U. auch etwas Positives abgewinnen, insofern, als sie die Überbevölkerung (zumindest kurzfristig) verringern könnten, und die ökologische Problematik entschärfen könnten.

(Langfristig kann auch der umgekehrte Effekt eintreten, dass Krieg und Konflikt die Geburtenrate, also den Soldatennachschub steigern, und dieser Effekt ist auch des öfteren in der Kriegsgeschichte eingetreten, z.B. hatte der Iran im Iran-Irak-Krieg der 1980er Jahre eine höhere Geburtenrate als davor und danach, bzw. noch stärker: die iranische Geburtenrate stieg im Iran-Irak-Krieg so stark, dass sie die Kriegsverluste überkompensierte und die iranische Bevölkerung trotz der Kriegsverluste im Iran-Irak-Krieg stärker wuchs als zuvor und danach).

Apropos Krieg: auch der Männerüberschuss sowohl in Aserbaidschan als auch in Armenien wird von manchen Experten als möglicher Kriegsgrund für den Karabachkrieg gewertet: Kriege sind traditionell eine "gute" Möglichkeit, Männerüberschüsse loszuwerden (und das kulturunabhängig weltweit), und passen zur Aggressivität der unbeweibten Männer gut zusammen. Sowohl Armenien wie auch Aserbaidschan sind Schwellenländer mit erstens einigermaßen gutem Zugang zu Methoden der pränatalen Diagnostik und zweitens Abtreibung weiblicher Föten und drittens einer eher patriarchalen Kultur. Paradoxerweise trägt hier die Medizin, genau: die pränatale Diagnostik und die Abtreibung möglicherweise zum Krieg bei, ähnlich wie die medizinischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts (z.B. Penicilin) zu Bevölkerungsexplosion und den beiden Weltkriegen vermutlich beitrugen.

Es gibt übrigens durchaus malthusianistische Überlegungen in grünen Strategiepapieren, aber in einem umso krasserem Gegensatz steht die radikale Skandalisierung von Tötungen, die eigentlich auch neomalthusianistisch gesehen werden können.

Und auch das "Wir müssen was tun !" der grünen Infrastrukturministerin Gewessler ist in diesem Zusammenhang sehr zweideutig: soll das bedeuten: "Wir müssen was tun, um Maurers Mitschuld an diesem Frauenmord zu vertuschen!" ?

Ebenso Richtung Vertuschung läuft Sigrid Maurers Aussage, es sei unerheblich, ob der "Mörder" (so sie; vor Abschluss der Ermittlungen über das Motiv, Urteil über das Motiv eigentlich nur der "Täter", es sei denn, man darf so wie Maurer geschützt durch die parlamentarische Immunität lügen) der Bierwirt sei oder nicht. Wenn die Freiheitlichen derartige Unerheblichkeitserklärungen machen würden, würden die Grünen Frauen an die Decke springen, und protestieren "gegen Vertuschung".

Dreamtime License / Grzegorz Kula https://de.dreamstime.com/lizenzfreie-stockbilder-mord-image15014919

Links dazu:

https://www.derstandard.at/story/2000126045902/beziehungsprobleme-haben-meist-mit-der-vergangenheit-zu-tun

https://www.profil.at/gesellschaft/ausloeschalarm-warum-gibt-es-in-oesterreich-so-viele-frauenmorde/401360504

https://www.ipg-journal.de/regionen/global/artikel/wenn-frauen-fehlen-4809/

( Geschrieben von einer Politikwissenschafterin an der Uni Aarhus/Dänemark; man muss die Qualität eben importieren, die inländische Frauen in Journalismus und Wissenschaft scheinbar nicht liefern können oder wollen, vielleicht auch, weil die Uni Wien zu sehr vernetzt und verwoben mit der SPÖ Wien ist )

D.K.

Männerüberschuss als Anteil der männlichen Bevölkerung in Österreich in den Alterskohorten 20-39 Jahre, also genau den Jahrgängen, die bzgl. Frauentötungen mit der höchsten Wahrscheinlichkeit aller Altersgruppen Täter werden (z.B. "0,01" bedeutet "ein Prozent" ); aufgearbeitet aus Daten der Statistik Austria dazu.

? Profil.at

Frauenmorde in Österreich laut Profil; die Korrelation (die vielleicht eine Kausalität ist) zwischen Männerüberschuss und Frauenmorden fiel so manchem und so mancher auf, nur in Österreichs Medien und Parteien scheinbar nicht.

Nach 2015 (also Beginn der Syrienflüchtlingswelle) steigen sowohl Männerüberschuss als auch Frauenmorde stark an, was vermuten lässt, dass ein Zusammenhang bestehen könnte.

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