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Wie verschiedene Blogger schon berichteten, haben die Wiener Linien eine Kampagne gegen Manspreading, also mit gespreizten Beinen in Öffis sitzende Männer begonnen. Was dabei unerwähnt blieb, ist, dass es längst schon das weibliche Gegenstück gibt, das Womanspreading.

Was wollen uns die Wiener Linien mit ihrer Kampagne, die sich nur an Männer richtet, also sagen ? Dass nur Frauen mit gespreizten Beinen und viel Platz einnehmend in Öffis sitzen dürfen, aber Männer nicht ?

Ich bloggte übrigens schon vor ca. anderthalb Jahren zu Womanspreading:

Gerade im Winter können die hohen Temperaturdifferenzen zwischen geheizten Öffi-Innenraum und kalten Freien zu einer Schweissproblematik führen, die man einigermaßen durch Spreading lösen kann; weil es eben unmöglich ist, sich so anzuziehen, dass man weder schwitzt noch friert.

Und gerade Männer haben zusätzliche Körperteile, die zu einer erhöhten Schweissproblematik bei Winterkleidung beitragen können.

Auch so gesehen könnte sich ein geschlechterundifferenziertes Spreadingverbot als männerfeindlich erweisen.

Die sich ankündigende Diktatur der Frauen hat eine gewisse Affinität zum Federico-Fellini-Klassiker "Stadt der Frauen":

Diese Szene aus "Stadt der Frauen" hat auch einen Bezug zum Thema, obwohl der Film vor ca. 40 Jahren entstand: das, was am Anfang so aussieht wie ein manspreadender Mann, entpuppt sich im Laufe der Szene als womanspreadende Frau. So einfach können Mißverständnisse entstehen ....

Sind Frauenprivilegien bei Pensionsantrittsalter (Frauen dürfen früher in Pension gehen, obwohl sie länger leben) und bei Wehrpflicht (besteht bei Männern, nicht bei Frauen) noch nicht genug ? Offensichtlich nicht. "Nachdem eine Bewegung ihre legitimen Forderungen durchsetzte, geht sie dazu über, ihre illegitimen Forderungen durchzusetzen zu versuchen", sagte einmal jemand, und das scheint auf die Frauenbewegung auch zuzutreffen.

Gerade im öffentlichen Verkehr herrscht unter den KundInnen sowieso ein Frauenüberschuss bzw. eine Frauendominanz, und eben deswegen sind Männer, die sich danebenbenehmen, eigentlich eh sehr selten.

Außerdem ist unverständlich, wieso Manspreading auch dann verboten sein muss, wenn genug Platz ist und kaum Leute im öffentlichen Verkehrsmittel.

Ich verwende seit ca. 50 Jahren öffentliche Verkehrsmittel, und ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, dass ein Mann nicht Platz gemacht hätte bzw. Manspreading eingestellt hätte, wenn er dazu aufgefordert bzw. darum gebeten worden wäre.

So gesehen dient diese Kampagne vielleicht einzig und alleine dazu, Männer als asoziale Wesen zu brandmarken, die ohne Vorschrift nicht zu rücksichtsvollem Verhalten zu bewegen wären.

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KlausBärbel

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