Siebzehn Jahre alter lateinamerikanischer White Supremacist erschießt Weiße auf friedlichem Protest

In Kenosha im Bundesstaat Wisconsin hat ein White Supremacist friedliche Demonstranten erschossen und wurde auf der Flucht gestellt. Das erfuhren die amerikanischen Wähler gestern in den Morgennachrichten. Das sollen die Leute glauben. Und so steht es im Verhaftungsprotokoll.

Die Geschichte entwickelt sich gerade, und es wird schwierig werden, die Geschichte zu verkaufen wie geplant.

Zum einen ist der White Supremacist selber kein Weißer, sondern ein Latino, noch dazu erst 17. Der junge Mann ist im letzten Jahr in der Ausbildung zum Sanitäter und war wenigstens einmal im freiwilligen Arbeitsdienst der Gemeinde. Bilder zeigen ihn in einer Art Polizeiuniform als eine Art Hilfsscheriff, er war für "Blue Lives Matter", einer neuen Bewegung für mehr und bessere Polizei aktiv, und er hat offensichtlich schießen gelernt -- mit einem Armeesturmgewehr, wie das in den USA sehr beliebt ist, besonders am Land. Als Hilfssheriff hat er sich präzise der Aufgabe gewidmet, in einer Bürgermiliz Leben und Eigentum zu schützen. GANZ GENAU DAFÜR IST DAS RECHT AUF VOLKSBEWAFFUNG IN DER AMERIKANISCHEN VERFASSUNG. Friedliche Demonstranten sind im ersten Zusatzartikel geschützt: Recht auf friedliche freie Versammlung und Recht auf Petition, d.h. Konfrontation der gewählten Vertreter.

Nun kam es, dass vorgestern Abend nach (Continental Daylight Savings Time) der junge Hilfssheriff von einem äteren Freund oder Verwandten in seinen Autoladen berufen wurde, um sein Gelände vor Plünderern und Brandstiftern zu schützen, die seit Tagen in der Gegend wütenden und bereits Schaden in Millionenhöhe verursacht hatten, darunter an einem Autoladen, der geplündert und in Brand gesteckt worden war.

Dazu gibt es ein Youtube-Interview von vor der Schießerei. Kyle, so der Name des späteren Todesschützen, erklärt auf Video worauf er vobereitet sei: Vertreidigung des Grundstücks sowie Eingreifen bei Gewalt, "der Gefahr in den Weg treten", aber auch erste Hilfe zu leisten. Ein Sportschütze und Sanitäter bei einem friedlichen Protest von Plünderern, Brandstiftern und Gewalttätern -- was könnte man mehr verlangen?

Das chronologisch nächste Video zeigt Kyle beim Davonlaufen vor einem Mob von friedlichen Demonstranten. Offensichtlich sind sie mit Kyles Dienst nicht einverstanden und in böser Absicht hinter ihm her. Ein Mann wirft etwas nach Kyle, dass anscheinend in Flammen steht, aber es ist nur ein Lichtreflex einer Flasche in einem Plastiksack. Kyle schießt, trifft und der Flaschenschmeißer ist getroffen. Kyle geht auf den Mann am Boden zu, ergreift dann aber die Flucht vor dem Mob und gibt telefonisch durch, dass er gerade jemanden erschossen hat.

Dieser Vorgang ist aus diversen Perspektiven gleichzeitig gefilmt, und Videos existieren noch auf Youtube.

Als nächstes ist Kyle weiter auf der Flucht vor dem Mob und stolpert über seine eigenen Füße. Als er am Boden liegt, wird er von zwei Männern angegriffen -- der eine verwendet sein Skateboard als Prügel, der andere hat eine Pistole.

Kyle erledigt den Skateboarder vom Boden aus und duelliert sich mit dem Pistolenmann. Der Mann mit der Pistole täuscht vor, aufzugeben, richtet dann aber ruckartig die Waffe auf Kyle und wird prompt in den rechten Arm geschossen.

Der Mob hält sich in sicherer Entfernung. Kyle steht auf, um sich der Polizei zu ergeben. Mit erhobenen Händen marschiert er im Blaulicht der Polizeiautos und wird von den Polizisten in Empfang genommen.

Auch von diesem Vorgang gibt es lückenlose Aufzeichnungen aus mehreren Perspektiven, und sie werden durchaus zirkuliert und auf Youtube geduldet.

Das Problem für die Massenmedien ist, dass sie die Anschmierung vom Herrn White Supremacist schon begonnen haben, aber schon die oberflächliche Recherche entschleiert, dass es eher seine Gegner waren, die eine zweifelhafte Vergangenheit und Vorstrafen haben. Der Pistolenmann war auf Bewährung nach bewaffneten Raubüberfall und durfte gar keine Waffe auch nur bei sich haben. Der andere bekam anscheinend zehn Jahre Schmalz für Verführung Minderjähriger.

Und alle drei Gegner sind fast so hellhäutig wie der Verfasser, das heißt, dass hier laut Massenmedien ein Latino-White Supremacist auf drei Vertreter seiner verherrlichten Rasse geschossen hat.

Die Geschichte entwickelt sich erst, aber Wisconsin ist ein traditionell reaktionärer Staat. Dass sich dort die Bevölkerung gegen Plünderer und Brandstifter bewaffnet, ist keine Überraschung. Die Anklage wegen "war auf der Flucht" ist schon mal offensichtlich Quatsch und hätte der Polizei eigentlich bewusst sein müssen. Das könnte bereits als Formalausschluss gelten, wenn die Anwälte teuer genug sind. Es ist nicht zu erwarten, dass die Bevölkerung von Kenosha den Medienzirkus

und den offensichtlich geplanten Schauprozess mitzumachen, noch dazu für jemanden, der jetzt vermutlich am Weg zum Nationalhelden ist. Die Massenmedien sitzen tüchtig in der Tinte. Die Recherchen zum Hintergrund der Gegner und dem genauen Hergang haben erst angefangen. Es wird nicht möglich sein, diese Geschichte totzuschweigen.

Seien wir doch gespannt, wie die Berichterstattung weitergeht. Und ob im ORF und im Standard auch etwas darüber gebracht wird.

WilliamCho/pixabay https://pixabay.com/de/photos/gerechtigkeit-statue-lady-justice-2060093/

Update: Staranwalt wird Gratis-Rechtsbeistand

L Lin Wood heißt der Mann, der voriges Jahr bekannter wurde, weil er mehrere Nachrichtensender und Tageszeitung wegen Verleumdung und übler Nachrede zu je 125 Millionen Dollar verklagte, darunter die graue Dame New York Times, die auch ohne solche Zahlungen schon ziemlich pleite ist. Wie im gegenständlichen Fall ging es um einen Minderjährigen, der allerdings absolut niemanden erschossen hatte, sondern - so der Vorwurf der Massenmedien - in widerlich faschistischer Weise gegrinst, als er von einem irren Indianer und Schwarzjüdischen Superioristen belästigt wurde. Als die Geschichte wegen der Untätigkeit des Buben keine Beine bekam, mussten sie ihn verleumden. Bei CNN ist die Klage bereits durch. Der gute Junge wurde gestern vorübergehend wieder berühmt, weil er am Donald Trump-Kongress eine bewegende Fernsehansprache hielt. Diese Ansprache wurde von CNN nicht übertragen.

Bei Kyle wird es sehr wahrscheinlich ebenfalls um fantastische Summen an Schadenersatzforderungen gehen, weil die Verleumdung vermutlich noch hysterischer werden wird. "White Supremacist" war jedenfalls auch beim "Sandmann", so der Name des faschistischen Grinsers, der Schlüssel zu den Millionen. Wohl aus diesem Grund tummelte sich die graue Dame, einen relativ objektiven Bericht über den Vorfall zu liefern, denn noch so ein Urteil und die graue Dame ist reif für den schwarzen Herrn.

Wie oben erklärt, diese Geschichte ist bereits extrem peinlich für die Massenmedien, weil sie nicht nur die tendenziöse und vollkommen unrecherchierte Berichterstattung zu Kyle wie an einem Lehrstück demonstriert, sondern überhaupt die gesamte Berichterstattung zu den friedlichen Protesten, die eigentlich ein Woodstock sind, mit Gesang und Selbstausdruck, z.B. Lagerfeuer in Autohandlungen oder Blendung von Polizisten mit Laserstrahlen. So wird auch Covid berührt, denn noch herrscht in den USA zu einem großen Teil noch Lockdown mit strengstem Protestverbot wegen Ansteckungsgefahr -- außer der Protest ist ein Friedensprotest zum Andenken an gewalttätige vorbestrafte Verbrecher. Dann halten sich die Viren vornehm zurück um den Marsch des Fortschritts nicht zu gefährden. Oder so. Standard und ORF sind live dabei und weichen keinen Millimeter vom vorgegebenen Schwachsinn ab. Kyles Geschichte und die unvermeidbare Blamage sind sehr wichtig für amerikanische Medienkonsumenten, denn sie fördern politische Reife, selbständiges Denken und Medienkompetenz. L Lin Wood kennt sich aus mit Medien und wie man sie blamiert.

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