Wer hat (Mit)Schuld am Ukraine Krieg?

"Unprovoziert" Hochrangige US-Strategen, internationale Diplomaten und Wissenschaftler haben den Konflikt vorausgesagt und geopolitisch skizziert:

Zusammengestellt von Gregor Czisch 🙏

Paul Wolfowitz (1992): Formulierte in der Wolfowitz-Doktrin das primäre US-Ziel, das Wiedererstarken Russlands als Großmacht im post-sowjetischen Raum zu verhindern und die Re-Integration ehemaliger Sowjetrepubliken wie der Ukraine in ein russisches Bündnissystem dauerhaft zu unterbinden.

Joe Biden (1997): Warnte als US-Senator explizit davor, dass die NATO-Erweiterung in Richtung der Grenzen Russlands – und insbesondere die Einbindung von Staaten an der Peripherie wie der Ukraine – eine drastische, feindselige Reaktion Russlands auslösen würde.

Zbigniew Brzezinski (1997): Beschrieb in Die einzige Weltmacht die Ukraine als den entscheidenden „geopolitischen Drehpunkt“: Ohne die Ukraine höre Russland auf, ein eurasisches Reich zu sein, weshalb die Loslösung der Ukraine von Russland der Schlüssel zur Absicherung der US-Hegemonie sei.

Jack F. Matlock Jr. (1997): Der ehemalige US-Botschafter in Moskau sagte vor dem US-Senat aus, dass das Vorrücken der NATO an die Grenzen Russlands die europäische Sicherheitsarchitektur zertrümmere und unweigerlich zu einer militärischen Konfrontation um Pufferstaaten wie die Ukraine führen müsse.

George F. Kennan (1998): Nannte das Heranrücken der NATO an das Territorium Russlands den verhängnisvollsten Fehler der US-Politik, der Russland in die Re-Militarisierung treiben und schwere Krisen um die neutrale Rolle der Ukraine provozieren werde.

William J. Burns (2008): Der damalige US-Botschafter in Moskau kabelte in der berühmten Depesche „Njet heißt Njet“, dass ein angestrebter NATO-Beitritt der Ukraine für die gesamte Führung in Russland die roteste aller roten Linien darstelle und Russland zur militärischen Intervention in der Ukraine zwingen würde.

Henry Kissinger (2014): Betonte nach den Ereignissen in Kiew, dass die Ukraine niemals als westlicher Vorposten gegen Russland missbraucht werden dürfe, sondern als neutrale Brücke zwischen Russland und dem Westen fungieren müsse, um einen verheerenden Konflikt zu verhindern.

John J. Mearsheimer (2014): Analysierte in seinen Arbeiten treffsicher, dass der Versuch des Westens, die Ukraine in ein NATO-Bündnis gegen Russland zu integrieren, Russland dazu bewegen werde, die Ukraine eher militärisch zu zerstören, als sie als feindliche Ausgangsbasis zu dulden.

Robert Gates (2014): Der ehemalige US-Verteidigungsminister kritisierte in seinen Memoiren den NATO-Gipfel von Bukarest 2008 scharf und bezeichnete die Absicht, die Ukraine in die NATO aufzunehmen, als rücksichtslose Ignoranz gegenüber den vitalen Sicherheitsinteressen Russlands.

Stephen Cohen (2014/2018): Der renommierte US-Sowjetunion-Historiker warnte jahrelang eindringlich davor, dass die westliche Einmischung und die Verwandlung der Ukraine in ein NATO-Brückenkopf-Territorium unweigerlich zu einem verheerenden Stellvertreterkrieg mit Russland führen werde.

Helmut Schmidt (2014): Der ehemalige deutsche Bundeskanzler warf der EU und der NATO Größenwahn vor und betonte, dass der Versuch, die Ukraine vor die Wahl zwischen dem Westen und Russland zu stellen, die historisch bedingten Realitäten ignoriere und Europa an den Rand eines Krieges treibe.

Chas Freeman (2022): Der frühere stellvertretende US-Verteidigungsminister analysierte treffsicher, dass die US-Strategie, die Ukraine aufzurüsten und gegen Russland in Stellung zu bringen, darauf abzielt, einen geopolitischen Krieg gegen Russland „bis zum letzten Ukrainer“ zu führen.

Ted Galen Carpenter (2015): Der Außenpolitik-Analyst des Cato-Instituts dokumentierte frühzeitig, dass die Umwandlung der Ukraine in ein de facto NATO-Mitglied für Russland eine Rote Linie darstelle, deren Überschreiten den Konflikt mit Russland unausweichlich mache.

Strobe Talbott (1995/1999): Der stellvertretende US-Außenminister unter Clinton räumte intern ein, dass die Osterweiterung von Russland als strategische Einkreisung verstanden werden müsse und die neutrale Pufferzone um die Ukraine massiv entwerte.

James Baker (1990): Sicherte in den Verhandlungen zur Wiedervereinigung die historische Formel zu, dass sich die NATO-Jurisdiktion „keinen Zoll nach Osten“ ausdehnen werde, um die Sicherheitsinteressen Russlands zu wahren und eine Konfrontation um Grenzländer wie die Ukraine von vornherein zu verhindern.

Fiona Hill (2008): Die spätere nationale Sicherheitsberaterin warnte George W. Bush vor dem Bukarester NATO-Gipfel eindringlich, dass ein Beitrittsversprechen an die Ukraine von Russland als präventiver Kriegsgrund eingestuft werde und die Übernahme der Krim oder eine militärische Intervention Russlands in der Ukraine provoziere.

Hans-Dietrich Genscher (1990): Formulierte in seiner Tutzinger Rede das geopolitische Grundprinzip, dass eine NATO-Erweiterung in Richtung der Grenzen Russlands unterbleiben müsse, um das europäische Gesamthaus nicht zu gefährden und die Ukraine nicht in eine tödliche Pufferzonen-Falle zu manövrieren.

George P. Shultz (1997): Der frühere US-Außenminister unterzeichnete zusammen mit 50 prominenten US-Strategen den Open Letter to President Clinton, in dem exakt davor gewarnt wurde, dass die Ausdehnung des Bündnisses Russland nachhaltig an den Rand drängen und die Ukraine zur ultimativen Bruchlinie eines neuen Kalten Krieges machen würde.

Malcolm Fraser (2014): Der ehemalige australische Premierminister analysierte nach den Ereignissen auf dem Maidan, dass der Versuch des Westens, die Ukraine militärisch und wirtschaftlich aus der historischen Bindung an Russland herauszubrechen, ein existenzielles Pokerspiel sei, das Russland niemals kampflos hinnehmen werde.

Peter Hitchens (2010): Der britische Bestsellerautor und Moskau-Korrespondent prognostizierte jahrelang, dass die unbedachte West-Ausdehnung auf das Territorium der Ukraine die Machtpolitik Russlands herausfordern und das Land in ein Trümmerfeld verwandeln werde.

Jeffrey Sachs (2022): Der US-Ökonom und Regierungsberater dokumentierte in zahlreichen Beiträgen wie The War in Ukraine is the Culmination of a 30-Year Project, dass der paranoide Vorstoß der USA zur Verwandlung der Ukraine in einen NATO-Vorposten der eigentliche Beschleuniger war, der den Krieg mit Russland unvermeidlich machte.

Quelle:Netzfund

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