Asylprobleme offen und ehrlich diskutieren!

Entschuldigen Sie bitte!

Natürlich verstehe und teile ich die Empörung über die erschütternden Zustände im Asylbereich. Eigentlich dürfte es so etwas in Österreich nicht geben.

Und ich weiß auch noch nicht so genau, wie ich meine Bedenken formulieren soll, dass sie verstanden werden.

In dieser Diskussion wird meiner Meinung nach gleichsam mit einer Schrottflinte auf die vermeintlichen Ursachen und Schuldigen gefeuert, nach der Devise, es wird schon die richtigen Treffen.

Dazu gehören einerseits Pauschalbeschuldigungen der österreichischen Bürger und anderseits das absolute Verbot, Kritik oder Infragestellung über die derzeitigen Flüchtlingsströme anzustellen. Fragt sich eigentlich niemand, wie das weiter gehen soll?

Die Menschen, die in Europa ankommen, sehe ich als Individuen, mit ihrem Leid und ihrem Schicksal und bin darob betroffen. Aber ich sehe nicht nur diese Menschen in ihrer Not, sondern Millionen anderer, denen in ihrer Heimat ebensolches Leid widerfährt. Haben wir gegenüber diesen „Individuen“ weniger Verantwortung? Muss man vor lauter „Menschlichkeit“ seinen Realitätssinn aufgeben?

Auch finde ich die dauernden Vorwürfe gegen die europäischen Völker nicht angebracht. Es gibt genug Selbstvorwürfe und genug Ankläger. Aber wie viel Schuld trifft die europäischen Völker, die arbeitenden Menschen, die für das bisschen Wohlstand ihr Leben lang hart gearbeitet haben?

Diese europäischen Staaten, die nach dem 2.Weltkrieg ein neues Europa im Geiste der Menschlichkeit, der Freiheit, der Gleichberechtigung und der Gewaltlosigkeit aufbauten. Europäer haben in friedlicher Koexistenz, durch Förderung von Bildung, industriellen und landwirtschaftlichen Fortschritt gepaart mit sozialer und ökologischer Verantwortung über die Jahrzehnte einen Lebensraum geschaffen in dem eine freie individuell gestaltete Lebensführung möglich ist.

In diesem Geiste aufgewachsene Europäer sind Teil liberaler und offener Gesellschaften, die vielen zugewanderten Menschen, unabhängig von deren Hautfarbe, Nationalität oder Religion, an diesem Lebensstil und Wohlstand teilhaben lassen wollten und wollen. Daher muss jetzt Schluss sein mit Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen, denn es geht immer mehr darum, uns selbst schlecht zu reden.

Es gibt genug Berichte über die Armut in unseren Ländern, und auch genug Menschen die sich gerade so über Wasser halten. Das diese Menschen dann über diese Massenzuströme besorgt sind, weil sie vermuten (zu Recht), dass sich ihre Situation dadurch noch verschlechtern könnte, können Menschen die in relativen Wohlstand leben nicht verstehen.

Alternativen werden derzeit kaum diskutiert, wie z.B. Flüchtlingszentren in nordafrikanischen Staaten zu gründen oder auszubauen und mit finanziellen Mittel der europäischen Staaten dort eine menschwürdige Versorgung zu gewährleisten.

Es müssen auch Fragen über die Selbstverantwortung der Flüchtlinge gestellt werden, ohne immer gleich durch einen Aufschrei der Empörung und Entrüstung jede vernünftige Analyse abzuwürgen. Allzu viele haben sich in ihrem Schneckenhaus der bedingungslosen Menschenliebe bequem eingerichtet, wo sie meinen vor der allzu harten und brutalen Realität geschützt zu sein.

Es ist ein naiver Versuch seiner Angst und Beklemmung über die Zustände in der Welt zu entkommen.

Es müssen Fragen über Flüchtlinge gestellt werden, Flüchtlinge, die in der Lage sind, mehrere tausend Euro an Schlepper zu zahlen, wo anderenorts (demnach ist ein Inder nicht mehr arm, wenn er im Monat 9,76 Euro verdient) Menschen mit diesem Geld Jahre lang überleben könnten oder sich eine Existenz gründen könnten.

Es müssen viele Fragen gestellt werden, unter anderem auch über die Mitverantwortung mancher Flüchtlinge an den Zuständen in den eigenen Ländern.

Es muss auch die Frage erlaubt sein, da die meisten ja über Handys verfügen, warum sie sich nicht gegenseitig über die überfüllten und katastrophalen Zustände informieren und den anderen davon abraten auch noch dort hin zu kommen.

Ist es nicht auch eine Wahrheit, dass die Massen an jungen, gesunden und starken Männern, die die Überfüllung der Asylsammelstellen ignorieren, und darauf pochen dass wir nun für ihre menschenwürdige Unterbringung verantwortlich sind, gerade gegenüber den Schwachen, Kranken, Kinder und Frauen verantwortungslos sind.

Und wie viel Solidarität und gegenseitige Hilfe bringen die Asylanten für einander auf, helfen sie den Müttern mit Kleinkindern z.B. dadurch dass sie ihnen ihre Betten in den Häusern überlassen, sie Unterstützen bei der Nahrungsbeschaffung, dass sie sich selbst auch um die Reinhaltung der sanitären Einrichtungen kümmern und Frauen und Kindern den Vortritt in wichtigen Bereichen lassen?

Diese und noch viele Fragen werden heute, entweder aus Angst als inhuman oder rechtsradikal diskreditiert zu werden oder durch ein naives und weltfremdes Menschenbild, nicht gestellt.

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fischundfleisch

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