Fotomontage Manfred Breitenberger

Heute vor 81 Jahren, am 22. Juni 1941 begann das „Unternehmen Barbarossa“, der rassenbiologische Vernichtungskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands, mit 3,6 Millionen Soldaten, 3.500 Panzern, 600.000 motorisierten Fahrzeugen, 7.000 Geschützen und 2.700 Flugzeugen an einer 3.000 Kilometer langen Front zwischen Ostsee und Schwarzem Meer gegen die Sowjetunion. Zehn rumänische, achtzehn finnische Divisionen und drei ungarische Brigaden verstärkten den Angriff. Die deutsche Propaganda verkaufte den Überfall als europäischen Kreuzzug zur Verteidigung der Kultur gegen den „jüdischen Bolschewismus.“

27 Millionen Sowjetbürger wurden durch diesen Vernichtungskrieg ermordet, mehr als die Hälfte davon hinter der Front, ehe es der Roten Armee gelang Auschwitz und die Sowjetunion zu befreien. Allein im ersten Kriegsjahr verlor die Rote Armee 2,6 Millionen Soldaten durch Tod und drei Millionen durch Gefangenschaft. Stalin hatte alle Warnungen vor einem deutschen Angriff ignoriert und durch die Ermordung eines großen Teils des sowjetischen Offizierskorps während der „großen Säuberungen“ der Jahre 1937/38 war die Rote Armee stark geschwächt.

Die zivilen Opfer der Sowjetunion betrugen 15,2 Millionen Menschen, darunter 2,4 Millionen sowjetische Juden und eine Million Leningrader Bürger. Mindestens 500.000 Menschen wurden als „Partisanen“ ermordet. Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel erließ 1941 den sogenannten Sühnebefehl. Für jeden aus dem Hinterhalt getöteten Soldaten seien 50-100 Zivilpersonen aus dem nächsten Dorf oder der nächsten Stadt hinzurichten. Mit dem Sühnebefehl kam es zu unzähligen Geiselnahmen unter der Zivilbevölkerung, meist Juden, Kommunisten oder Zigeuner. Die materiellen Schäden waren ungeheuerlich, 1.700 Städte und zehntausende Dörfer waren vollkommen zerstört. 25 Millionen Menschen waren 1945 obdachlos. Tausende sollten noch 1946 in den zentralen Gebieten Russlands verhungern. Die Wehrmacht praktizierte auf ihrem Rückzug eine „Politik der verbrannten Erde“, die Sowjetunion wurde restlos geplündert und alles Brauchbare zerstört oder in den Westen transportiert.

Bereits 1925 erklärte Adolf Hitler die Vernichtung des "jüdischen Bolschewismus" zum Hauptziel des Nationalsozialismus. Der gesamte europäische Teil der Sowjetunion sollte erobert, ihre politischen und militärischen Führungskräfte ermordet und große Teile der Zivilbevölkerung dezimiert und entrechtet und die eroberten Gebiete sollten germanisiert werden. Beispielsweise sollte die Krim „von allem Fremden geräumt und deutsch besiedelt werden“ und als mögliche Siedler waren die Südtiroler favorisiert. Der Krieg gegen die Sowjetunion war laut Hitler eine „Auseinandersetzung zweier Weltanschauungen.“

Der Krieg verlange ein „rücksichtsloses und energisches Durchgreifen gegen bolschewistische Hetzer, Freischärler, Saboteure, Juden und restlose Beseitigung jedes aktiven und passiven Widerstandes“, so die Direktiven des NS-Staates. Deutlich wurde der Aufruf zum Massenmord im „Kommissar-Befehl“ und im „Kriegsgerichtsbarkeitserlass“. Dort wurden deutsche Offiziere und Mannschaften zur Ermordung aller verdächtigen sowjetischen Zivilisten ermächtigt. Die eroberte Bevölkerung wurde vollkommen entrechtet und ausgehungert, allein in Charkow verhungerten 80.000 Menschen und im belagerten Leningrad waren es über eine Million. Mit der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, der Stadtbewohner und der Industriearbeiterschaft sollte eine neue Bevölkerungs- und Industriestruktur entstehen. Rund drei Millionen sowjetische Zwangsarbeiter wurden ab Herbst 1941 nach Deutschland verschleppt und lebten dort auf der untersten Stufe des NS-Rassestaats und noch in der letzten Kriegsphase wurden Zehntausende von ihnen ermordet.

Im „Generalplan Ost“ wurden die Vernichtungs-, Versklavungs- und Umsiedlungspläne der deutschen Besatzer niedergeschrieben. Von den insgesamt 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen starben drei Millionen nach ihrer Gefangennahme, sie verhungerten, erfroren, starben an Seuchen oder wurden auf Todesmärschen erschossen. 1941 zählte die Bevölkerung der Sowjetunion 194 Millionen Menschen. Innerhalb von fünf Monaten eroberten die deutschen Truppen ein Gebiet von einer Million Quadratkilometer wo rund 80 Millionen Menschen lebten. Diese industrialisierten Regionen, landwirtschaftlichen Gebiete und die großen Städte waren einer erbarmungslosen Politik der Ausbeutung, des Hungers und des Massenmords unterworfen. In einer beispiellosen Kraftanstrengung gelang es der Sowjetunion bis 1941 rund 2.000 Industriebetriebe nach Osten zu evakuieren.

Der Historiker Ian Kershaw bezeichnet den Krieg gegen die Sowjetunion den „zerstörerischsten und barbarischsten Krieg in der Geschichte der Menschheit“, er schreibt: „Der Weg zum Holocaust war mit einem großen Kräftemessen mit dem Bolschewismus verbunden, und durch die skizzierten Ideen vorgezeichnet. Das Erbe von mehr als zwei Jahrzehnten tief verwurzelter, oft fanatisch vertretener Hassgefühle gegen den Bolschewismus war unlöslich mit dem Antisemitismus verknüpft, was sich in seiner ganzen Grausamkeit offenbaren sollte.“

Ukrainische Kollaboration und antisemitische Pogrome

Noch vor dem Einmarsch der deutschen Truppen verübte der heutige Nationalheld der Ukraine Stepan Bandera mit seiner OUN in der Westukraine ein Massaker in Lemberg mit über 7.000 ermordeter Juden und  Kommunisten. In den Gefängnissen von Lemberg waren antikommunistische Ukrainer inhaftiert, die ins Hinterland transportiert werden sollten. Am 25. Juni 1941 versuchten ukrainische Nationalisten sich gegen die abziehenden Sowjets zu erheben, und die politischen Gefangenen zu befreien. Der Aufstand misslang und das NKWD liquidierte tausende ukrainische Häftlinge. Die ukrainischen Nationalisten machten die Juden Lembergs für die Morde verantwortlich. Das Bataillon Nachtigall, mit dem späteren Bundesvertriebenenminister Theodor Oberländer, marschierte mit der Wehrmacht am 30. Juni 1941 in Lemberg ein und  unmittelbar danach kam es vor allem durch die ukrainische Miliz OUN zu Judenpogromen. In der Westukraine wurden die deutschen Truppen von der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung enthusiastisch als Befreier begrüßt. Besondere Huldigungen erfuhr das aus ukrainischen OUN-Nationalisten bestehende Bataillon „Nachtigall“, das als „Stepan Bandera Bataillon“ gefeiert und nicht nur mit Blumen, sondern auch mit Kniefällen und Gebeten empfangen wurde. „Erschlagt die Juden und die Kommunisten!“ war auf den Anschlägen in Lemberg und in der Westukraine zu lesen und „Lang lebe Stepan Bandera, lang lebe Adolf Hitler!“ Im weiteren Verlauf ermordeten die Deutschen mit ihren ukrainischen Gehilfen, der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) alleine in Lemberg 400.000 Juden und 140.000 russische Gefangene. Nach der Besetzung Kiews wurden unter anderem in der Schlucht von Babij Yar  zwischen dem 29. und 30. September mehr als 33 000 Juden, überwiegend Frauen, Kinder und Alte erschossen. Beteiligt an dem Massaker waren unter anderen das Sonderkommando 4a,  Kommandos des Polizeiregiments Süd und die ukrainische Miliz. Die jüdische Gemeinde Galiziens, mehr als 540.000 Menschen, wurde fast vollständig ausgelöscht. Maximal drei Prozent der galizischen Juden haben den Terror überlebt. Ukrainische Hilfspolizisten der Wehrmacht und Verbände der OUN beteiligten sich am Völkermord und exekutierten noch im Frühjahr 1944 in die Wälder geflüchtete Juden.

Auf dem Territorium der heutigen Ukraine lebten ungefähr 2,7 Millionen Juden, 1,6 Millionen wurden von den deutschen Besatzern und den ukrainischen Gehilfen ermordet. Rund 100.000 Juden überlebten im Untergrund in den Wäldern und bei den Partisanen. Für rund 900.000 Juden, vor allem aus der Ostukraine schuf der Widerstand der Roten Armee im Sommer und Herbst 1941 die Möglichkeit zur Flucht ins Innere der Sowjetunion. Für die Ermordung von etwa 1,8 Millionen Juden und etwa 50.000 Roma während der Aktion Reinhardt brauchten die Nationalsozialisten wenig eigenes Personal. Rund 1.000 ukrainische und litauische Freiwillige wurden im Ausbildungslager Trawniki für den Judenmord in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka vorbereitet, John Demjanjuk war einer von ihnen.

Zum Beispiel Kamenz-Podolsk und Charkow

Auf ihrem Vormarsch durch den südlichen Teil der Sowjetunion hatte die deutsche Heeresgruppe Süd mit ihren verbündeten Truppen bis August 1941 auf ihrem Weg Richtung Kiew eine breite Blutspur hinterlassen und zehntausende sowjetische Zivilisten ermordet. So wurden beispielsweise in Kamenz-Podolsk 23.600 Juden durch Massenerschießungen ermordet. Am 26. August 1941 begannen die Stabskompanie Jeckelns sowie das Polizeibataillon 303 mit den Massenhinrichtungen. Angewandt wurde ein Hinrichtungsverfahren, dass Jeckeln entwickelt hatte und das von ihm „Sardinenpackung“ genannt wurde. Die Opfer mussten sich mit dem Gesicht nach unten Schicht auf Schicht in die Gruben legen und wurden durch Genickschuss getötet. In seiner Vernehmung 1964 gab Hermann K., einer der Mordschützen, zu Protokoll: „Die Juden wurden laufend hereingeführt. Sie mussten sich teilweise hinlegen, teilweise wurden sie auch im Stehen jeweils durch Genickschuss getötet. Es waren Männer, Frauen und Kinder, ich erschoss jedoch nur Männer. Stockungen gab es keine ... Insgesamt habe ich etwa ein oder zwei Stunden geschossen. Dann wurden wir durch ein Polizeikommando abgelöst.“

Als letzte Großstadt eroberte die 6. Armee 1941 Charkow in der Ostukraine. Schon kurz vor der Einnahme der Stadt befahl das AOK 6 für „kollektive Sühne“ seien vor allem jüdische und bolschewistische Personen“ heranzuziehen. Als Sprengladungen von der abziehenden Roten Armee explodierten, wurden hunderte Zivilisten zur Vergeltung in den Straßen von Charkow erhängt. Hinter der 6. Armee kooperierte die Einsatzgruppe (EG) C, ihr Sonderkommando meldete bereits im November 1941 59.018 Exekutionen von Juden und Kommunisten nach Berlin. Die Eroberung von Charkow führte zum Massenmord an über 20.000 Bewohnern der Stadt. Zu diesem Zeitpunkt war die Ermordung der sowjetischen Zivilbevölkerung längst zur militärischen Routine geworden. Durch die Plünderungen der Wehrmacht blieb der einheimischen Bevölkerung kaum etwas übrig, weshalb auf der Suche nach Nahrung und Heizmaterial Zehntausende das Land durchstreiften. Sie wurden zu Tausenden Opfer der Partisanen-Jagdkommandos, die die 6. Armee inzwischen aufgestellt hat. Verdächtige Männer und Frauen wurden gefoltert und erschossen. Häuser und ganze Dörfer wurden abgebrannt, weil angeblich Bewohner der Dörfer Partisanen unterstützt haben sollen. Ganze Landstriche wurden als „bandenverseucht“ entvölkert und zu toten Zonen gemacht.

Zum Beispiel Odessa

Am 5. August 1941 begann die Belagerung Odessas durch die rumänische Armee, mit deutscher Unterstützung gelang nach sieben Wochen der Einmarsch. Der Terror gegen die Bevölkerung begann sofort mit der Ermordung jüdischer Führungspersönlichkeiten, darunter viele Ärzte. Am 22. Oktober wurde das Gebäude eines Divisionsstabes in die Luft gesprengt und 66 Offiziere und Soldaten der Wehrmacht kamen ums Leben. Als Vergeltungsmaßnahme wurde für jeden getöteten Offizier 200 und für jeden getöteten Soldaten 100 kommunistische Geiseln hingerichtet. An Straßenbahnleitungen und Fensterkreuzen wurden sie erhängt. Am 24. Oktober wurden 50.000 Juden der Stadt in den Vorort Dalnik getrieben und rund die Hälfte sofort ermordet, die Überlebenden wurden in vier Lagerhallen zusammengepfercht mit Benzin übergossen und angezündet.

Die Blockade von Leningrad

Zu den monströsesten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht zählt die „Blockade von Leningrad.“  Vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 wurde die sowjetische Stadt von den deutschen Soldaten der Heeresgruppe Nord belagert, von seinen maritimen Nachschubwegen abgeschnitten und einer totalen Seeblockade unterworfen.  Am 8. September 1941 schloss sich der deutsche Belagerungsring um die Stadt. Das ab Oktober 1941 einsetzende Massensterben der Leningrader war erklärtes Hauptziel der Belagerung. Das Ziel der Deutschen war die Leningrader Bevölkerung systematisch verhungern zu lassen. Wer aus der belagerten Stadt auszubrechen versuchte, wurde erschossen, zudem wurden Minengürtel gelegt. Die Bevölkerung sollte durch Bombenangriffe und Artilleriefeuer zermürbt werden. Gezielt schossen die Deutschen auf Lebensmittellager, Fabriken, Krankenhäuser, Versorgungsunternehmen und Wasserwerke.

Leningrad war für Hitler nicht nur das Symbol russischer Staatlichkeit und Großmacht, sondern auch die „Wiege des jüdischen Bolschewismus“. Deshalb sollte die Stadt wie Moskau nach ihrer Eroberung gänzlich zerstört werden. Franz Halder, der Chef des Generalstabs notierte zwei Wochen nach Beginn des Krieges, in seinem Tagebuch nach einer Unterredung mit Hitler: „Der feststehende Entschluss des Führers ist es, Moskau und Leningrad dem Erdboden gleichzumachen, um zu verhindern, dass Menschen darin bleiben, die wir dann im Winter ernähren müssten.“

Leningrad war neben Moskau die modernste und größte Stadt der Sowjetunion. Unmittelbar vor dem Krieg lebten dort knapp drei Millionen Menschen.  Die Leningrader waren während der Belagerung auf ständiger Nahrungssuche. Gegessen wurden beispielsweise Klebstoff, Tapetenkleister oder Lederwaren. "Ab November 1941 gab es in Leningrad weder Katzen oder Hunde noch Ratten und Krähen. In der verhungernden Stadt brach die Strom- und Wasserversorgung zusammen. Die Wohnungen konnten mitten im Winter nicht mehr beheizt werden. Das System der Leichenabholung und Bestattung brach im Januar 1942 zusammen, Tausende von Toten blieben in den Wohnungen und Krankenhäusern liegen.   In den Milizunterlagen, die 2004 veröffentlicht wurden, wurden für das Jahr 1942 2.000 Verhaftungen wegen „Leichenfresserei“ und „Menschenfresserei“ bestätigt, schreibt Erich Später in „Der dritte Weltkrieg“. „Am 9. Dezember 1941 gelang es der Roten Armee, den Verkehrsknotenpunkt Tischwin zurückzuerobern. Damit verbesserten sich die Möglichkeiten, Leningrad über den Ladogasee zu versorgen. Als das Eis des Sees Anfang Januar endlich dick genug war, um LKWs zu tragen, konnte die Stadt allmählich besser versorgt werden. Die "Straße des Lebens" war 45 km lang, 30 km führten über den zugefrorenen See. Die deutsche Armee versuchte mit allen Mitteln, diese Lebensader zu zerstören und die Stadt weiter abzuschnüren“, so Später weiter.  Während der 900-tägigen Belagerung kamen etwa 1.100.000 Menschen in Leningrad ums Leben, die meisten starben an Unterernährung und Unterkühlung.  Über zwei Millionen sowjetische Soldaten starben in der längsten Schlacht des zweiten Weltkriegs und retteten Leningrad und seine Menschen vor der Vernichtung.

Das jüdische antifaschistische Komitee

Während des 2. Weltkrieges warben die sowjetischen Juden um internationale Unterstützung für die bedrängte Sowjetunion und gründeten am 24. August 1941 dafür das sogenannte jüdische antifaschistische Komitee (JAK). Zum Beispiel wurden die von Stalin, wegen ihrer Kritik am deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt inhaftierten Führer der jüdisch-polnischen sozialistischen Arbeiterpartei BUND, Henryk Erlich und Viktor Alter freigelassen und arbeiteten von nun an im JAK. Das Präsidium bestand aus 19 Personen, deren Vorsitzender war Shlomo Michoels, der das Komitee bis zu seiner Ermordung im Januar 1948 leitete. Neben bekannten Schriftstellern wie Ilja Ehrenburg und Wassili Grossman waren zahlreiche Wissenschaftler, Ärzte und Parteifunktionäre Mitglieder des JAK. Sie repräsentierten die kulturelle, wissenschaftliche und politische Avantgarde der sowjetischen Juden.

Die internationalen Anstrengungen des JAK waren sehr erfolgreich, allein in den USA entstanden in den Kriegsjahren über 2.230 regionale Hilfskomitees, die sich im „Jüdischen Rat der Komitees zur Unterstützung der Sowjetunion“ zusammenschlossen. Den Vorsitz führte der Physik-Nobelpreisträger Albert Einstein zusammen mit dem jiddischen Schriftsteller Schalom Asch. Im Sommer 1943 besuchte Michoels die USA, rund eine halbe Million Menschen besuchten dort in 46 Städten seine Kundgebungen. Nicht nur in den USA, sondern auch in Großbritannien, Kanada, Australien und vielen Ländern Lateinamerikas entstanden Komitees für Solidarität mit der Sowjetunion. Führende zionistische Politiker wie Nahum Goldmann, Chaim Weizmann und David Ben-Gurion, die meist aus Russland stammten, riefen die Juden angesichts der tödlichen Bedrohung zur aktiven Unterstützung der Sowjetunion auf. Für die Gesamtheit der sowjetischen Juden wurde die Verteidigung der Sowjetunion zu einer Frage von Leben oder Tod. Über 500.000 sowjetische Juden kämpften in den Reihen der Roten Armee oder als Partisanen. Nach 1945 wurde das JAK in der Sowjetunion verfolgt und letztlich 1949 verboten. 1947/48 begannen die antisemitischen Kampagnen gegen „wurzellose Kosmopoliten“, „jüdische Nationalisten“ und „Zionisten“. Tausende jüdische Künstler und Wissenschaftler wurden aus dem öffentlichen Leben der Sowjetunion entfernt. Der Vorsitzende des JAK, der große jüdische Schauspieler Shlomo Michoels wurde durch Stalins Geheimpolizei im Januar 1948 ermordet.

Der Mord an den Kriegsgefangenen

Der „Kriegsgerichtsbarkeitserlass“ garantierte allen deutschen Soldaten Straffreiheit für die Ermordung sowjetischer Zivilisten, wenn dafür politische und militärische Gründe angeführt werden und Offiziere ab dem Rang eines Bataillonskommandeurs erhielten das Recht, Zivilisten als Geiseln zu erschießen und ganze Ortschaften niederzubrennen. So ermordete Nazi-Deutschland von den insgesamt 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen drei Millionen nach ihrer Gefangennahme. In den Gefangenenlagern wurden regelreche Selektionen durch die SS und den SD durchgeführt, dabei wurden 42.000 politische Offiziere der Roten Armee und 50.000 jüdische Soldaten der Roten Armee ermordet.

Der erste Einsatz von Zyklon B wurde am 3. September 1941 an russischen Kriegsgefangenen getestet. Im Kalendarium des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau steht: „Die Kellerfenster werden mit Erde zugeschüttet. Dann werden in die Zellen etwa 600 russische Kriegsgefangene, Offiziere und Kommissare getrieben, die durch besondere Kommandos der Gestapo in den Kriegsgefangenenlagern ausgesucht worden sind. Sobald die Kriegsgefangenen in die Zellen hineingedrängt worden sind und die SS-Männer das Gas Zyklon B eingeworfen haben, werden die Türen verschlossen und abgedichtet.“ Das Ersticken dauert bis zum nächsten Morgen.

Die Abteilung Fremde Heere Ost unter General Reinhard Gehlen, dem späteren Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, meldete im Oktober 1941 bereits 600.000 tote sowjetische Gefangene. Goebbels notierte am 12. Dezember 1941 in sein Tagebuch, dass bis Anfang dieses Monats etwa 900.000 der Kriegsgefangenen nicht mehr am Leben waren.

Holocaust

„Mit dem Vormarsch von Wehrmacht und SS in der Sowjetunion wurde das radikalste Programm zur vollständigen Vernichtung einer Gruppe von Menschen realisiert, das jemals erdacht und geplant wurde. In der Vorstellung der NS-Führung und der mit ihr verbundenen Eliten in Wehrmacht, Wirtschaft und Bürokratie war die Sowjetunion von Juden beherrscht. Mit der Ermordung ihrer politischen, sozialen und kulturellen Führungsschichten sollte der »jüdische Bolschewismus« entscheidend geschwächt und der Weg für die deutsche Beherrschung der Sowjetunion freigemacht werden“, schreibt Erich Später in „Der dritte Weltkrieg“

Die entsetzliche Bilanz der Einsatzgruppen im April 1942 lautete, von den vier Millionen Juden im Operationsbereich waren 1,5 Millionen geflohen, 500.000 waren während des Vormarschs ermordet worden und zwei Millionen lebten im Frühjahr 1942 noch auf sowjetischem Gebiet in Gettos und Zwangsarbeit unter deutscher Besatzung. Ab Sommer 1942 setzte die zweite Tötungsoffensive ein, die vor allem von Einheiten der deutschen Ordnungspolizei und der Waffen-SS durchgeführt wurde. Diese wurden unterstützt durch litauische, lettische und ukrainische Hilfstruppen der SS, die sich an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung von Anfang an beteiligten. Neben Massenerschießungen setzten die Deutschen nun zunehmend auch mobile Gaswagen ein. Ab Frühjahr 1942 wurden die jüdischen Gettos aufgelöst und Hunderttausende in die Vernichtungslager von Auschwitz, Sobibor, Majdanek, Bełzec oder Treblinka deportiert. In den großen deutschen Vernichtungslagern wurden weit über drei Millionen Juden durch Vergasung in Gaskammern fabrikmäßig ermordet oder massenhaft erschossen.

Stalingrad

Große Teile Zentralrusslands waren erobert, bis am 5. Dezember 1941 die Front vor Moskau zum Stehen kam. Weißrussland war von allen Sowjetischen Republiken am längsten unter Deutscher Besatzung. Von 10,6 Millionen Einwohnern verloren 2,2 Millionen ihr Leben.

Am 23. August 1942 erreichte die 16. Panzerdivision der 6. Armee südlich von Stalingrad die Wolga. Stalingrad hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 500.000 Einwohner und war der Standort großer Maschinenfabriken und wichtiger Wolga-Hafen für den Transit von Öl und Nahrungsmitteln aus dem Kaukasus in die Industriestädte des Nordens. Nach dem Verlust der Ukraine und weiter Teile Russlands waren diese Lieferungen für die Fortführung des Krieges entscheidend.  Mit über einer Million Soldaten holte die Rote Armee nun zum Gegenschlag aus. Während die rumänischen Verbände im Kessel von Stalingrad kapitulierten, untersagte Hitler der 6. Armee jeden Ausbruchsversuch.

Das rumänische Regime sah 1943/44 nach den herben Verlusten ihrer Armeen und der absehbare Vernichtung der deutschen Truppen im Raum Stalingrad die Niederlage kommen und änderte seine Politik und so überlebte im südlichen rumänischen Siebenbürgen die gesamte jüdische Bevölkerung, rund 40.000 Menschen den Krieg.

Am 2. Februar 1943 endete die Schlacht um Stalingrad mit der Vernichtung der 6. Armee, mehr als 100.000 Soldaten gerieten in russische Kriegsgefangenschaft. Anfang März zogen sich die deutschen Truppen aus dem Kaukasus zurück, der Versuch das russische Öl zu erobern war gescheitert. Im Herbst 1943 beginnen der unwiderrufliche Rückzug der Wehrmacht und die entsprechenden Gebiete werden in eine entvölkerte Wüste verwandelt. Am 12. Mai 1944 wird die Krim befreit und am 22. Juni 1944 beginnt die Befreiung Weißrusslands. Ende Juli 1944 befreit die Rote Armee das deutsche Vernichtungslager Majdanek. Am 27.  Januar 1945 befreit die Rote Armee die 7.600 Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Als die Gefangenen am Tor die Pelzmützen mit dem roten Stern sehen geht ein Freudenschrei durchs Lager: „Die Russen sind da.“ Millionen deutsche Zivilisten werden nun von den NS-Behörden evakuiert und fliehen mit der Wehrmacht in Richtung Westen. Am 8. Mai 1945 kapituliert Nazideutschland und Europa ist befreit. Den größten Blutzoll für diese Befreiung bezahlte die Sowjetunion.

Restauration

Nur wenige der Massenmörder, wie Paul Blobel, der Anführer eines Sonderkommandos in Babyn Jar, wurden nach dem Krieg verurteilt. Für die Begnadigung der Häftlinge plädierten große Teile der bundesdeutschen Öffentlichkeit. Bundespräsident Heuss und Justizminister Dehler, alle Parteien außer der KPD, die katholische Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche setzten sich für die Massenmörder und eine Amnestie der Kriegsverbrecher ein. So versammelten sich am 7. Januar 1951 vor dem Landsberger Gefängnis 4.000 Demonstranten, um gegen die Hinrichtung der Massenmörder zu demonstrieren. Die Planer und Protagonisten des Vernichtungskrieges schlüpften zehn Jahre nach der Kapitulation in die Uniform der 1955 gegründeten Bundeswehr. Ihre Reaktivierung verdankten sie der Angst der westlichen Alliierten vor dem Kommunismus. Erster Generalinspekteur der Bundeswehr wurde 1957 Adolf Heusinger, der ehemalige Chef der Operationsabteilung des Generalstabs im Oberkommando des Heeres und einer der wichtigsten militärischen Berater Adolf Hitlers bei der Vorbereitung des „Unternehmens Barbarossa“.

Reinhard Gehlen, der Generalmajor der Wehrmacht, Abteilung Fremde Heere Ost übernahm mit dem Einverständnis der USA den Auslandsnachrichtendienst, die Organisation Gehlen, die später umbenannt wurde in den BND.

Am 8. Mai 1941 trat Oberländer seinen Dienst beim berüchtigten Bataillon Nachtigall an und am 14. Oktober 1941 erhielt der Wehrmachtsoffizier den Befehl zur Aufstellung und Ausbildung einer muslimischen Einheit, des Sonderverbandes Bergmann, deren Kommandeur er bis 1943 war. Der muslimische Sonderverband Bergmann wütete ab 1943 auf der Krim. Nach dem Krieg war Oberländer Vertriebenenminister und förderte seine alten Kameraden wo er nur konnte und brachte so nebenbei den politischen Islam nach Deutschland. München war nach dem Krieg ein sicherer Ort für NS-Kollaborateure und Organisatoren der „Endlösung“. Der Vertriebenenminister sorgte für die politische und finanzielle Unterstützung. Der gesuchte Kriegsverbrecher Stepan Bandera floh nach dem Krieg nach München wo er unter falschem Namen weiterhin die Aktionen der OUN steuerte. So ermordete die OUN nach 1945 bis 1951 noch 35.000 Menschen in der Ukrainischen Sowjetrepublik. Die terroristischen Mordaktionen richteten sich gegen Polizeikräfte, kommunistische Parteifunktionäre und gegen die Zivilbevölkerung, darunter vor allem die überlebenden Juden. Dieser Guerillakrieg wurde ab 1949 von der CIA unterstützt, die bis 1953 etwa 75 Exilukrainer per Fallschirm in der Ukraine absetzte.

Der ehemalige Gestapo-Chef von Lyon, der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie befehligte im Auftrag der USA in Südamerika Todesschwadronen, war wegen seiner Expertise bei der Bekämpfung von Kommunisten und Partisanen zum Regierungs- und Militärberater der von den USA unterstützten Militärjunta in Bolivien aufgestiegen und Klaus Barbie, der Schlächter von Lyon war der strategische Kopf bei der Jagd in Bolivien auf Che Guevara. Die Liste derartiger Beispiele würde hier den Rahmen sprengen.

Während des Historikerstreits von 1986 war Ernst Nolte der Auffassung, dass sich die Nationalsozialisten als Opfer begriffen haben könnten und verglich den sowjetischen Gulag mit Auschwitz. Nolte fragte: “Vollbrachten die Nationalsozialisten, vollbrachte Hitler eine „asiatische“ Tat vielleicht nur deshalb, weil sie sich und ihres gleichen als potentielle oder wirkliche Opfer einer „asiatischen“ Tat betrachteten? War nicht der Archipel Gulag ursprünglicher als Auschwitz?“ Nolte machte den Versuch Auschwitz zu entschuldigen, da angeblich die Juden den Massenmord während der sowjetischen Oktoberrevolution an Bürgern und Bauern befahlen.

Im Jahr 1997 besuchte ich die Wehrmachtsaustellung – „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ in München. Die Ausstellung dokumentierte einige Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht in Serbien und in der Sowjetunion. Vor dem Rathaus am Marienplatz, wo die Dokumentation stattfand, demonstrierten knapp hundert Ewiggestrige gegen die Ausstellung und der Bayernkurier, das Parteiorgan der CSU jammerte, es handle sich bei der Ausstellung „um einen moralischen Vernichtungs-Feldzug gegen das deutsche Volk“.

Am 11. Oktober 1998 warnte der "linke" Schriftsteller Martin Walser in seiner Rede in der Frankfurter Paulskirche vor einer „Instrumentalisierung des Holocaust“. Walser meinte, die NS-Verbrechen würden dazu missbraucht werden, den Deutschen „weh zu tun“ und um politische Forderungen zu stützen. Laut Walser fühle sich derjenige, der ständig diese Verbrechen thematisiert, den Mitmenschen moralisch überlegen. Martin Walser prägte den Begriff der „Moralkeule“: „Auschwitz dürfe aber nicht zur „Moralkeule“ verkommen, gerade wegen seiner großen Bedeutung“. Das Berliner Holocaust-Mahnmal bezeichnete Walser als die „Monumentalisierung der Schande.“

Der deutsche Citoyen und seine Sehnsüchte

Die Ansichten der ewig gestrigen Demonstranten vor der Wehrmachtsaustellung, die Ansichten von Martin Walser oder Ernst Nolte sind nun im Mainstream angekommen und so verwundert es nicht, dass das alte Bündnis - Deutsche und Westukrainer gegen die „russischen Untermenschen“ - reaktiviert wurde. Der russische Angriff auf die Ukraine gibt das Recht, glaubt deutsche Citoyen, die Geschichte umzuschreiben. Ihr Geschichtsrevisionismus und die Verharmlosung oder Leugnung des Holocaust sind weiterer Beleg für scheinbar unausrottbaren Antisemitismus. Die Geschichtsrevisionisten leugnen, relativeren oder verharmlosen die antisemitischen Massenmorde in der Westukraine, halluzinieren seit geraumer Zeit von „Putler“, vom „Genozid“ oder vom „Vernichtungskrieg“ der Russen. Geschichtsvergessen setzen sie Putin mit Hitler auf eine Stufe und so jagt eine Holocaustrelativierung die andere.

Russische Dichter sind seit dem Ukraine-Krieg verpönt, der Panzer am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin, zur Erinnerung für die Befreiung von der Naziherrschaft soll entfernt werden, russische Künstler bekommen Auftrittsverbote, russische Arbeitnehmer werden entlassen, weil sie Russen sind und die deutschen Juristen arbeiten fieberhaft daran, vermeintliche und tatsächliche russische Kriegsverbrecher vor ein deutsches Gericht zu stellen.

„Freiheitskämpfer“ von der Bandera-Linken, die offenbar noch nie etwas von Samuel P. Huntington gehört haben, sehnen die Zerschlagung Russlands herbei, halluzinieren von einem Morgenthau-Plan oder grüßen sich mit dem faschistischen „Slava Ukraini“.  Annalena Baerbock warnt ihre reaktionäre Gemeinde vor „Kriegsmüdigkeit“ und kämpft unermüdlich für den Endsieg und der grüne Wirtschaftsminister ordert vierfach verteuertes Fracking-Gas oder Öl von islamfaschistischen Staaten. Dass die Sanktionen in erster Linie Europa und den Westen treffen interessiert die „Ukraine-über-alles“-Kämpfer kaum. Verwundert beobachten die Kriegstreiber die Rekord-Inflation in Europa und in den USA und den gleichzeitig steigenden Rubel-Kurs. Für die vermeintliche Verteidigung der Freiheit müssen Opfer gebracht werden, redet es aus den Bellizisten. So wird bereits darüber diskutiert wie warm die Wohnzimmer im Winter sein dürfen. Die Absurdität dieser Politik wird offenbar, wenn man sich vor Augen hält, dass Indien derzeit massenhaft günstig russisches Öl ordert und dieses russische Öl teuer an Europa weiterverkauft. Die Ukraine mit ihrem korrupten Oligarchensystem und ihrer Verehrung für den antisemitischen Massenmörder Stepan Bandera, die ihre russische  Minderheit seit Jahren massiv unterdrückt, verteidigt, so halluzinieren die Ukraine-Apologeten von der FDP bis zur Bandera-Linken, „die westlichen Werte.“

Selbstverständlich besteht das Land nicht nur aus Bandera-Linken und oliv-grünen Nato-Apologeten, die veröffentlichte Meinung ist nicht identisch mit der öffentlichen Meinung und es gibt seit je her in allen sozialen Schichten auch nachdenkliche und reflektierende Menschen. Um das Jahr 1999 besuchte ich einen Bekannten im Krankenhaus, im Nachbarbett lag ein älterer Mann, wir kamen ins Gespräch. Der Mann erzählte, dass er vier Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft war. Ich fragte wie es ihm erging. Er antwortete: „Wenn man bedenkt was wir den Russen angetan haben, dann ging es mir sehr gut.“

Nicht so die Nato-Apologeten, sie ignorieren seit jeher, dass die Ukraine ein ethnisch und politisch gespaltenes Land ist, gespalten in die prowestliche Westukraine, in der ukrainisch gesprochen wird und die prorussische orthodoxe Ostukraine in der viele Russen leben und in der russisch gesprochen wird. Viele ethnische Russen der Ostukraine haben die Verbrechen der Wehrmacht, der SS, Banderas OUN und UPA bis heute nicht vergessen. Bereits 1996 prophezeite der Historiker Samuel P. Huntington in seinem Buch „The Clash of Civilisations“ die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine.

Vor wenigen Wochen präsentierte der Rüstungskonzern Rheinmetall stolz seine neueste Entwicklung, den Kampfpanzer „Panther.“ Ohne Skrupel hält Rheinmetall an alten Traditionen fest. Der Panzerkraftwagen V von MAN hieß damals ebenfalls „Panther“ und dieser „Panther“ wurde 1943 in Reaktion auf den sowjetischen T-34 vor allem an der Ostfront für den Vernichtungskrieg eingesetzt. Die Bandera-Linke, die Oliv-Grünen, die CDU und die FDP, die Lohnschreiber von der FAZ bis zur TAZ, von der ARD bis zum ZDF, sie alle wollen keinen „Diktatfrieden“ in der Ukraine, sie wollen den totalen Krieg und den Endsieg über Russland und so verwundert es auch nicht, dass sich niemand aus diesen Reihen über die Namensgebung von Rheinmetall aufregt. Reaktionärer Geschichtsrevisionismus und widerliche Geschichtsvergessenheit sind nun wieder en vogue.

Russland ist nicht die Sowjetunion, aber Russland ist deren Rechtsnachfolger und Russland führt einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der zu kritisieren ist, wie die völkerrechtswidrigen Kriege der USA und der Nato zu kritisieren sind. Ich werde mich niemals, bei aller Kritik an Russland, mit einem Staat solidarisieren der den antisemitischen Massenmörder Stepan Bandera wie einen Nationalheiligen verehrt und ich habe nicht vergessen wie die USA während der Kuba-Krise reagiert haben. Als der Irak 1980 den Iran überfallen hat wäre ich nie auf die Idee gekommen mich mit dem Iran zu solidarisieren und mich für Waffenlieferungen für den Iran einzusetzen.

Weil Nazideutschland mit den Kollaborateuren der Westukraine einen rassebiologischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion mit dem Ergebnis von 27 Millionen ermordeter Sowjetbürger geführt aber verloren hat, meinen grenzdebile Bellizisten, sei bedingungslose Solidarität mit der Westukraine erste Bürgerpflicht für ihre Wiedergutwerdung und den nicht mehr möglich gehaltenen Sieg im 2. Weltkrieg. Wenn das der Führer hätte erleben dürfen.

Quellen: Erich Später - Der dritte Weltkrieg, Die Ostfront 1941-45 | Hamburger Institut für Sozialforschung -Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944 | Ian Kershaw - Hitler 1889-1936  |  Ian Kershaw - Hitler 1936-1945 | Arno Lustiger - Stalin und die Juden | Bella Guttermann und Avner Shalev -  Zeugnisse des Holocaust Gedenken in Yad Vashem | Eliyahu Yones – Die Juden in Lemberg während des Zweiten Weltkriegs und im Holocaust 1939-1944 | Franziska Bruder - „Den ukrainischen Staat erkämpfen oder sterben!“ Die Organisation ukrainischer Nationalisten (OUN) 1929–1948 | Hans Mommsen – Von Weimar bis Auschwitz | Samuel P. Huntington – Kampf der Kulturen | Yaacov Lozowick – Hitlers Bürokraten | David Horowitz - Kalter Krieg | Léon Poliakov/Joseph Wulf - Das Dritte Reich und seine Diener, Auswärtiges Amt, Justitz und Wehrmacht, Dokumente und Berichte | Leopold Trepper - Die Wahrheit, Autobiographie des „Grand Chef“ der Roten Kapelle

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