Fotomontage Manfred Breitenberger

Nach der Französischen Revolution wählte sich Frankreich eine "Gesetzgebende Versammlung", in der ganz rechts die Monarchisten saßen, während die republikanischen Jakobiner mit diesen nichts zu tun haben wollten und deshalb die Plätze ganz links einnahmen. Die Aufklärung mit ihrer Religionskritik, mit ihrer Berufung auf die Vernunft war der Wegbereiter für „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.“ Die Politik der Jakobiner war für das einfache Volk, für Arbeiter und Kleinbürger, sie waren gegen Krieg und forderten den Verkauf der Nationalgüter. Sie wollten ein geeintes, zentralistisches Frankreich und Planwirtschaft, während die Monarchisten für den Erhalt des Status quo eintraten. In diesem Sinn strebte die Linke soziale Gleichheit und eine progressive Gesellschaftsveränderung an, während die politische Rechte auf „traditionelle Werte“ setzte und später im schlechteren Fall regressiv, geschichtsvergessen und faschistisch agierte.

Der deutsche Philosoph und Ökonom Karl Marx (1818-1883) war ein Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft, der politischen Ökonomie und der Religion und er übergab der Linken ein entsprechendes wissenschaftliches Manifest. In seiner Kritik der Politischen Ökonomie schreibt Marx: „Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“ Ende 1843 schrieb er in der „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“: „...die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik. (..) Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. (..) Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“

Später, im März 1854 konkretisierte Karl Marx weitsichtig in „Die Kriegserklärung - Zur Geschichte der orientalischen Frage“: “Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist 'harby', d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen."

Den Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen spüren die Kritiker des Islam seit es den Islam gibt. Nicht nur in der islamischen Welt müssen Kritiker dieser Ideologie um ihr Leben fürchten, seit vielen Jahren gilt dieser Zustand auch in Europa. So erhielt Theo van Gogh bereits kurz nach der Ausstrahlung seines Films Submission über die Unterdrückung der Frau durch den Islam Morddrohungen von beleidigten Muslimen. Am 2. November 2004 setzte ein Religionswächter die Drohungen in die Tat um. Theo van Gogh war mit dem Fahrrad in Amsterdam unterwegs ins Filmstudio zur Abnahme seines neuen Spielfilms als er von dem islamischen Sittenwächter beschossen wurde. Als van Gogh am Boden lag, schnitt ihm der Islamist nach islamischen Brauch die Kehle durch und heftete mit zwei Messerstichen ein fünfseitiges Bekennerschreiben an den Körper, das auch eine Morddrohung an die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali enthielt. Aus den unzähligen Beispielen an islamischen Morden und Drohungen ragt der islamische Terroranschlag auf die islamkritische Satirezeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 heraus. Der Großteil der Redaktion wurde ausgelöscht und neben den zwölf Ermordeten noch weitere Anwesende verletzt. Im November des selben Jahres wurden im Bataclan-Theater in Paris und in den umgebenden Lokalen 128 "Ungläubige" teilweise bestialisch ermordet.

Die gewalttätigsten antisemitischen Vorfälle im 21. Jahrhundert in Europa gingen von Muslimen aus, gerechtfertigt im Namen des Islam. Die Täter bezogen sich auf ihre islamistische Ideologie und verstehen sich als Märtyrer und Dschihadisten. Islamistische Organisationen und Bewegungen waren seit je her geprägt von antisemitischen Weltbildern. Beispielsweise ermordete der französische Dschihadist Mohammed Merah drei jüdische Kinder und einen Vater und Lehrer 2012 in Toulouse in einer jüdischen Schule. 2014 ermordete ein Dschihadist  vier Besucher eines jüdischen Museums in Brüssel. Im Januar 2015 folgte die Geiselnahme und Erschießung von Kunden eines koscheren Supermarktes in Paris. In Kopenhagen fand im selben Jahr ein Angriff auf eine Synagoge in Kopenhagen statt bei dem ein Wachmann von dem islamischen Gotteskrieger ermordet wurde.

In Darmstadt stach ein Afghane am 22. Dezember 2017 mit einem Messer auf ein junges Mädchen ein, das er in der Flüchtlingsbetreuung kennengelernt hat, sie überlebt wie durch ein Wunder. Im pfälzischen Kandel erstach der Flüchtling Abdul D. die sechzehnjährigen Mia in vor einem Drogeriemarkt. Im Prozess versteht der Täter nicht wieso er überhaupt angeklagt ist, weil das Opfer doch „nur eine Frau“ war. Im afghanischen Heimatdorf des Täters aus Kandel sind sich dessen Bekannten einig: „Wenn eine Frau ihren Mann verlässt, muss sie gesteinigt werden“. Die Aufzählung aller islamischen Terrortaten alleine in Europa in den letzten Jahren würde jeden Rahmen sprengen.

Frauen werden in islamistischen Ländern und mittlerweile in vielen europäischen Communities als Menschen zweiter Klasse behandelt. Je frommer die islamischen Machthaber, desto strenger sind zum Beispiel die Kleidungsvorschriften für die Frauen. Beim Ausgang der Frau in die Öffentlichkeit muss sie sich verhüllen, fremde Männer dürfen weder das Gesicht oder das Haar von fremden Frauen sehen. Burkaträgerinnen müssen sich in der Öffentlichkeit, neben der Zwangsverschleierung, zudem stets fünf Schritte hinter ihrem Mann bewegen. Als sich der algerische Journalist Kamel Daoud in Le Monde über die islamischen sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 in Köln durch maghrebinische Migranten aufregte und die westliche Naivität kritisierte klagten ihn 19 linke französische Intellektuelle an Islamophobie zu schüren und Pegida zu unterstützen.

Religionskritik gehört zum Geist einer freien Auseinandersetzung und Diskussion in einer offenen Gesellschaft. Der Islam ist wie das Christentum oder der Buddhismus keine Rasse! Der Islam ist eine reaktionäre Ideologie, der seinen Mitgliedern vorschreibt wie sie zu leben und wie sie mit Andersdenkenden umzugehen haben. So waren die Angriffe von Rousseau und Voltaire auf die katholische Kirche im 18. Jahrhundert keineswegs rassistisch. Man stelle sich vor, die Verteidiger des Christentums hätten versucht die Kritik an ihrer Lehre und an ihrem Handeln mit dem Vorwurf der „Christianophobie“ zu zensieren. Ein universales Hohnlachen wäre ihnen zu Recht entgegengeschleudert worden. Warum aber werden Apologeten des Islam nicht ausgelacht, kaum zurechtgewiesen?

Frauen unter das Kopftuch zu zwingen, Frauen dazu zu zwingen sich zu verhüllen, unverhüllte Frauen als Freiwild zu behandeln ist reaktionär, regressiv und faschistoid. Ungläubige, also Juden, Christen, Andersgläubige oder Apostaten, also Muslime die vom Islam abfallen, zu ermorden ist faschistisch und menschenverachtend. Kritiker des Islam, wie Theo van Gogh oder die Redakteure von Charlie Hebdo zu ermorden weil Sie sich über den Islam lustig gemacht haben ist faschistisch. Wer all dies leugnet oder verharmlost macht sich zum Komplizen der Menschenschinder.

Wenn "Linke" und oder "Antirassisten" totalitäre Ideologien wie den Islam umwerben, rächen sie sich offenbar für die Niederlage des Kommunismus und verbünden sich mit der Macht welche die westliche Welt und die Aufklärung in Bedrängnis bringt. Nach dem Untergang der Sowjetunion ist ein Vakuum entstanden, welches von den konservativen Ideen des Kulturalismus gefüllt wird. Der Multikulturalismus der die Gleichheit aller Kulturen propagiert, respektiert fast alle kulturellen Bräuche ganz egal, wie reaktionär und menschenverachtend sie auch sind. Laut diesem Weltbild geht es Frauen in islamischen Gesellschaften nicht schlechter als in westlichen. Die islamische Frauenjagt von Köln wird mit sexuellen Übergriffen auf dem Oktoberfest und Ehrenmorde werden mit Familiendramen gleichgesetzt und für den islamischen Terror wird der Westen oder die soziale Not der Terroristen verantwortlich gemacht. So meinte Claudia Roth am 8. Januar 2016 nach den Übergriffen in Köln:„Es gibt auch im Karneval oder auf dem Oktoberfest immer wieder sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Ein großer Teil der derzeitigen Empörung richtet sich aber nicht gegen sexualisierte Gewalt, sondern auf die Aussagen, dass die potenziellen Täter nordafrikanisch und arabisch aussehen.“

Der französische Philosoph Pascal Bruckner spricht in dem Zusammenhang vom "Zusammenschluss der Ressentiments im Milieu der großen Verlierer". Die Linke hat alles verloren, die Arbeiterklasse, die UDSSR, China und die dritte Welt, was ihr bleibt ist der elende Islamismus und offenbar lernt die Linke nicht dazu, nach der fehlenden, beziehungsweise zögerlichen Aufarbeitung des Stalinismus folgt nun die Kumpanei mit dem politischen Islam. Freilich sind nicht nur für linke Parteien islamistische Organisationen wie DITIB und der Zentralrat der Muslime Ansprech- und Kooperationspartner. Die tödliche Toleranz gegenüber dem politischen Islam ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Postkoloniale Linke, grün-alternative, linke „Antirassisten“ und Kritiker des „alten weißen Mannes“, die sich in bestimmten Fällen zurecht über rechte Reaktionäre aufregen, aber die Frauenverachtung und die Menschenverachtung im Islam ignorieren, leugnen oder sogar gutheißen sind zweifellos Kombattanten einer faschistischen Ideologie. Ihr Geschwafel von der „Islamophobie“ und vom „alten weißen Mann“ demaskiert ihre reaktionäre Gesinnung und ihren immanenten Rassismus. Karl Marx würde sich vermutlich wie die Aufklärer des 18. Jahrhunderts angewidert im Grab umdrehen wenn er die ideologische Verwahrlosung seiner reaktionären, antiemanzipatorischen, frauenfeindlichen Anhänger wahrnehmen könnte und Ernst Jandl meinte vor vielen Jahren: "manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern werch ein illtum."

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