Hör auf zu Kämpfen, nein,doch- kämpfe weiter, nein lass das - oder warte: Gib ALLES!

Ich kann mich noch erinnern, vor 10 Jahren habe ich mir was anderes vom Leben erwartet, als das was es mir letztlich brachte. Damals dachte ich noch, da egal was kommt, ich es schadlos überstehen werde - doch jetzt weiß ich, das ist nicht so.

Ich brauchte eine Zeit, um zu verstehen, das ich nicht in die Haut anderer Menschen passte, so sehr sie das auch wollten, sondern nur in mein Regelwerk, welches ich mir zurecht gelegt habe, um schlechten Verlockungen zu widerstehen und immer das Positive zu sehen.

Und schau, was mir das Leben dafür brachte: Ich habe nichts, alles woran ich glaubte ist zerflossen, Familie, Liebe und Freunde. Ich habe vielleicht auch mich selbst verloren...

Vom "Schicksal" habe ich mir erwartet, dass es mir deutlich eine wischt ( was es dann auch mehrfach tat) damit ich mich einordnen kann und nichts erwarte, sondern wie jeder einfach nur funktioniere.

Und schon gar nicht sollten mir die Gedanken aufkommen, als dürfte ich mir vom Leben etwas wünschen oder erwarten. Eine Hand, die mich daran hindert, sehend zu werden, denn selig sind die Blinden.

Es gab selten jemanden in meinem Leben, der mir den richtigen Weg zeigte, aus Mitleid oder Freundschaft, das kann ich nicht mehr sagen. Meine Eltern waren es nicht, mein Licht musste ich mir schon immer selber halten.

Und was hilft mir das ganze Geld in der Tasche, wenn ein Dorn in meinem Auge steckt? Das Leben ist auf diese Art ungenießbar. Immer wenn du mich kritisierst, kritisierst du damit ein Stück weit auch dich, weil ich dir einen Spiegel vorhalte in dem du dich selber siehst.

Es gab tatsächlich mal eine Zeit, in der ich glaubte, nichts könnte mich stoppen, mir meinen Ehrgeiz nehmen. Aber ich weiß, wenn es heute regnet, gehöre ich zu denen, die nass werden. Deshalb weiß ich es zu schätzen, denn das Vergnügen verließt so schnell. Egal wie oft ich heraus klettere, die nächste Grube kommt bestimmt.

Meine Fehler habe ich erkannt, manche davon auch bereut, ich zahle jeden Preis, doch das Ufer bleibt fern. Ich weiß noch nicht, was sein wird, wenn ich dem ganzem überdrüssig bin.

Aber eines möchte ich noch sagen, ich schließe jeden in mein Herz, der mich versteht und an mich glaubt(e), das ist das einzige was mich bewegt. Solange es mein Herz berührt und wenn es nur zum Weinen ist, lebe ich. Bald habe ich meinen Glauben verloren, dankt der unzähligen Schläge, die das Leben für mich übrig hat - dabei habe ich schon meine ganze Kindheit dafür eingebüßt.

Die Welt ist eng geworden für mich, ich suche noch meinen Platz darin. Das Morgen sehe ich nur Trüb, vielleicht verrecke ich noch heute daran.

Halb volle Gläser am Tisch, wenn mir manchmal danach ist, trinke ich daraus (eigentlich trinke ich nicht). Falls wir uns im nächstem Leben über den Weg laufen, sprich mich bitte an ! Vielleicht klappt es ja dann.

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Helmuth Griesser

Helmuth Griesser bewertete diesen Eintrag 20.06.2017 03:09:06

Silvia Jelincic

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philip.blake

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Isabelle

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