Kann CDU mit Kampf gegen Rechts gewinnen?

Nach BILD-Informationen gab es Hinweise eines ausländischen Geheimdienstes an den Verfassungsschutz. Dieser informierte den Staatsschutz, dass ein Syrer (16) in einem überwachten – offenbar islamistischen – Chat einen Anschlag auf eine Synagoge angekündigt haben soll.

Islamsprecher würden nach einem islamischen Terroranschlag zwar Terrorismus und allenfalls Extremismus allgemein verurteilen. Sie würden jedoch die Nennung ihres Islams selbst in der Ismus-Form nach Möglichkeit vermeiden.

Würden rechte Politiker nach einem islamischen Terroranschlag zum "Kampf gegen Islam" aufrufen, würden Islam-Sprecher gegen die "rechtsextreme Instrumentalisierung" sofort zum Gegenangriff übergehen. Selbst wenn nach islamischem Terror differenzierte Kritik am islamistischen Extremismus geäußert wird, kanzeln Islam-Sprecher jene Kritik als "Islamophobie" ab.

Auch Linke wären selbst nach dem RAF-Terror nie auf die Idee gekommen, einen "Kampf gegen Links" auszurufen. Am linken Terror schuld waren nur die Terroristen. Und selbst die wurden von linken Anwälten auf Biegen und Brechen gegen den rechten Staat verteidigt.

Die Mitterechts-Partei CDU verzichtet hingegen nicht nur darauf, Rechte gegen linken Generalverdacht zu verteidigen, sie macht sogar besonders fanatisch beim Kampf gegen Rechts bzw. sich selbst mit. Wäre der mutmaßliche Terrorist von Hagen ein Deutscher gewesen, hätte Laschet sofort wieder zum pauschalen "Kampf gegen Rechts" geblasen.

Die CDU sieht sich selbst nur noch als Mittepartei und glaubt, dass der Kampf gegen Rechts nur der AfD schade. Zwar schafft es die CDU durch die Nazi-Stigmatisierung und Ausgrenzung die AfD auf 12% zu drücken. Sie demotiviert damit jedoch auch massiv ihre eigenen rechten Wähler. Linke Wähler können Mitterechts-Politiker trotz Linkskurs nie gewinnen, sondern nur rechte Wähler verlieren, die frustriert zu Hause bleiben.

Die CDU hat nicht erst durch Laschet abgebaut. Auch Merkel hatte mit ihrer antirechten Politik 2017 bereits fast 9% ihrer Wähler von 2013 verloren, auch wenn sie von den linken Medien für 2015 als Supermutti gefeiert wurde und sich ein Wahlsieg mit den Mittewählern trotzdem noch einmal ausging.

Wahlen werden zwar in der Mitte gewonnen, aber nur wenn man gleichzeitig auch die eigenen Kernwähler mobilisieren kann. Eine Mitterechts-Partei, die zum Kampf gegen Rechts aufruft, demobilisiert ihre rechten Kernwähler und kann damit auf Dauer nicht gewinnen.

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