Der islamische Gottesstaat Iran ist die größte Gefahr für den ohnehin brüchigen Weltfrieden

Fotomontage Manfred Breitenberger

Seit Wochen protestieren die Menschen im Iran gegen die dortige islamische Diktatur. Das Regime hat das Internet im Land abgeschaltet und schlägt den Aufstand mit mörderischer Gewalt nieder, auf Demonstranten wird mit scharfer Munition geschossen. Rund 1500 Protestierende wurden so bisher ermordet und Tausende wurden verletzt, ins Gefängnis geworfen und gefoltert. Die iranischen Geistlichen fordern öffentlich die Demonstranten „möglichst brutal zu quälen“ und anschließend hinzurichten und den Angehörigen der Opfer werden die Kugeln für die Ermordeten in Rechnung gestellt. Während im Iran die protestierenden Menschen gefoltert und ermordet werden unterlaufen Deutschland und die EU die Sanktionen der USA um die einträglichen Geschäfte mit den Mördern weiterhin am Laufen zu halten. Europas Politiker und mit ihnen vor allem die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien fallen der Opposition im Iran wieder einmal in den Rücken. Wenn es um den Terror des Iran geht, dann schweigen ARD, ZDF, das Handelsblatt und die Süddeutsche Zeitung. Erst als am Freitag letzte Woche einer der mächtigsten iranischen Massenmörder des Nahen Ostens, der Chef der Al-Quds-Brigade Ghassem Soleimani von den USA in Bagdad vom Leben in den Tod befördert wurde, interessieren sich ARD und ZDF für den Iran.

Allerdings belegen die westlichen Medienberichte und die Äußerungen der europäischen Politik wieder einmal das peinliche Appeasement gegenüber dem mörderischen iranischen Steinzeit-Regime. Was Soleimani im Irak überhaupt zu suchen hatte wurde in den einseitigen Berichten kaum gefragt. Obwohl Soleimani persönlich verantwortlich ist für schwerste Kriegsverbrechen im syrischen Bürgerkrieg, für gezielte Angriffe auf Zivilisten und Krankenhäuser, für diverse Terroraktionen in der gesamten Region wird in so gut wie allen Berichten mehr oder weniger um den Vernichtungsantisemiten Soleimani getrauert, sich teilweise mit ihm solidarisiert und die Angst vor einem neuen Golfkrieg hervorgehoben. Diese politischen Kollaborateure und niederträchtigen Lohnschreiber haben offenbar kein Problem damit, dass der Iran Israel von der Landkarte löschen will und seine Bevölkerung seit über 40 Jahren terrorisiert. Nur im besten Fall haben sie sich nicht genügend mit der Geschichte und der aktuellen Politik des Irans beschäftigt.

Die Geschichte des Irans ist geprägt von Spaltungen und religiösen Konflikten. Im Jahr 1925 kam Reza Schah Pahlavi an die Macht und reformierte das Land. Die persischen Juden wurden aus dem Joch der Dhimma befreit, der Versuch wurde unternommen die Macht der Mullahs zu brechen und das Land in die Moderne zu führen. Westliche Kleidung wurde 1929 für Männer und Frauen für obligatorisch erklärt, das Tragen des Schleiers wurde verboten. Während des zweiten Weltkrieges marschierten britische und sowjetische Truppen in den Iran ein und zwangen den Schah zur Abdankung. Den Thron bestieg nun mit Billigung der Besatzungsmächte sein Sohn Mohammed Reza Schah, der bis 1979 regieren sollte. Wie nie zuvor herrschten unter Mohammed Reza Schah im Iran Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Pluralismus. Von Anfang an wurde der junge Schah von der kommunistischen Tudeh-Partei, dem Klerus, der seinen Einfluss wieder zurückgewinnen wollte, und den Nomadenstämmen bekämpft.

Am 29. April 1951 ernannte der Schah Mohammad Mossadegh zum Premierminister, nachdem am 7. März 1951 ein tödliches Attentat auf Premierminister Haj Ali Razmara begangen worden war. Bereits am 15. März 1951, hatte das Parlament das Gesetz zur Verstaatlichung der Ölförder- und Raffinerieanlagen verabschiedet. Die nationalistische und antiwestliche Wende der iranischen Politik unter Premierminister Mossadegh ging mit einer starken antisemitischen Propaganda einher, die vom schiitischen Klerus sowie von der nationalistischen und sozialistischen Bewegung Sumka ausging. Auch während späterer Perioden, speziell bei Aufruhr, wie etwa im Jahr 1963, zirkulieren antisemitische Schriften, und die Angriffe auf Juden häufen sich. In den folgenden zwei Jahren der Amtszeit Mossadeghs tobte der diplomatischer Kampf mit den Briten, die die Verstaatlichung rückgängig machen wollten. Mossadegh ließ erfolgreich das Parlament über ein Referendum auflösen um weitreichende Befugnisse als Ministerpräsident zu erhalten. Der Schah verlor die Kontrolle und floh 1953 aus dem Iran. Mossadeghs wichtigste Stütze war der damals populärste Geistliche, Ayatolla Abdul-Quasem Kashani. Der 1882 geborene Kashani gehörte zu den schillerndsten Figuren im Iran. Im 2. Weltkrieg war er Naziagent und von den Briten inhaftiert. Er war antiwestlich orientiert und propagierte die Rückkehr zur Sharia. Mit Mossadegh und Kashani war erstmals ein antiimperialistisches Bündnis an der Macht. Das Bündnis zwischen Navvab Safawi und Abdul-Kasim Kashani zerbrach. Kashani hatte Navvab Safawi als Religionsminister abgelehnt und damit die Fadayan gegen die Regierung aufgebracht. Als Mossadegh die Teheraner Verkehrsbetriebe verstaatlichen und das Frauenwahlrecht einführen wollte, zerbrach das auch Bündnis zwischen Kashani und Mossadegh. Die Religionsführer des Iran schlossen sich Kashani an und organisierten Demonstrationen gegen das Frauenwahlrecht. Aus Quom rief auch Khomeni zum Widerstand gegen Mossadegh auf. Am 19.8.1953 wurde Mossadegh gestürzt. Möglich wurde der Sturz durch den Aufstand, der von den religiösen Kräften angeführt wurde, dem zögerlichen Verhalten der Tudeh-Partei und nicht zuletzt durch die politische und finanzielle Unterstützung (Operation Ajax) der USA und Englands. Der Schah kehrte zurück und errichtete mit Unterstützung der USA eine Autokratie. Die antisemitische Propaganda unter Mossadegh endete, auch dank der Unterstützung der amerikanischen Geheimdienste.

1963 leitete der Schah die „Weiße Revolution“, ein umfangreiches Reformprogramm gegen den Widerstand der Mullahs ein. Aus einem Entwicklungsland wurde der Iran unter ihm ein aufstrebender Industriestaat. Neben einer Landreform wurde die Gleichberechtigung von Mann und Frau zum Ziel gesetzt. Frauen erhielten das aktive und passive Wahlrecht und das Familienschutzgesetz von 1967 erleichterte die Scheidung. Gegen den Widerstand klerikaler Kreise wurden über 50 Mädchenschulen gebaut. 1966 schlossen sich 55 Frauenvereinigungen zusammen, um zahlreiche Verbesserungen für die Frauen zu erreichen. Das Mindestalter für eine Heirat wurde heraufgesetzt. Für Frauen wurde es erleichtert, eine Scheidung einzureichen. Verpflichtende Unterhaltsleistungen für Frau und Kind bei Scheidung wurden eingeführt. Beim Tod des Ehegatten wurde die Sorgerechtszuweisung für gemeinsame Kinder an die Witwe verfügt. Die Abtreibung wurde legalisiert und für eine Mehr-Ehe brauchte der Mann die Zustimmung seiner Ehefrau, was die faktische Abschaffung der Mehr-Ehe bedeutete. Im Iran trugen schon bald wie in London oder Paris die Frauen Miniröcke. Der Schah ließ über sein Reformprogramm abstimmen. Viele Kleriker, allen voran Ruhollah Khomeini, lehnten trotz der überwältigenden Zustimmung der Iraner im Referendum vom 26. Januar 1963, die „Weiße Revolution“ weiter ab. Nach einer wütenden „Rede gegen den Tyrannen unserer Zeit“ von Khomeini gegen den Schah, gegen die Weiße Revolution wurde Khomeini am 5. Juni 1963 verhaftet und musste anschließend das Land verlassen. Der Schah war allerdings unfähig, das autoritäre System im Gleichschritt mit der Modernisierung zu lockern und in freiere politische Formen zu überführen.

Nach regelmäßigen Massendemonstrationen, Unruhen und Massenstreiks im Jahr 1978 ließen die USA und der Westen den Schah fallen und Ajatollah Ruhollah Khomeini kam am 1. Februar 1979 zurück aus dem Exil an die Macht. Noch im Februar wurde begonnen alle nicht-schiitischen, jüdischen, bürgerlichen, linken, marxistischen Oppositionsgruppen zu verfolgen. Nach einem Referendum im April 1979 wurde der Iran offiziell zur Islamischen Republik. Die gesamte Opposition wurde ab sofort erbarmungslos verfolgt, gefoltert und hingerichtet. Auch die jüdische Minderheit bekommt die Folgen der revolutionären Welle, die Khomeini an die Macht bringt, sofort in spüren, die Rückkehr zur Dhimma war eingeleitet. Zu hunderten werden Juden in Haft genommen und meist ermordet. Selbst sein hohes Alter von 85 Jahren schützte den Schriftsteller Ali Dashti nicht, er wurde sofort verhaftet, misshandelt und gefoltert und starb an den Folgen der Folter im Jahr 1981. Am 4. November 1979 begann der „Aufstand aus dem Geist der Religion“. Am Vormittag dieses Tages brechen 400 mit Schlagstöcken und Ketten bewaffnete Khomeini-Anhänger das Tor zur amerikanischen Botschaft in Teheran auf, stürmen das Gelände und nehmen die 66 anwesenden Botschaftsmitarbeiter als Geiseln. Die 444 tägige Geiselhaft, mit Scheinerschießungen und Schlägen, dauert bis Januar 1981. Seit 1979 ist der Iran ein faschistoider islamischer Gottesstaat.

Laut Verfassung des iranischen Gottesstaates gilt, bis zur Wiederkehr des verborgenen Imans, die „Herrschaft des Rechtsgelehrten.“ Der 12. Imam, der Mahdi ist nach der Lehre der Zwölfer-Schia der letzte unmittelbare Nachkomme Mohammeds der im Jahr 874 als kleiner Junge spurlos verschwand. In der iranischen Verfassung ist festgelegt, wenn dieser „Imam“ irgendwann aus seiner Verborgenheit hervortritt wird ihm die Macht ihm Iran unverzüglich übertragen, da er die Welt von allen Übeln, also den Juden befreien wird. Staatsoberhaupt ist der „Oberste Führer“, das religiöse und politische Oberhaupt ist derzeit Ali Chamenei, der vom Expertenrat auf Lebenszeit gewählt wird. Die 86 Mitglieder des Expertenrates werden alle acht Jahre von der iranischen Bevölkerung gewählt. Zuvor prüft der Wächterrat, ob ihre Gesinnung mit der iranischen Verfassung und den islamischen Lehren übereinstimmt. Der Präsident wird alle vier Jahre vom Volk gewählt und leitet die Regierung, wobei der sogenannte Wächterrat bestimmt, ob er überhaupt zur Wahl zugelassen wird.

Gesetze werden im iranischen Parlament allein aus dem Koran und der islamischen Tradition hergeleitet. Im Iran gilt das islamische Recht, die Scharia. Die Scharia gilt als Ordnung Gottes und darf daher nicht durch menschliche Gesetze ersetzt werden. Die Frau ist im Iran wie in so gut wie allen islamischen Gesellschaften ein Mensch zweiter Klasse. So gut wie alle Reformen der „Weißen Revolution“, mit Ausnahme des Frauenwahlrechts, wurden nach 1979 rückgängig gemacht. In kaum einem anderen Land werden jedes Jahr so viele Todesurteile vollstreckt wie im Iran. Durch die kürzlich beschlossene Justizreform können Mädchen ab dem Alter von neun und Jungen ab 15 Jahren zum Tode verurteilt werden. Allein in der ersten Jahreshälfte 2015 wurden fast 700 Menschen hingerichtet und beispielsweise 2017 waren es mindestens 507. Die Gründe für die Todesurteile sind vorsätzlicher Mord, Ehebruch, Vergewaltigung, Homosexualität, Alkoholkonsum, Sodomie oder die Abkehr vom Islam. Die Hinrichtungen finden öffentlich, meistens Hängen auf Kranwagen, als auch im Geheimen, meist Erschießen, statt. Für Steinigungen gelten besondere Bestimmungen. Im Iran werden meist Frauen nach außerehelichem Geschlechtsverkehr, beispielsweise auch nach einer Vergewaltigung, zum Tod durch Steinigung hingerichtet. Per Strafgesetz, basierend auf der islamischen Scharia, werden die Frauen eingegraben und anschließend mit Steinen ermordet, dabei ist penibel die Größe der Steine und die Reihenfolge der Werfer festgelegt. Bei einer Steinigung werden Frauen bis zu den Schultern in der Erde eingegraben, Männer bis zu den Hüften. Danach werfen Männer, die im Kreis um die Hinzurichtenden stehen, Steine auf diese, bis sie tot sind.

Frauen müssen im Iran ihr Haar mit einem Kopftuch verdecken und weite Gewänder tragen, die verhindern sollen, dass sich ihre Figur darunter abzeichnet. Iranische Frauen die gegen diese Kleiderordnung verstoßen, also kein Kopftuch tragen und damit ihr Haar offen zeigen, werden im Iran zu Gefängnis oder zu Peitschenhieben verurteilt. Viele Frauen im Iran protestieren gegen diese islamische Unterdrückung, tragen den Schleier locker oder überhaupt nicht und riskieren dadurch eine archaische Bestrafung. Beispielsweise postete die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh ein Video ihres unbedeckten Kopfes, worauf unverzüglich ihre Gefängnisstrafe verlängert wurde. Auch Verstöße im Ausland werden geahndet. Die iranische Schauspielerin Marzieh Vafamehr wurde im Jahr 2011 zu 90 Peitschenhieben und einem Jahr Gefängnis verurteilt , weil sie in einem australischen Film an mehreren Stellen mit kahlgeschorenem Kopf und ohne Kopftuch auftrat. Die Verschleierungspflicht sowie die Kleidungsvorschriften werden von der Sittenpolizei streng kontrolliert und mit Gefängnisstrafen und Verurteilungen mit Peitschenhieben durchgesetzt. Allein in der Hauptstadt Teheran werden dafür bis zu 7.000 Geheimagenten eingesetzt. Immer wieder kommt es nicht nur im Iran zu Säureanschlägen auf Frauen, wenn diese sich nicht „tugendhaft“ kleiden. Die Frauen sind dadurch oftmals ihr Leben lang entstellt. Jedes Jahr konfisziert die Verkehrspolizei im Iran tausende Fahrzeuge von Frauen, die im Auto ihr Haar nicht unter einem Kopftuch verborgen hatten. Die Autos wurden beschlagnahmt und die Fälle an die Justiz übergeben. Im Iran werden Homosexuelle unter Berufung auf das islamische Recht bedroht, gedemütigt, misshandelt und öffentlich an transportablen Baukränen hingerichtet. Das Mullah-Regime verfolgt jedes oppositionelle Denken mit grausamer Unterdrückung und Folter, Minderheiten wie die Bahai werden diskriminiert oder verfolgt.

Die Armee der Wächter der Islamischen Revolution sind die Revolutionsgarden (IRGC), deren Kommandeur aktuell Hussein Salami ist. Die Revolutionsgarden sind wirtschaftlich auf allen Gebieten aktiv und sind der größte Unternehmer des Landes. Die Revolutionsgarde unterhält eigenständige Truppenteile für Heer, Luftwaffe und Marine. Ihr Ziel ist es „abweichlerische Bewegungen“ auch weltweit im Ausland zu bekämpfen. Alleine die Marine der IRGC umfasst mindestens 20.000 Soldaten und über 3.000 Schnellboote. Mit dieser „Guerillaorganisation zur See“ kommt es immer wieder zu Angriffen auf Tanker im Golf von Oman. Im Januar 2019 kündigte Salami an: „Unsere Strategie ist es, Israel von der politischen Landkarte der Welt zu entfernen.“ Im Februar drohte er der Europäischen Union im Staatsfernsehen: „Die Raketenmacht der Islamischen Republik ist unaufhaltbar und unkontrollierbar, und wenn die Europäer sich auf irgendeine Weise verschwören sollten, uns unsere Raketenmacht wegzunehmen, dann werden wir einen strategischen Sprung machen.“ „Wir planen, Amerika, Israel und ihre Partner und Verbündeten zu brechen. Unsere Bodentruppen werden den Planeten vom Dreck ihrer Existenz reinigen“, sagte Salami bei einer am 19. Februar 2019 vom Staatsfernsehen IRINN ausgestrahlten Rede. Und weiter: „Wir werden unseren Feind brechen. Wir haben einen Plan. Wir sind organisiert und motiviert. Wir haben Vertrauen. Wir haben Märtyrertum. Wir haben Dschihad. … Wir sind nicht für diese Welt, sondern für den Dschihad geschaffen. … Wir werden sie (unsere Feinde) auf globaler Ebene bekämpfen, nicht nur an einem Ort. Unser Krieg ist kein lokaler Krieg. Wir werden die Weltmächte besiegen.“

Ayatollah Khomeini hatte bereits am 8. August 1979 den al-Quds-Tag, mit dem Ziel der Vernichtung Israels ins Leben gerufen. Seitdem demonstrieren und hetzen khomeinistische Islamisten und deren antisemitische Freunde am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats in knapp siebzig Ländern dieser Erde für die Vernichtung des Staates Israel. Neben vielen anderen Repräsentanten des Regimes agitierte der wohl mächtigste Mann des Irans, Ali Chamenei, mehrfach vom „Krebsgeschwür Israel“. Am 3. Februar 2012 sagte er als Staatspräsident beim Freitagsgebet in der Universität Teheran: „Bald wird sich die Welt vom zionistischen Regime, diesem Krebsgeschwür, befreien. Iran wird jedem helfen, der das zionistische Regime bekämpft, so wie es schon in der Vergangenheit Hizbollah und Hamas geholfen hat.“ Bereits am 15. Dezember 2000 meinte Chamenei: „Es ist die Position des Iran, als erstes durch den Imam verkündet und viele Male von den Verantwortlichen wiederholt, dass das Krebsgeschwür, genannt Israel, aus der Region herausgerissen werden muss.“ Als Präsident Ahmadinejad im Oktober 2005 dazu aufrief, Israel von der Landkarte zu tilgen, gab es in Deutschland keine Massendemonstrationen gegen das iranische Regime, im Gegenteil man halluzinierte von einem Übersetzungsfehler.

Bei Militärparaden im Iran ist auf den Shahab-3 Raketen „Israel muss rausgerissen und aus der Geschichte getilgt werden“ zu lesen, auf allen möglichen öffentlichen Gebäuden gibt es Transparente mit der Drohung dass „Israel vom Angesicht der Erde zu tilgen“ ist. Was der Iran mit einer Atombombe vorhaben wird sagte unmissverständlich der in Europa als moderat geltende damalige iranische Präsident Ali Akbar Haschemi Rafsandschani anlässlich des al-Quds-Tages in Teheran am 14. Dezember 2001: „Wenn eines Tages, eines natürlich äußerst bedeutenden Tages, die islamische Welt mit Waffen ausgerüstet sein wird, über welche Israel schon heute verfügt, dann wird die imperialistische Strategie in eine Sackgasse geraten, denn die Anwendung auch nur einer Atombombe in Israel wird es vom Angesicht der Erde tilgen, während die islamische Welt lediglich Schaden erleiden wird“.

Neben den beinahe täglich veröffentlichten Vernichtungsdrohungen gegen Israel leugnen die staatlichen Organe des Irans mehrfach den Holocaust. So sagte Ahmadinedschad im August 2011: „Das zionistische Regime basiert auf vielen Enttäuschungen und Lügen, eine von ihnen war der Holocaust“. Die Holocaustleugnung verband Ahmadinedschad im libanesischen Fernsehsender al-Manar mit der Aussage, dass der Iran entschlossen sei Israel „auszulöschen“. Der Iran hält regelmäßig sogenannte Holocaust-Konferenzen ab in welchen radikale Antisemiten aller Welt eingeladen werden um den Holocaust zu „diskutieren“. Internationale „Judenkritiker“, Rechtsextremisten und Holocaustleugner wie Robert Faurisson, Horst Mahler, Herbert Schaller oder Hans Gamlich nahmen beispielsweise im Jahr 2006 daran teil.

Seinen menschenverachtenden islamistischen Zynismus bewies Mahmoud Ahmadinejad bereits während des Krieges gegen den Irak, als er 500.000 Plastikschlüssel aus Taiwan importieren ließ. Iranische Kinder ab 12 Jahren durften (mussten) die Minenfelder mit ihrem Körper, eingewickelt in Decken, räumen. Vor dem Einsatz wurde ihnen ein Plastikschlüssel aus Taiwan um den Hals gehängt, der ihnen, so die Zusicherung, die Pforte zum Paradies öffnen werde. Diese Kindermärtyrer, gehörten der von Khomeini ins Leben gerufenen Massenbewegung der Basitschi an. Die Bassitschi sind die Vorbilder der ersten Selbstmordattentäter, die in israelische Schulbusse steigen um vermeintlich ins Paradies zu gelangen. Der Kriegseinsatz der Bassidschi ist das Ursprungsverbrechen des politischen Islam: Hier hat der Kult des religiös motivierten Selbstmordattentats seinen Anfangspunkt. Die Bassidschi sind heute im Iran überall präsent und agieren in erster Linie als „Sittenpolizei“ und Schlägertrupps gegen Oppositionelle.

Der Iran versucht seine islamische Revolution mit mörderischer unbarmherziger Gewalt in den gesamten Nahen Osten und weit darüber hinaus zu exportieren, aktuell führt Teheran gleichzeitig Krieg in Syrien, Irak und im Jemen. Im Libanon gründete der Iran die Hisbollah, die „Partei Gottes“. Die islamische Terrororganisation entführt und ermordet all die „Ungläubigen“ die dem islamischen schiitischen Imperialismus entgegenstehen. Der Iran finanziert Terrororganisationen wie die Hisbollah, die Hamas um die Raketenpogrome und Terrorakte gegen Israel am Laufen zu halten. Die Hisbollah mordet auf Seiten des Assad-Regimes in Syrien und hat bereits einen Staat im Staat des Libanon erschaffen um von dort aus Israel mit Bombenterror anzugreifen. Unter dem Führer der iranischen Al-Quds-Brigaden, des Korps der islamischen Revolutionsgarden, Generalmajor Qassem Soleimani wurden so gut wie alle ausländischen Terroraktionen wie zum Beispiel im Irak, Afghanistan, Pakistan oder im Jemen koordiniert. Al-Quds ist das arabische Wort für Jerusalem, womit ursprünglich die beabsichtigte Eroberung Jerusalems gemeint war. Mit ihrem aggressiven islamischen Imperialismus ist der Iran hauptverantwortlich für die Instabilität in der gesamten Region.

Der Iran gilt als Urheber des Terroranschlages vom 18. Juli 1994 auf die jüdische Gemeinde von Buenos Aires in Argentinien, bei dem 85 Menschen ums Leben kamen und rund 300 weitere verletzt wurden. Bereits zwei Jahre zuvor ermordeten höchstwahrscheinlich wiederum iranische Gotteskrieger 29 Menschen der israelischen Botschaft. Restlos aufgeklärt wurden beide Anschläge bis heute nicht. Ebenfalls auf das Konto der Hisbollah geht der Anschlag am bulgarischen Flughafen Burgas am 18. Juli 2012 auf eine Gruppe israelischer Touristen bei dem fünf Israelis, der bulgarische Busfahrer sowie der Attentäter getötet und 35 weitere verletzt wurden. Am 17. September 1992 ermordeten im sogenannten Mykonos-Attentat, an dem der im Westen als moderat geltende Hassan Rohani als NSR-Sekretär beteiligt war, die islamische Republik in Berlin-Wilmersdorf vier iranisch-kurdische Exilpolitiker. Kurz nach dem Attentat gab Richard von Weizsäcker seiner „Hoffnung auf Vertiefung und Ausbau der guten Zusammenarbeit zwischen unseren beiden befreundeten Völkern Ausdruck.“ Unter dem „moderaten“ Präsidenten Hassan Ruhani wurden im Übrigen die Restriktionen bezüglich der Medien verschärft und die Opposition schärfer als die Jahre zuvor verfolgt, was die gestiegenen Hinrichtungszahlen außerdem belegen.

Seit den späten 1980er Jahren greift das faschistische Mullah-Regime nach der Atombombe um vor allem Israel von der Landkarte zu löschen. Deutschland und Europa tragen mit ihrer Appeasement-Politik, mit ihrem Festhalten am absurden „Iran-Deal“ und mit dem Umgehen der US-Sanktionen Mitverantwortung wenn dieser Griff zur Atombombe gelingen sollte und der Iran sein Ziel in die Tat umsetzen könnte. Deutschland und Europa fallen mit ihrer Kumpanei mit dem Terrorstaat den USA in den Arm und lassen Israel wieder einmal im Stich.

Seit jeher hat Deutschland die besten Beziehungen zu Persien oder später zum Iran. Besonders eng waren die Beziehungen zwischen 1933 und 1945. Im Jahr 1940/41 stammten 80% aller nach Iran gelieferten Maschinen aus Nazideutschland. Im August 1941 mussten britische und sowjetische Truppen mit Waffengewalt den lebensnotwendigen „persischen Korridor“ durch den, mit NS-Deutschland „verbündeten“ Iran durchsetzen. Die iranische Regierung unterstützte Angriffe und Sabotageakte auf die britischen Waffen- und Warenlieferungen, die durch den Iran an die kurz zuvor von NS-Deutschland angegriffene Sowjetunion geleitet wurden. Der ideologische Kitt zwischen Nazideutschland und dem damaligen Iran, war das gemeinsame „Ariertum“. Bereits im ersten Weltkrieg hatten einige schiitische Kleriker den deutschen Kaiser als Schutzpatron verehrt. Viele iranische „Geistliche“ sahen in Adolf Hitler die Gestalt, die von Gott als „Zwölfter Imam“ gesandt worden ist. Die guten Beziehungen blieben auch nach dem zweiten Weltkrieg bestehen.1984 hatte Hans-Dietrich Genscher als erster westlicher Außenminister dem Mullah-Regime seine Aufwartung gemacht. Seither sind die deutsche und die amerikanische Iranpolitik getrennte Wege gegangen. Während Washington sein nationales Embargo gegen die Sponsoren des Terrors immer weiter verschärfte, heizte Deutschland, dessen Diplomaten und Soldaten weder gekidnappt noch in die Luft gesprengt wurden, den Iranhandel mit immer großzügigeren Hermes-Bürgschaften an. Die rot-grüne Regierung setzte diese Politik nahtlos fort, steigerte sie sogar und die Große Koalition weicht bis heute nicht von diesem Kurs ab. Am 11. Februar 2019 betonte auch der Bundespräsident von der SPD, Frank-Walter Steinmeier in seinem Telegramm an die Mullah-Diktatur: „Die bilateralen Beziehungen unserer Länder sind traditionell eng und bauen auf einer breiten Grundlage auf.“ Wie „breit“ diese Grundlage ist haben die letzten 40 Jahre gezeigt.

Der Top-Terrorist Qassem Soleimani ist hauptverantwortlich für den iranischen Terror außerhalb des Irans, er ordnete unzählige Terrorattacken weltweit an, darunter auch Mordanschläge auf iranische Dissidenten in Europa, er ließ unter anderem jüdische Einrichtungen in Deutschland ausspähen, denn Irans Agenten planten Anschläge auf jüdische Kindergärten in Deutschland. Am Wochenende twitterte Heiko Maas tief bestürzt über Soleimanis Tod, dass die „ganze Region in Brand“ gerate, als sei der Nahe Osten nicht schon längst von Soleimani in Brand gesteckt. Während Heiko Maas und die Politikerklasse in Europa trauern, jubelt die iranische Oppositionsbewegung, die auch gegen die Terrorfinanzierung des Regimes protestierte. Die Hisbollah hat laut Verfassungsschutz rund 1.000 Mitglieder alleine in Deutschland, aber Heiko Maas und Co. weigern sich bis heute die Terrororganisation zu verbieten. Es wird Zeit dass sich die europäischen Regierungen, die europäischen Medien, die europäischen Linken und die europäischen „Friedenskämpfer“ auf die Seite der demonstrierenden iranischen Bevölkerung, auf die Seite des bedrohten Israel und der handelnden USA stellt und die Kumpanei mit dem iranischen islam-faschistischen Regime endlich aufgibt, ein faschistisches Regime das ernsthaft an die Wiederankunft des „Zwölften Imam“ glaubt und täglich seinen „Erlösungsantisemitismus“ offen zelebriert. Deutschland und Europa sollten nicht länger schweigen und endlich sagen was endlich gesagt werden muss. Donald Trump hat den Anfang gemacht, wir sollten ihn zumindest politisch und moralisch unterstützen. Wir sollten bereit sein Donald Trump hochleben zu lassen, Heiko Maas, Klaus Kleber und Co. zwingen uns dazu.

Quellen: Ulrike Marz – Kritik des islamischen Antisemitismus, Zur gesellschaftlichen Genese und Semantik des Antisemitismus in der islamsichen Republik Iran | Matthias Küntzel – Die Deutschen und der Iran | Stephan Grigat Der Iran – Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer | Joshua Teitelbaum – Die iranische Führung in ihren eigenen Worten über die Vernichtung Israels | Nathan Weinstock – Der zerrissene Faden: Wie die arabische Welt ihre Juden verlor | Monika Gronke – Geschichte Irans: Von der Islamisierung bis zur Gegenwart | Stefan Frank – Irans Revolutionsgarden: Terroristen zur See

Gleichzeitig veröffentlicht in Mission Impossible

Update 12.1.20: Während der Iran am 8. Januar 2020 Raketen auf amerikanische Stützpunkte abfeuerte schossen die Mullahs auch ein ukrainisches Passagierflugzeug mit einer Boden-Luft-Rakete in der Nähe von Teheran ab und ermordeten so weitere 176 Menschen. Nachdem die iranischen Mörder es tagelang bestritten haben, räumen sie am 11. Januar um vier Uhr ein die Passagiermaschine abgeschossen zu haben. Seitdem gehen viele Iraner trotz Lebensgefahr wieder auf die Straßen um gegen die Lügner zu protestieren.

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