Wer fürchtet sich vorm bösen rechten/linken Wolf? - Im Widerstreit der Weltanschauungen

In der politischen Auseinandersetzung prallen die Meinungen aufeinander – völlig diametral entgegenstehende Ansichten stehen einander gegenüber, und die jeweiligen Anhänger derselben halten die jeweils anderen für naiv, dumm – und im schlimmsten Fall für „extrem“, „kriminell“, sei es jetzt links oder rechts, das spielt in diesem Fall gar keine Rolle.

Und es wird nicht mit gegenseitigen Anwürfen gespart – dabei scheinen die Meinungen quasi in Stein gemeißelt, jeder betrachtet SEINE persönliche Einschätzung der Dinge als die richtige (Haltung) und bekämpft die jeweils andere mit gerade noch akzeptierten Mitteln bis hin zu (hoffentlich nur) verbalen Ausritten.

Dabei ist man von seiner eigenen Ansicht felsenfest überzeugt – nichts kann einen davon abbringen.

Ich möchte aus dieser Spirale einmal ausbrechen und die Dinge beleuchten – ich mache mir schon geraume Zeit darüber Gedanken, WELCHE Seite denn nun tatsächlich der „Wahrheit“ am nächsten kommt – und ob meine Ansichten tatsächlich richtig sind oder nicht.

Ich selbst bin parteipolitisch nicht engagiert, ich habe mich keiner politischen Richtung verschrieben, habe aber natürlich meine Präferenzen – allerdings weniger zu einer bestimmten Partei, als eher zu politischen Ansichten und Vorhaben, die ich entweder gut oder weniger gut finde. Das bedingt natürlich eine vermehrte Sympathie in EINE Richtung, schließt aber punktuelle Zustimmung zu den Ideen anderer politischer Anschauungen nicht aus.

Ich bin nicht „national“ eingestellt, bin aber sehr wohl der Meinung, dass ein Volk, bzw. die Einheimischen eines Landes an erster Stelle stehen sollten, ich kann mit der Gleichmacherei, dem Schreien danach, dass „alle gleich“ sein sollen, nichts anfangen. Und zwar in Bezug auf die jeweiligen Rechte, die Menschen in (m)einem Land zugestanden werden – mit Ausnahme der Menschenrechte an sich, die sind selbstverständlich nicht verhandelbar. Der WERT der Menschen ist selbstverständlich gleich, darüber sind wir uns vermutlich sowieso alle einig, aber das betrifft halt nicht den Status, den man in einer Gesellschaft eines definierten Staates innehat. Innehaben KANN.

Somit hege ich auch eine gewisse Sympathie für die vielgescholtene FPÖ – und ich möchte vorausschicken, dass ich jetzt hier keine Diskussion über die „Ibiza-Affäre“ lostreten möchte, mir geht es um Grundsätzliches. Über „Ibiza-Gate“ wurde im übrigen sowieso schon hinlänglich heftigst diskutiert.

Mir geht es vielmehr um die generelle Einschätzung dieser Partei, bzw. die Ansichten, die auch von ihr vertreten werden, auch anhand diverser hochgepushter „Einzelfälle“, die in den vergangenen Jahren immer wieder einmal passiert sind und medial ziemlich hochgespielt wurden. Aber auch um die genau diametral entgegenstehende Weltanschauung – auch diese ist es wert, einer Betrachtung unterzogen zu werden.

Und ich frage mich, WESSEN Einschätzung diverser Vorkommisse und Meinungen jetzt richtig ist – und welche falsch.

Bei den meisten „Vorfällen“, verursacht durch mehr oder minder hell leuchtende Lichter unter den Funktionären habe ich mir gedacht, wie absurd die ganze damit verbundene Empörung doch ist.

Fangen wir bei der jüngeren Vergangenheit an:

Da wurde in einem Vereinsheim einer nicht wirklich in der Öffentlichkeit präsenten Burschenschaft ein Liederbuch gefunden, in welchem sich unter etlichen anderen, vermutlich harmlosen, Liedern eines (!) mit ein paar bösen („nationalsozialistischen“) Textzeilen befunden hat. Daraufhin erhob sich lautes Geschrei – obwohl die dafür Verantwortlichen versichert haben, dieses Lied so (oder überhaupt) nicht zu singen… und womöglich auch gar nicht die genaue Kenntnis darüber gehabt zu haben.

Die lautstarke Empörung über das furchtbare rechtsextreme Verhalten des dafür verantwortlichen Funktionärs war nicht enden wollend – und dieser wurde praktisch zum Rücktritt genötigt.

Zudem hat sich die zuständige Landeshauptfrau, in deren Wirkungsbereich nämlicher Politfunktionär tätig war, in einem politisch korrekten Reflex beeilt, quasi im Moment seine Ablösung zu fordern. Nur, um öffentlich in kein irgendwie negatives Licht zu geraten…

Ich habe damals diese Aufregung als mehr als lächerlich empfunden – ich möchte nicht wissen, in wie vielen Haushalten noch derlei historisch belastetes Material mehr oder weniger unbeachtet herumkugelt. Auch ich habe alte Liederbücher aus meiner Schulzeit – oder noch schlimmer – Bücher aus der Jugendzeit meiner Eltern – zu Hause. Und ich weiß nicht im einzelnen, WAS konkret da an bösen Dingen und längst überholten gesellschaftspolitischen Ansichten womöglich drinnen steht. Ich würde sie aber auch nicht wegwerfen, aber nicht aus politischen, sondern aus persönlichen, sentimentalen Gründen. Bin ich jetzt auch ein Nazi, der überholtes Gedankengut pflegt? Und irgendwelche „Schmähgesänge“ über diverse Bevölkerungsgruppen wird es wohl in dieser oder einer ähnlichen Form überall geben.

Wer noch nie einen Blondinen- oder Burgenländerwitz von sich gegeben hat, werfe den ersten Stein…

Und ich bin erwachsen genug, über gewisse Dinge mehr oder weniger milde zu lächeln, sie vielmehr zu be-lächeln, als sie in irgendeiner Weise ernst zu nehmen.

Viele Dinge, die wir aus dem öffentlichen Leben kennen, sind wohl aus heutiger Sicht als mehr als antiquiert zu betrachten – und wir tilgen sie trotzdem nicht aus der Geschichte. Was sie eint, ist ein Fakt: sie sind VERGANGENHEIT. Und diese hat uns zu der Gesellschaft gemacht, die wir heute sind.

Und – die Geschichte hat es uns gezeigt, dass betroffene Menschen selbst in der tiefsten Verzweiflung und Not noch so etwas wie Humor besessen haben und über die Gegebenheiten makabre Witze gerissen haben.

Und – betrachten wir die Sache einmal als das, was sie tatsächlich war – bzw. NICHT war:

Dieses kritisierte Lied wurde niemals öffentlich gesungen - und ich behaupte, dies wäre auch in Zukunft niemals passiert. Die überwiegende Mehrheit der Österreicher wurde überhaupt erst durch die Berichterstattung darauf aufmerksam gemacht, und es hat sie wohl auch nicht weiter interessiert. Warum also die Aufregung über ein verstaubtes Buch, welches irgendwo mehr oder weniger unbeachtet herumliegt?

Noch ein Gedanke: Wie viele Schüler singen in diversen Musikstunden irgendwelche uralten Volkslieder mehr oder weniger gedankenlos mit, ohne über den eigentlichen Sinn der Texte auch nur ansatzweise nachzudenken?

Nächster medialer Aufreger – das sogenannte Rattengedicht. Auch hier war die Empörung riesig und schier nicht enden wollend.

Ich habe dieses Gedicht gelesen – und neben dem Aspekt, dass man über die literarische Qualität dieses Werks durchaus streiten kann, habe ich tatsächlich nichts wirklich Verwerfliches über Ausländer darin gelesen. Im Gegenteil, der Autor hat SICH SELBST UND SEINE FAMILIE als „Ratten“ darin bezeichnet, es war eine Art Fabel, und eher absurd, als irgendwie ernstzunehmen.

Eine Sache, die schon etwas länger zurückliegt, sind die Aussagen einer gewissen Susanne Winter – diese hat bemerkt, dass man den Anführer einer Glaubensrichtung UNTER HEUTIGEN GESICHTSPUNKTEN wohl als Kinderschänder bezeichnen könne.

Nun, in Anbetracht dessen, dass es sich bei dem, was sie damit kritisiert hat, um die Eheschließung des Betreffenden mit einer 9jährigen handelt, ist diese Aussage wohl nicht ganz von der Hand zu weisen. Das waren zumindest die Aussagen, die man damals medial kolportiert hat.

Aber – man hat die gute Frau dafür verurteilt.

Ich behaupte jetzt nicht, dass ich ihren Aussagen zustimme - ich gestehe lediglich, dass mir auch für diese Erregung das Verständnis völlig fehlt.

Es gibt wohl noch einige Beispiele mehr über diverse Vorkommen, ich bitte, mir jedoch zu verzeihen, dass ich nicht mehr alle im Gedächtnis habe.

Mir geht es auch mehr um das Grundsätzliche – liege ich mit meinen Einschätzungen dieser Dinge so völlig falsch? Bin ich ein „Verharmloser“ böser und nicht akzeptabler Dinge?

Dies wird uns, die wir die Empörung über diese Dinge nicht so recht nachvollziehen können, ja stets vorgeworfen. WEHRET DEN ANFÄNGEN, heißt es dann so schön – aber welchen genau?

Ich denke nicht, dass über einen Liedertext oder ähnliches die nationalsozialistische Weltherrschaft angetreten werden soll.

SEHEN wir tatsächlich diese Gefahr „von Rechts“ nicht? Laufen wir somit sehenden Auges direkt zurück in die Vergangenheit?

Das erklären uns zumindest die überwiegende Mehrheit der Medien und somit auch die (ver)öffentlich(t)e Meinung so. JEDER, der irgendwie in der Öffentlichkeit steht, beeilt sich, solche Vorkommnisse in einer Art Reflex scharf zu verurteilen – und damit auch gleich diejenigen, aus deren (partei)politischer Richtung diese Dinge kommen.

Sind DIE hysterisch?

Oder sind WIR blind, die wir das als eher absurd betrachten?

Ich halte mich durchaus für ein vernunftbegabtes Wesen – aber dennoch kann/will ich die von den Besorgten heraufbeschworene und stets befürchtete herandräuende Gefahr einer rechten Weltverschwörung nicht recht erkennen und halte sie für das vehemente Marktgeschrei einer dauerempörten linken Blase.

Aber was, wenn diese letztendlich doch recht haben sollte?

Schlittern wir womöglich doch sehenden – oder vielmehr blinden – Auges einer latent angestrebten Form eines „4. Reiches“ entgegen? Sind alle diese an die unschuldige Wand geworfenen Szenarien der Realität tatsächlich weit näher, als ich es für möglich halte?

Ich weiß es schlicht nicht…

Oder ist es tatsächlich ein Sturm im Wasserglas, verursacht durch diejenigen, die man so gern mit dem zweifelhaften Terminus „Gutmensch“ bedenkt, der sich hier nicht weiter als bis zum Glasrand bewegt, nicht einmal darüber hinaus zu schwappen vermag, aber dennoch die Meinungshoheit für sich reklamiert? Und zudem für sich behauptet, über die einzig wahre und ethisch vertretbare HALTUNG zu verfügen?

Sehen wiederum „diese“ Leute nicht die berechtigte Sorge um das abendländische Vaterland, welches sich durch die massive Unterwanderung archaischer und zutiefst rückwärtsgerichteter Lebens- und Gesellschaftsform bedroht sieht?

Was verbirgt sich wirklich unter dem reichen Faltenwurf des Mäntelchens, welches sich so gern als „Menschlichkeit“ tarnt?

Die Gleichmacherei und damit einhergehende Nivellierung aller Gesellschaftsformen – aber auf welchem Niveau?

Wie schaut es eigentlich auf der anderen Seite aus?

Wer erinnert sich nicht noch lebhaft an diverse markige Aussprüche aus den Reihen des grünen Nachwuchses, die sich mehr oder weniger gegen das eigene Heimatland gerichtet haben?

Diese wurden, scheint´s, mit mehr oder weniger nachsichtiger Milde betrachtet, die man gemeinhin dummen Kindern gegenüber an den Tag legt – oder zumindest medial nicht so hochgepusht wie einzelne, stets als „Rülpser“ bezeichnete, Aussprüche mancher rechter Funktionäre.

Ein richtiggehender Zankapfel, an dem sich die verschiedenen gesellschaftspolitischen Ausrichtungen jedoch so richtig abarbeiten, sind die Migration, bzw. die Flüchtlingsbewegungen rund um den Erdball, im speziellen das, was sich seit 2015 diesbezüglich in unseren Breiten abspielt.

Die Einen sehen in jedem, der aus mannigfaltigsten Gründen sein Heil in der Flucht aus seiner Heimat sieht, einen Schutzbedürftigen – den man ohne Ausnahme unter dem Gesichtspunkt der Humanität auch aufnehmen muss. Und scheinen zudem zu glauben, dass man aufgrund deren erlittener „Traumata“ auch zusätzlich ALLES tolerieren muss, was diese Leute im Folgenden so an Verhaltensoriginalität zeigen.

EUROPA müsse den Zustrom von zig Millionen an Flüchtlingen wohl verkraften, weil es ja „so reich“ sei – zumindest wesentlich reicher als die Länder, aus denen diese Menschen zu uns strömen.

Und WIR können es uns doch mühelos leisten, diese Menschen durchzufüttern und rundum zu versorgen, das ist offensichtlich kein Problem. Nicht in deren Augen, die – so die Volksmeinung – aus ihren sicheren Villen in städtischen Nobelvierteln und unbeeinträchtigt von unliebsamer ausländischer Nachbarschaft über uns, die wir nicht so denken, befinden.

Genausowenig, wie es ein Problem, sondern vielmehr Menschenpflicht sei, Menschen, die man wenige Kilometer vor der libyschen Küste „rettet“, nach Europa zu schiffen und nicht zur nächstgelegenen rettenden Küste zurückzubringen. Dieses Rettungswesen, welches inzwischen von einer erklecklichen Anzahl von Zeitgenossen wohl mehr als zweifelnd beäugt wird, ob es denn tatsächlich die beste Art ist, mit diesem Problem umzugehen – nämlich alle, die dies unbedingt wollen, nach Europa zu verbringen, ist inzwischen zu einer riesigen Maschinerie angewachsen. Und die Schuld an zigtausenden Toten in der Todesfalle Mittelmeer wird offensichtlich gern dem gemeinen europäischen Bürger aufoktroyiert, der dies so nicht will.

Dem Vernehmen nach und den Aussagen durchaus kluger Menschen zufolge, sitzen aktuell zig Millionen Menschen in Afrika auf sprichwörtlich gepackten Koffern – diese alle aufzunehmen, wäre wohl zudem ein Ding der Unmöglichkeit. Dass womöglich die dortige Überbevölkerung eine der Hauptursachen dieses Problems ist, wird dabei gern negiert…

Nächster Punkt: Das Verhalten, welches die solcherart Geretteten und diejenigen, die es auf anderen Wegen schaffen, Europa zu erreichen, dann hier an den Tag legen.

Eine Zeitlang waren die Zeitungen voll von Berichten über Flüchtlinge, die mit der Freizügigkeit, die in Europa üblich ist, nicht umzugehen vermochten und demzufolge Frauen als eine Art Freiwild betrachtet haben. Mit dementsprechenden Folgen. Weil diese Menschen kulturell völlig anders ticken – und damit augenscheinlich riesige Probleme haben.

Aber auch das wurde reflexartig abgestritten – die kulturelle Herkunft sei KEIN Kriterium für die Häufigkeit irgendwelcher Übergriffe.

„Die Frau sei dem Manne untertan.“

Steht meines Wissens nach in der Bibel, aber wir, die wir längst die Aufklärung durchgemacht haben, sehen dies – wie Vieles andere, was darin niedergeschrieben steht – zu Recht als einen antiquierten und nicht mehr relevanten Gesellschaftsentwurf an.

Dass nun eine Ideologie, die offensichtlich genau dieses unverändert durch die Jahrhunderte tradierte Weltbild pflegt, offenen Auges und nahezu widerspruchslos akzeptiert wird – werden soll – macht diejenigen sprachlos, denen man andererseits wieder selbst ein „gestriges“ Weltbild vorwirft, weil sie den Gedanken, eine Mutter gehöre doch irgendwie zum in die Welt gesetzten Nachwuchs, nicht gänzlich abgeneigt ist.

Was wiederum nahezu in missionarischem Eifer von anderer Seite her empört als aus der Zeit gefallen zurückgewiesen wird.

So etwas wie ein gesunder Hausverstand wurde hierzulande offensichtlich inzwischen völlig zum BILLA ausgelagert.

Hier muss die Frage erlaubt sein – KÖNNEN oder WOLLEN Manche das scheinbar Offensichtliche nicht sehen? Sind sie tatsächlich so naiv – oder haben sie vielleicht doch recht?

Sind vielleicht doch die Mahner vor diesen Umtrieben die bösen Rassisten?

Ist es nicht fast logisch, dass Männer, die unter repressiven religiösen und damit einhergehend auch kulturellen Dogmen aufwachsen und sozialisiert werden, sich derart verhalten? Es ist ja jetzt keine Bösartigkeit, solches festzustellen, wie immer behauptet wird, oder gar Rassismus, sondern lediglich die Feststellung eines soziokulturellen Faktes.

Der gemeine Westeuropäer wächst nun einmal nicht unter solchen Vorgaben auf, der wird nicht verrückt angesichts von ein wenig nackter Haut – oder, noch absurder, einigen sichtbaren Haaren am Kopf einer Frau.

Der Islam – ein wahrlich gutes Thema, um trefflich darüber zu streiten.

Und natürlich ist hier das Augenscheinlichste die Verschleierung der Frauen, vereint mit dem Status, den diese generell in dieser Religion/Kultur haben, und noch anderen, weit schlimmeren Dingen, die man ihnen im Namen einer Ideologie ganz selbstverständlich antut.

Es tobt der Streit darüber, ob man die Verschleierung verbieten soll/kann/darf, und auch über die Ansichten darüber, ob die (übrigens in der Mehrzahl) Frauen, die hier so vehement DAFÜR (für die Verschleierung, nicht deren Verbot) eintreten, tatsächlich nicht sehen WOLLEN, dass es mit dieser „Freiwilligkeit“, sich zu verhängen, gar nicht so weit her sein kann.

Interessanterweise wird die ja auch durchwegs von Konvertitinnen, also „westlich“ aufgewachsenen und erzogenen, Frauen wie ein Banner vor sich hergetragen. Die verhüllen sich gern ganz besonders – überdies stets in feines, fast modisches Tuch.

Dass diese Damen womöglich besonders „eifrig“ im Sinne der strengen Auslegung einer „Religion“ sein möchten, wird hier gern übersehen.

Und dass selbstverständlich Mädchen, die in einer Familie aufwachsen, in der sie von diesbezüglichen Vorbildern umgeben sind, bzw. auch nie etwas anderes hören und eingetrichtert bekommen, wie sich ein „anständiges Mädchen“ zu verhalten hat, dann auch irgendwann „freiwillig“ zum Tuch greifen, ist wohl auch erwartbar.

Von denen, die dies alles begrüßen, wird das dann als Freiwilligkeit angesehen – und ein Verbot als ZWANG. Sind somit diejenigen, die die betroffenen Mädchen vor diesen Dingen schützen wollen, tatsächlich jetzt böse Rechte, die die Religionsausübung einschränken wollen?

Einschlägige Aussagen muslimischer – vornehmlich männlicher – Jugendlicher zu dem Thema im staatlichen Fernsehen unseres Nachbarn werden dabei einfach weggewischt. Obwohl es sich dabei teilweise um Jugendliche handelt, die bereits in 3. Generation dort leben – deren Sozialisierung jedoch noch immer ihre Wurzeln im Abstammungsland ihrer Eltern- und Großelterngeneration hat.

Und die inzwischen schon öfters gehörte Befürchtung, die Muslime würden sich in relativ höherem Maße vermehren als der durchschnittliche „Westeuropäer“, weil in den muslimischen Familien halt weit mehr Kinder in die Welt gesetzt werden, wird auch nicht wirklich ernst genommen.

Dabei ist es eine simple Rechnung:

Wenn in der Menge A die Vermehrung im Durchschnitt 1 : 1,5 vonstatten geht, in der Menge B jedoch 1 : 2 - ….. (unendlich), dann ist es wohl nicht so schwierig, hochzurechnen, wann jetzt welche Menge die Mehrheit haben wird.

Alles Blödsinn?

Nun, der geneigte Leser möge dies beurteilen…

Sind tatsächlich die RECHTEN die von der anderen Seite stets heraufbeschworene größte GEFAHR für unser Gesellschaftssystem – oder ist es doch die Naivität der Linken, die à la longue gesellschaftszerstörend wirken wird?

Oder sind es doch die Anhänger der Rechten, die deren Bösartigkeit und ideologischen Abgründe nicht sehen wollen?

Aber was wollen die LINKEN wirklich? Wollen sie eine Gleichmacherei quer über den Erdball?

Sind sie die GUTEN, die stets nur das Beste im Menschen sehen wollen und jede Differenzierung ablehnen? Die auf das Recht aller Menschen, gut zu leben, egal, wo sie geboren werden, pochen? Und die sich daraus ergebende Pflicht derer, denen es bessergeht, dafür zu sorgen, dass es auch den Benachteiligten besser gehen möge?

Was bezwecken die Rechten – sind sie tatsächlich die menschenverachtenden Bösen, nur weil sie sagen, es kann nicht jeder ins gelobte Europa?

WER ist hier der Gute – und wer doch wohl eher der Böse, der das Unglück über unsere Welt und Gesellschaftsordnung bringen will?

Stecken hinter den divergierenden Meinungen tatsächlich niedere ABSICHTEN?

Oder meint tatsächlich jede Seite, sie hätte die RICHTIGE Ansicht der Dinge?

Ich bin, zugegebener Maßen ziemlich ratlos, WER nun tatsächlich recht hat, wer in diesem Spiel tatsächlich auf der RICHTIGEN Seite steht.

Ich schätze jedoch, dass diese Fragen uns in der Zukunft noch viel mehr beschäftigen werden – weil wir generell einen riesigen Richtungsstreit ausfechten – und zwar nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa.

Wer wird ihn „gewinnen“?

Und wer wird am Ende recht behalten?

Vielleicht sollten wir im kleinen damit beginnen – uns gegenseitig nicht Bösartigkeit, Naivität und sonstige Freundlichkeiten an den Kopf zu werfen?

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