Bewusste (?) Medienmanipulation und welche Auswirkungen diese auf unseren Alltag hat - Diskriminierung der Männer.

Mutmaßliche AttentäterInnen? TerroristInnen? TäterInnen? MörderInnen? DiebInnen? KinderschänderInnen? DschihadistInnen? RäuberInnen? VerbrecherInnen?

Warum klingen diese Worte so realitätsfremd,

während uns die Worte "ExpertInnen, ArbeitnehmerInnen, AutorInnen, LehrerInnen, GemeinderätInnen, MitbürgerInnnen, PolitikerInnen, PolizistInnen, SchülerInnen, StudentInnen, WissenschaftlerInnen" etc. doch so vertraut sind?

Aus Zeitungsartikeln im Bereich der Bildung, Politik, Wissenschaft und Umwelt geht ganz klar ein großgeschriebenes Binnen-I hervor, geradewegs so, dass es nicht fett gedruckt ist.

Liest man allerdings von Anschlägen, Attentaten, Morden oder anderweitigen Verbrechen, so wird auf dieses gerne verzichtet. Auch dann, wenn der Täter/die Täterin noch lange nicht ausgeforscht ist.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Newsspeed:

"Attentate auf Paris: Noch kein Täter ausgeforscht."

"LehrerInnen beklagen sich über geringen Lohn."

Diese Beispiele sind frei erfunden, und dennoch könnten sie geradewegs, mit ein- und derselben Wortwahl in jeglichem Newsticker zu lesen sein.

Die meisten Attentate basieren auf den Taten von Männern, könnte man jetzt sagen. Na und? Studien belegen, dass nur 1 von 7 höheren Positionen in der Wissenschaft von einer Frau belegt ist. So könnte man doch auch hier auf das Binnen-I verzichten, immerhin sind doch die meisten Wissenschaftler Männer, oder?

Ist es nun bewusste Medienmanipulation, die uns die Vorstellung eines Mörders als großen, dunkel gekleideten Mann, mit schauderhaftem Gang, geben lässt, und wir bei LehrerInnen, ExpertInnen oder WissenschaftlerInnen doch eher Tendenzen dazu zeigen, dass sich auch eine Frau hinter unserem geistigen Auge in dieser Position befinden könnte? Oder sind selbst JournalistInnen schon so weit in eine Richtung gebogen, dass sie, wenn sie von Anschlägen berichten, nicht einmal den Gedanken hegen, von TäterInnen auszugehen?

Komischerweise demonstrieren hier keine FeministInnen, die aufgrund mangelnder Gleichberechtigung aufschreien. Wehe aber, man würde sachte von "Experten" sprechen, ohne I und NNEN.

Heimat bis du großer Töchter und Söhne.

"Nach jahrelangen Diskussionen wird es nun mit der Änderung der Bundeshymne ernst. SPÖ, ÖVP und Grüne haben sich darauf verständigt, die Textpassage, in der die „großen Söhne“ besungen werden, um „Töchter“ zu erweitern. Das erklärten die Frauensprecherinnen der drei Parteien, Gisela Wurm (SPÖ), Dorothea Schittenhelm (ÖVP) und Judith Schwentner (Grüne), am Mittwoch bei einer Pressekonferenz."

(Quelle: http://orf.at/m/stories/2068488/2068491/)

[Kleine Anmerkung am Rande: Frauensprecherinnen? Was sagen denn die Männersprecher dazu? Gibt es hier garkeine Kritik seitens des Männerministeriums? Oder seitens der Verantwortlichkeit(Inn?)en der "Männerrechte" von Amnesty International, Humanrights, Männerechtsschutz oder diversen Männerberatungsstellen?

Wie jetzt, so etwas gibt es nicht? Warum spricht man dann von Gleich-, und nicht simpel gesagt von FRAUEN(ÜBER)BERECHTIGUNG?]

Der Ursprungstext unserer Bundeshymne ist nur den Wenigsten bekannt. So hieß es damals in der ersten Strophe

"(1) Land der Berge. Land am Strome,

Land der Äcker, Hämmer, Dome,

Arbeitsam und liederreich.

Großer Väter freie Söhne,

Volk, begnadet für das Schöne,

Vielgerühmtes Österreich.

(2) Heiß umfehdet, wild umstritten

Liegst dem Erdteil du inmitten,

Einem starken Herzen gleich.

Hast seit frühen Ahnentagen

Hoher Sendung Last getragen,

Vielgeprüftes Österreich.

(3) Aber in die neuen Zeiten

Sieh uns festen Glaubens schreiten,

Stolzen Muts und hoffnungsreich.

Laß in brüderlichen Chören,

Vaterland, dir Treue schwören,

Vielgeliebtes Österreich."

Würde man diesen Text nicht als Hymne ansich betrachten,

sondern als einen literarischen Epos, veröffentlicht im Jahre 1947, wo doch wenige Jahre davor "irgendwas" passiert war, was unsere Männer doch in den Vordergrung rutschen lässt, so würde vermtulich dieser Text als Lobwidmung mutiger und heldenhafter Männer - JA, MÄNNER -, die für unser Vaterland ihr Leben ließen, als ehrenhafte Danksagung interpretieren, welcher unsere tatsächlichen Helden auch tatsächlich in Ehren hält.

" [...] Großer Väter, freie Söhne" (Anm.: JAHR 1947!)

Hier läuft sogar mir als Frau die Gänsehaut auf, und das nicht, weil ich hier wenig Weibliches dahinter zu finden ist, sondern weil ich, (ich wiederhole gerne meine vorangegangenen Wortwiederholungen: EHRENHAFT, HELDEN), in Gedanken an diese, zu einem der wenige Male wirklich behaupten kann, stolz auf unser Vaterland zu sein.

Bei aller Liebe, Frau Heinisch-Hosek, da rechne ich den wahren Söhnen Österreichs ein klein wenig mehr an, als einer großen Tochter - eine Ministerin für Bildung und Frauen.

[In ehrenhaften Gedanken an die großen Söhne. † ]

...

So kommt es, dass, basierend auf Gleichberechtigung, es doch hoffentlich bald der Fall sein wird, dass Frauen ihren Männern die Tür aufhalten, ihnen in ihren Mantel helfen und einen niedlichen Grinser auf seinem Gesicht zu verzeichnen ist, wenn sie von ihrer Liebsten einen Handkuss erhalten.

Sofern unsere Männer aber auch die Berufe der Tagesväter oder Kindergärtner, ausüben können, ohne dass sie als pädophil bezeichnet werden.

Oder Männer auf die Frauentoilette gehen können, und ebenfalls, wie umgekehrt, nur lachen müssen, wenn sich das falsche Geschlecht dahin verirrt hat.

Oder wir gar ein artkonformes, gleichberechtigtes Bild von MörderInnen, AttentäterInnen, DiebInnen, KinderschänderInnen und VerbrecherInnen erspähen können, und somit nicht nur dunkelkekleidete Halunken vor unserem Auge haben, sondern auch HalunkInnen.

Oder Gebrauchsgegenstände nicht mehr Männernamen erhalten, und wir genüsslich ein Glas Leitungswasser aus unserer Wasserhahn/-henne trinken können oder einen Blick/eine BlickIn in den Spiegel/Spiegelin werfen können. Moment? Gebrauchsgegenstand = Frauenname? HALT, STOPP! WIR SIND DOCH KEINE NUTTEN! ;)

Und der Kreis beginnt sich zu drehen...

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