Strache: Kein Comeback für Volksverräter

Was macht HC Strache eigentlich beruflich? Diese Frage wird man sich in nächster Zeit öfter stellen dürfen. Die politische Karriere von HC Strache ist nämlich beendet. Das ist lediglich ihm nicht klar. Auf seiner Facebook-Seite hechelt er im Stundentakt davon, die Hintermänner aufzudecken, die Intrige aufzuklären, das Neztwerk zu entflechten. Reue ist seine Sache nicht. Auch wenn jedem klar ist, dass er und Gudenus in eine Falle geraten sind und die Aufnahmen illegal entstanden sind. Niemand hat ihn oder Gudenus dazu verleitet, den Verkauf des österreichischen Wassers an Investoren vorzuschlagen, die Übernahme der Kronenzeitung, und davon, Parteispender mit Staatsaufträgen zu belohnen - zum Nachteil eines österreichschen Unternehmens mit Tausenden Arbeitnehmern, by the way. Auch die angekündigte Aufweichung des Glückspielmonopols ist ein Zuckerl zugunsten ausländischer Investoren und zum Ungunsten der Republik. Mit anderen Worten: Dürften Strache und Gudenus ihr eigenes Handeln kommentieren, sie würden wohl ein Wort verwenden, das mit Volk beginnt und mit Verräter endet.

Aus der Kiste kommt Strache nicht mehr raus

Aus der Kiste kommen die beiden nicht mehr raus, aber lediglich Gudenus scheint das verstanden zu haben. Strache träumt von einem spektakulären Comeback. Ein guter Zeitpunkt: wenn die Staatsanwalt keine Anklage erheben sollte oder eine Anklage scheitert. Das wird aller Voraussicht nach geschehen, macht aber die politische Dimension seines Handelns ncht ungeschehen. Strache ist und bleibt der "Patriot", der das österreichische Wasser verscherbeln wollte und heimische Unternehmen benachteiligen wollte.

Die Nice Guys der Partei: Hofer und Haimbuchner

Die FPÖ hat bereits am vergangenen Wochenende die Weichen für die Post-Strache Ära gelegt. Der stets verbindlich wirkende Hofer gibt den Nice Guy der partei. Dass er diese Rolle gut spielt, hat er im Präsidentschaftswahlkampf bewiesen. Er wird sich in den kommenden Monaten halbwegs staatstragend geben, um eine eventuelle Regierungsbeteiligung nach den Wahlen im September ncht zu gefährden. Dazu muss er die Chimäre einer "völlig neuen FPÖ" nähren, und das funktioniert nur ohne Strache.

Parteiausschluss von Strache?

Noch ein Indiz dafür, dass Straches Zeit in der Politik endgültig vorüber ist: Der oberösterreichische Landeshauptmann-Vize Manfred Haimbuchner - er ist auch stellvertretender Parteiobmann - schließt "zu 100 Prozent" aus, dass Strache jemals wieder eine Funktion übernhemen wird. Sogar die Frage nach einem eventuellen Parteiausschluss Straches wird von Haiumbuchner offen gelassen. Haimbuchner gehört - ebenso wie Hofer - zur Spezies jener FPÖ Politiker, die sich nach außen hin lieber staatsmännisch geben und dafür schon einmal einen Bierzeltklauer auslassen.

Zur Eingangsfrage zurück: Die FPÖ wird daran interessiert sein. Strache möglichst rasch mit einer Aufgabe fernab der Politik zu versorgen. Andernfalls gbt es Brösel in der Partei, und zwar richtige.

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G. Szekatsch

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